(M)eine Blüte für Gott (Fronleichnam)

„Jesus ist Brot, das lebt und Leben spendet. Wir lassen uns beschenken von oben, mit dem Brot vom Himmel.

Wie Jesus das Brot und den Kelch in die Hände nimmt, wird unser Leben in den Bereich Gottes gehoben.“

(Laacher Messbuch 2021)

„Wenn ER das Brot ist, das ich esse – dann bin ich auch eingeladen, seine Lieder zu singen – und das sind Lieder des Lebens!“, hat Andrea Schwarz einmal geschrieben.

Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott / Gitarre und Gesang: Ingrid Keppeler


1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns auf unsern Wegen.
Sei Quelle und Brot in Wüstennot,
sei um uns mit deinem Segen,
sei Quelle und Brot in Wüstennot,
sei um uns mit deinem Segen.


2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten,
voll Wärme und Licht im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten.


3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen,
sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen.


4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns durch deinen Segen.
Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,
sei um uns auf unsern Wegen,
dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,
sei um uns auf unsern Wegen.



Text: Eugen Eckert (1985) 1987
Melodie: Anders Ruuth (um 1968)
1984 »La paz del señor«
Evangelisches Gesangbuch 171

Liebe Kirchencafé-ler,

wir hatten einen Aufruf gestartet, Blüten zu schicken. Ihr seid diesem Aufruf in überwältigender Weise, farbenfroh und ideenreich gefolgt. Es ist eine große Freude!

Vielerorts gibt es an Fronleichnam die Tradition, Blütenteppiche zu legen. An diese Tradition haben wir mit der Idee angeknüpft. Wir möchten GOTT mit den Blüten aus seiner Schöpfung ehren.

Gleichzeitig möchten wir – wie schon im vergangenen Jahr an Fronleichnam – aber auch noch einmal aufzeigen, wie BUNT unsere Gemeinschaft im Kirchencafé (geworden) ist!

Erinnert Ihr Euch z.B. an den Liedbeitrag der „Kleine Maibaumgeschichten Teil 5“? 

Er hieß „Sie war ein jüdisches Mädchen“, gesungen hatte ihn Ingrid Keppeler. Wir hatten sie in unserem Beitrag verlinkt. Weil ich mich für den Text des Liedes interessiert hatte, nahm ich mit ihr Kontakt auf. Wir hatten einen sehr netten Austausch und letztendlich schickte sie uns – wie nett – noch zwei Liedbeiträge. Vielen Dank dafür, liebe Ingrid!

Außerdem wirken die Kinder des Kindergartens Wibbelstätz in Hönningen heute wieder mit.  „Wir haben uns im Internet Fronleichnamsteppiche angeschaut und die Kinder malten hinterher mit Wasserfarben ihren eigenen „Blütenteppich“.
An Fronleichnam schmücken wir in Hönningen damit den Fronleichnamsaltar.“, sagte uns Annemie Ulrich.

Allen Kindern ein großes Dankeschön, dass Ihr uns die tollen Bilder hier mit beigesteuert habt. Das ist wunderbar! Und wie toll, dass Eure Gesichter auch zu sehen sind. So wissen wir sogar, wer die schönen Blütenbilder gemalt hat.

Und dann wirkt IHR KIRCHENCAFÉ-LER natürlich alle mit!

Ein Blütenmeer hat uns erreicht!! WIR DANKEN EUCH von Herzen!!! 

Halleluja-Ruf / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld
Audio-Datei / Evangelium / gelesen von Anja Neißner
Halleluja-Ruf / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld

 

Du Gott des Lebens, am Morgen weckt uns der Jubel der Vögel. Deine Schöpfung hat ein neues Kleid angelegt und

die Blumen spiegeln die Buntheit deiner Gnade.

Wir stimmen ein in das Lob deiner Treue trotz all der Risse in der Schönheit der Welt.

Wir verlassen uns auf dein Versprechen, nicht preiszugeben, was du geschaffen hast, sondern Himmel und Erde zu erneuern durch deine Lebensmacht. Gott, halte dein Wort und breite unter uns eine Hoffnung aus, die alle Müdigkeit und Verzweiflung vertreibt und die uns wach macht zu beherztem Handeln nach deinem Willen. 

(Sylvia Bukowski)

Was fällt mir in der Schöpfung besonders ins Auge? Worüber freue ich mich in der Natur besonders?

Wofür bin ich besonders dankbar? Wie bringe ich meine Dankbarkeit zum Ausdruck?

Nehme ich den Geschenkcharakter des Lebens wahr? Sehe ich die Natur als bloße „Umwelt“ oder die Schöpfung als „Mitwelt“, in der ich mit allem Geschaffenen geschwisterlich verbunden bin?

Was brauche ich wirklich für ein gutes Leben? Wo kann ich auf etwas verzichten, um einen einfacheren, weniger konsumorientierten Lebensstil zu führen?

Welche meiner Gaben und Talente kann ich einbringen zur Bewahrung der Schöpfung? Welche Aktionen kann ich unterstützen?

Wem würde ich gerne einmal sagen, wie sehr ich ihn/sie schätze?

Vater unser, Gott, Schöpfer der Welt und aller Dinge, Liebhaber des Lebens und Freund der Menschen, dein Atem belebt und beseelt alles, was ist.

Dein Name werde geheiligt durch alles, was lebt. Dein Reich verwirkliche sich in allem, was geschieht. Dein Wille werde spürbar in unserem Handeln.

Tägliches Brot schenke allen Menschen von unserer Mutter Erde. Vergib uns unsere Schuld, deine Schöpfung auszubeuten, in dem Maße, in dem wir bereit sind, umzukehren und unseren Lebensstil zu verändern.

Und führe uns in der Versuchung, uns selbst als Schöpfer aufzuspielen, sondern lass uns unsere Geschöpflichkeit annehmen.

Denn Dein ist die Zukunft, alle Energie und Vollkommenheit, heute und bis sich unser Leben vollendet in dir.

Gott, Liebhaber alles Bunten und der Vielfalt, schenke uns deinen Segen für Sonne und Regen, für alles, was lebt, für uns Menschen.

Gott, Liebhaber alles Bunten und der Vielfalt, segne uns, du Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Liebe Kirchencafé-ler,

bei den Vorbereitungen zu diesem Impuls fiel mir ein, dass wir im letzten Jahr an dieser Stelle eine (wahre) Geschichte von Wilfried Freischem stehen hatten.

Ich finde sie auch in diesem Jahr wieder so passend zu unserem Farbgewitter, dass ich sie gerne noch einmal als Abschluss nehmen möchte. Die von Euch, die sich daran erinnern, lesen sie sicher gerne noch einmal und die, die sie aus welchen Gründen auch immer, noch nicht kennen, mögen sie sicher auch, denn es tut immer wieder gut, wenn man sich im Leben mit bunten Vögeln umgibt!

Der bunte Vogel

(von Wilfried Freischem)

Eine kleine Stadt im Osten Deutschlands. Sieht man genau hin, hat dieser kleine Ort nur eine Straße, ein paar wenige Seitenwege zweigen von ihr ab. Die heißen dann Ernst-Thälmann-Straße oder Rosa-Luxemburg Weg, verlaufen sich aber alle schon nach wenigen Metern in Wiesen oder Feldern.

Es ist die Zeit, in der Bundeskanzler Helmut Kohl unseren Ostdeutschen Schwestern und Brüdern bunte und blühende Landschaften verspricht.

Grau in grau reihen sich die bröseligen, vom Verfall bedrohten, Häuser der „Straße der Freundschaft,“ die auch gleichzeitig Geschäftsstraße ist, von einem Irgendwoher ins nächste Irgendwohin.

Mal ist es ein Bäckerladen, dann eine Metzgerei oder eine Eisenwarenhandlung, die dieser Tristesse eine Ahnung von Leben gibt.

Aus dem Abgasdunst eines, über die noch aus Kaisers Zeiten kopfsteingepflasterten Straße, holpernden Trabis, kommt mir ein Mann, barfüßig, in einen schneeweißen Umhang gehüllt, der sich später als altgedientes Bettlaken heraus stellt, lachend entgegen.

Vor dem Schaufenster eines Friseursalons, an dessen Eingangstür noch der silberne Teller, das Zunftzeichen der Barbiere flattert, bleibt er vor mir stehen und meint ohne jede Umschweife:

„ Die Leinwand habe ich schon geschenkt bekommen“

und lässt, wie zur Bestätigung seiner Worte, seinen Umhang im Wind der zugigen Straße flattern. „ Fehlt mir nur noch das Geld für die Farbe, ich will doch unsere Stadt etwas bunter machen“ meint mein barfüßiger Gesprächspartner und reibt lachend Daumen und Zeigefinger aneinander.  „Haben sie mal?“, fragt er mich dann noch.

 Schon will ich kopfschüttelnd weiter gehen, da höre ich hinter der dünnen Schaufensterscheibe des Salons lautes Lachen. Eine Haarkünstlerin, mit einem Kamm in der einen und einer Schere in der anderen Hand, wedelt mit beiden Armen vor ihrem Kopf und zeigt mit einem noch freien Finger, den Vogel an ihre Schläfe. Eine, in die Jahre geratene Frau, mit in Stanniol gewickelten Locken, schaut neugierig aus einer resedafarbenen Trockenhaube heraus, so, wie der Kauz aus seiner Baumhöhle, und wackelt, wie zur Bestätigung, mit ihrer silbernen Lockenpracht.

Offensichtlich lachen die beiden über den Mann, warum?

Weil er den Mut hat anders zu sein? Sind sie neidisch? Neidisch, dass da einer ist, der auf seine Art glücklich ist? Warum gönnt man ihm nicht sein Glück? Dabei will er doch nur etwas Farbe in ihre triste Welt bringen.

Schließlich habe ich ihm die Farben doch gesponsert, mit der Bitte, sein Kunstwerk, denn ein Künstler war er ja ohne Zweifel, ansehen zu können. Wir haben uns für den nächsten Tag Punkt 12 vor der Kirche verabredet.

Am anderen Tag: Die offenhörig nicht mehr ganz neue Turmglocke hat gerade den zwölften Schlag hinter sich gescheppert, da kommt er um die Kirchenecke, nicht gegangen, geschritten, ja schwebend, mir verschlägt es die Sprache.

Was da auf mich zukommt ist wie ein bunter Geist, ist Farbe, ist Licht, ein lebendes Bunt aus Glück und Lebensfreude, Kunst. 

Die wenigen Menschen  auf dieser langweiligen und tristen Straße der Freundschaft, drehen sich nach ihm um, wollen ihn anfassen, lachen und sind auch glücklich.

Ein bunter Vogel eben.

(von Wilfried Freischem)

Von guten Mächten / Gitarre und Gesang: Ingrid Keppeler

Und nun schaut mal: unsere Küsterin Melanie Welter hat aus allen unseren Blüten einen

Miniatur- Blütenteppich vor dem Kirchentor in Niederheckenbach

gezaubert… Vielen Dank, Melanie, für die Liebe, die Du für uns und GOTT hineingesteckt hast. Das ist wunderschön und natürlich wieder einen Besuch wert!

Vielen Dank an Euch alle!

(Die Anordnung der Blüten-Fotos erfolgte übrigens zu 90 % nach dem Zufallsprinzip! Wir haben jede mit großer Freude zur Ehre Gottes gepflückt!)

Hier geht es weiter mit spontanen Impulsen und einem festen Termin, nämlich dem Morgenlob am 

Sonntag, den 20.06.2021 ab 9.30 Uhr

Herzliche Grüße

wir wünschen Euch einen farbenberauschten Feiertag!

Für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Kleine Mai(baum)Geschichte(n) Teil 5

Heilig, Heilig / Gesang: Singkreis Kaltenborn unter Leitung und musikalischer Begleitung von Silvia Groß an Pfingsten / eingesandt von Marion Marienfeld

Liebe Kirchencafé-ler,

wir begrüßen Euch ganz herzlich zu den „Kleine(n) Mai(baum)Geschichten“.

Es ist wieder ganz wunderbar, mit was für einer Fülle an verschiedenen Beiträgen Ihr Euch alle hier füreinander eingebracht habt; diese Beiträge waren so zahlreich, dass wir heute schon Teil 5 – und damit den letzten Teil – bestücken können. 

Das passt gut – die Zahl 5 steht auch für den Mai und zugleich zeigt der Mai am kommenden Montag seinen letzten Tag im Kalender an.

Heute möchten wir mit einem Beitrag von Gisela Schopp beginnen. Sie bringt uns noch einmal in Erinnerung, dass der Monat Mai ja auch der „Marienmonat“ genannt wird, als sie uns schrieb:

„Diese Bodenbilder sind bei einer religionspädagogischen Einheit zum Thema „Maria“ in der „Levana-Schule“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler, die ihre Förderschwerpunkte in der ganzheitlichen und motorischen Entwicklung hat, entstanden.

Drei Mädchen mit geistiger Behinderung (11 u. 12 Jahre) haben die Bodenbilder nach ihren individuellen Vorstellungen mit Kett-Material gestaltet.“

„Für mich spiegeln sich hier drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten im Umgang mit diesem Thema wider.“, schreibt Gisela.

Und weiter: „Ich war so begeistert, dass ich es gerne mit anderen teilen möchte.“

Liebe Gisela, wie schön, dass Du dabei an uns Kirchencafé-ler gedacht hast!!

Vielen Dank!

 

Den folgenden Text hat Katharina Barth-Duran vor Pfingsten geschrieben. Er ist mit Blick auf die aktuelle Situation der Kirche bei ihr entstanden. 

„Trümmerfrauen von heute“

hat Katharina ihn genannt.

„Trümmerfrauen von heute“ / Text: Katharina Barth-Duran / gesprochen von Anja Neißner

Auf dem folgenden Foto seht Ihr auch einmal, wie Katharina aussieht. Sie öffnet hier zur Pfingstzeit zusammen mit ihrer Kollegin Tamara weit die Tore der Kirche St. Martinus in Schwaigern. Die beiden lassen frische Luft herein!

 

Wilfried Freischem hat uns zum Abschluss der

„Kleine Mai(baum)Geschichte(n)“

eine erdachte Geschichte geschrieben, in der so einige Eindrücke auftauchen, die vielen von uns aus der Zeit hier im virtuellen Kirchencafé bekannt vorkommen könnten:

Der kleine Maibaum

(von Wilfried Freischem)

Es ist Mai und jung noch der Tag.

Vor dem offenen Stubenfenster des kleinen Landhauses schmückt sich eine Amsel in der Blütenpracht eines Kirschbaums und trällert seiner Liebsten, die wohl in der Nähe ihrem Brutgeschäft nachgeht, aus gelbem Schnabel, die schönsten Amselarien, Melodien, die dem Vogel wohl nur zur Maienzeit in den Sinn kommen.


In der Stube, an einem blank gescheuerten Tisch sitzt eine Frau über deren hübsches Gesicht der rötliche Widerschein einer kleinen flackernden Kerze huscht und zuckt.

Frisch angezündet muss sich der kleine Wachsling mit seiner zarten Seele, dem Docht ins Helle, ins Licht kämpfen. So, wie ein kleines Kind, das Laufen lernt, von Fall zu Fall. Mal glimmt nur noch die Dochtspitze und dann lodert ihr Feuer doch wieder wie glühendes
Magma zum Himmel. Und das ist gut so, soll doch ihr Licht brennen für den Glauben, für ein Gebet, wo Worte versagen, um Hilfe bitten.


In Gedanken versunken dreht die Frau den schlichten Kerzenhalter, der vor Jahr und Tag einmal als Birke gewachsen ist, spürt die samtig weiße Rinde. Ein leises Kichern perlt über ihre Lippen und sie versinkt im Paradies schöner Erinnerungen.

Video: Anja Neißner


Es ist der letzte Tag im April, da ist ein junger Mann, der geht da oben in irgend einem Waldwinkel von einem Birkenbäumchen zum nächsten, umfasst jedes mit seiner kräftigen Hand, schaut hoch und meint, „nein, du bist mir zu krumm gewachsen“, an einem anderen hat sich die Wildsau ihre Schwarte gerieben und bei dem nächsten hat schon irgend ein Amor sein pfeildurchbohrtes Herz eingeritzt. Dann aber kommt er an ein Bäumchen, leuchtend weiß, zart flirren schon die jungen Blätter in lichtem frühlingsgrün, und gerade gewachsen ist es auch. „Du bist hübsch“, meint der junge Mann zu dem zarten Geschöpf, „du passt zu meiner Liebe, ich nehme dich mit“, und nimmt es mit.


Zuerst ist das kleine Birkchen erschrocken, auch das geringste Bäumchen zieht ja nicht gerne um. Als es aber von Bändern gehalten und bunten Streifen über und über geschmückt ist, legt es doch vor lauter Stolz sein schimmerndstes Weiß auf seine Rinde. „Jetzt bin ich ein Maibäumchen, jeder, der an mir vorbeigeht, streichelt meine Rinde und bewundert die, in
der Maienluft flatternden, bunten Bänder.“

Da sind die grünen Bänder für neues, für junges Leben, die Gelben für Licht, Heiterkeit und Optimismus, dann die Blauen, sie flattern für Hoffnung und Zuversicht. Ganz besonders viele Rote leuchten da in der Frühlingssonne, die Farbe der Leidenschaft und der Liebe.

Die Frau an dem blank gescheuerten Tisch streicht immer noch zärtlich über die so weiß schimmernde Rinde des kleinen Kerzenhalters und lächelt in der Erinnerung an die vielen roten Bänder.


Der Mai hat ja schon einunddreißig Tage, aber auch der schönste Mai hat einmal sein Ende. Die Sonne hat sich über die Zeit die eine oder andere Farbe aus den Bändern genommen und auch der Regen hat sich seinen Teil geholt.

Den Maibaum jetzt zersägen, in Stücke hacken?

Nein, in der Erinnerung schüttelt sie jetzt noch, mehr unbewusst, aber energisch, ihren Kopf.

Dann wurden aus diesem Maibäumchen kleine schöne Kerzenhalter
gedreht, für Kerzen, die beten, die bitten, aber auch danken sollen.


So nach und nach kommt die Frau aus ihren Erinnerungen wieder ins Jetzt.

„Heute würde ich vielleicht auch noch Könige aus dem schönen Holz schnitzen“, murmelt sie leise vor sich hin. „Oder Königinnen. Oh ja, Maiköniginnen und weiß anpinseln brauchte man die ja noch nicht mal. Wie ein Umhang aus edlem Hermelin ist doch die samtweiße Rinde mit ihren kleinen schwarzen Tupfen und zarten Bändern.“

Wir danken Euch von Herzen für die liebevollen Mai-Beiträge!

Nun aber noch etwas anderes…

Erinnert Ihr Euch noch an das letzte Jahr? An Fronleichnam? 🙂

Wir hatten doch diesen wunderbaren, virtuellen Blütenteppich aus Euren eingesandten Lieblings-Blüten-Fotos entstehen lassen. Wollen wir das nicht noch mal machen?

Ich fände das sehr schön!

Nächste Woche, am Donnerstag, den 03.06.2021, ist wieder Fronleichnam.

Bitte sendet mir doch wieder ein Foto Eurer Lieblingsblüte

per whatsApp, SMS oder Mail 

bis Sonntag, den 30. Mai 2021 zu!

Dann können wir an Fronleichnam wieder einen besonderen Impuls mit einem tollen, individuellen Blütenteppich entstehen lassen!

Wir können Gott wieder mit seiner eigenen Schöpfung ehren:

(M)eine Blüte für Gott!

Hier findet Ihr die Kontaktdaten zum Senden Eurer Fotos

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Kleine Mai(baum)Geschichte(n) Teil 4

Liebe Kirchencafé-ler!

Heute folgt Teil 4 der wunderbaren kleinen Mai(baum)Geschichten, die von Euch eingesandt wurden. Vielen, vielen Dank dafür!

Hier könnt Ihr Euch, wenn Ihr mögt, eine kleine Hintergrundmusik zum Lesen der Beiträge starten. Es ist meine Lieblingsfassung des Liedes „Atme in uns, Heiliger Geist“. Das lange Intro finde ich einfach wunderbar. Es ist Atem, Windhauch, Feuer pur – PFINGSTEN!

Und nun schaut, was die Kirchencafé-ler wieder auf unseren Aufruf hin, für uns alle geschickt haben, um uns daran teilhaben zu lassen:

Das vorstehende Foto und das Nachfolgende hat uns jeweils Monika Schlich geschickt.

Sie hat diese Obstbaum-Wiese in Oberdürenbach entdeckt, wo alle Obstbäumchen als Mai-Bäume geschmückt waren. Ist das nicht nett?!

Sie berichtete auch noch, dass sogar die Obstbäumchenallee rechts und links am Ortseingang von Oberdürenbach so geschmückt war, leider hatte sie davon kein Foto gemacht.

Pia Sonntag hat uns Folgendes geschrieben:

Am Morgen des 01. Mai 2020 gab es für mich eine ganz besondere Überraschung:

Mein erster Mai-Baum seit 57 Jahren 🙂

Was eine Freude!

Martin hatte es heimlich geschafft, dieses Bäumchen zu platzieren.

Diesem Bäumchen folgte kurze Zeit später ein Heiratsantrag und ein „Ja“!

Spätes Glück!!

(Wir freuen uns sehr mit Euch!!!)

Ende Mai 2020 suchten und fanden wir ein schönes Plätzchen, das dem Baum ein Weiterleben sichern sollte!

Ein heißer Sommer, viele Kannen Wasser hingeschleppt, ein doch recht kalter Winter und: er hat es geschafft!!

Er zeigte sich am 01. Mai diesen Jahres in neuer grüner Pracht.

Auch Julia hat Maibäume für uns entdeckt und sie auf Fotos festgehalten. Ihre Gedanken, die sie sich dazu gemacht hat, möchte sie nachfolgend mit uns teilen:

„Eine Tradition der Wertschätzung:

Was sonst in der Dunkelheit im Geheimen geschieht, ist dieses Jahr durch die Ausgangssperre schon am Vorabend in Bonn sichtbares Zeichen von Zuneigung gewesen. Mehr als ein Liebesbrief – oder elektronisch übermittelte Kurznachricht – ist ein Maibaum für alle sichtbar.

Kein Monopol, die Idee scheint nicht mehr nur Verliebten zu gelten, da auch für Nachbarn, Väter und Freunde beschriftete Bäumchen zu finden sind – allen gemeinsam – das Ziel: Freude zu verbreiten.

Tiefe Freude will uns auch Gott schenken und durch uns wirkend, diese verbreiten und Kreise ziehen lassen.

Wie die bunten Bänder am Maibaum sich durch den Wind tragen lassen, so sind auch wir getragen und geborgen. Gerade bei großen Maibäumen, die weit oben viel Wind abbekommen, ist am Ende des Monats oft ein großes Wirrwarr in den Bändern entstanden. Der Wind hat sie umeinander gewickelt und miteinander verbunden – wie Gott auch unsere Lebenswege verbindet. Gerade jetzt, da im Alltag noch immer, notwendigerweise mehr Abstand als Nähe spürbar ist, erfreut es die Seele zu wissen, dass über den allumfassenden Schöpfer dennoch Verbindung immer möglich ist.“

Weiter schreibt Julia:

Es war mehr als Wind: Tief „Eugen“ hatte mit heftigen Sturmböen Anfang Mai teils gefährliche Schäden in Deutschland verursacht.

Wolkenformationen beeindruckten den Blick und herumwehende Kleinteile flogen in die Augen – als der Maibaum aus der Ferne sichtbar wurde.

Gestützt an der Laterne und doch scheinbar aus dem Boden erwachsen – als Verbindung hinauf – die hellgrünen Blätter leutende Hoffnungszeichen – geschmückt mit viefältigen Farbbändern.

Das eine Band, das symbolisch gen Himmel zeigte, war rot – ganz oben am Maibaum – ein kurzer Hinweis im Alltag auf das, was uns umgibt. Die Nähe Gottes zu spüren ist ein Geschenk, das vielfältige Formen haben kann – möge auch der kommende Monat viele Möglichkeiten zur Offenheit dafür bereit halten.      (Julia Gerono)

„Alle Menschen haben Zugang zu Gott, aber jeder einen anderen.“ – Martin Buber

Auch Annemie und Reinhard Klafke haben etwas im schönen Mai entdeckt und es für uns fotografiert. Für mich sieht es aus, wie wahre Kunst aus der Natur.

Eurer Fantasie, was Ihr darin seht, sind keine Grenzen gesetzt.

Sie schrieben uns dazu:

„Beim Pflücken der diesjährigen Maikräuter ist uns dieser Douglasienstumpf aufgefallen. Schon toll, wie sich die Äste um den Stamm verteilt haben.“

Allen lieben Einsendern ein riesiges Dankeschön!!!

Pfingsten – Segensbitte / gesprochen von Anja Neißner

Wir wünschen Euch allen von Herzen ein gesegnetes Pfingstfest!

Hier geht es weiter in der kommenden Woche mit dem 5. und letzten Teil Eurer Mai(baum)Geschichte(n).

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Atme in uns, Heiliger Geist / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Kleine Mai(baum)Geschichte(n) Teil 3

„Smile for me“ / Komposition/Musik: Christian Methfessel

Liebe Kirchencafé-ler,

herzlich willkommen zu Teil 3 unserer Mai(baum)Geschichten!

Diese erzählen uns heute Annemie Ulich und Wilfried Freischem

Annemie in Text und Bild und Wilfried als Maiimpressionen in wunderbaren Fotos.

Lasst uns einen Augenblick innehalten und diesen Geschichten in Wort und Bild lauschen, vielleicht habt Ihr ja schon die meditative Musik von Christian Methfessel zu Beginn des Beitrags gestartet. Sie ist eine schöne Untermalung dazu ….

„Auch in Hönningen ist eine König*in eingezogen.

Kaum war sie da, zog es sie auch schon wieder nach draußen. Am 9. Mai wäre Sophie Scholl hundert Jahre alt geworden. Sie ist meine Maikönigin. Seit meiner Jugend bewundere ich ihren Mut, ihre Zivilcourage.

Sie hat ihre Würde bis zum Letzten und darüber hinaus nicht verloren. Aufrecht und ungebrochen ist sie dem unwürdigen Naziregime entgegengetreten.

Die goldene Krone, das weiße Gewand gebührt ihr.

Sophie Scholl, die weiße ungebrochene Rose.“

(Annemie Ulrich)

Die folgenden hochwertigen und wunderschönen Aufnahmen von Wilfried Freischem hat er alle, teils mit großer Geduld, im Mai in Gottes Schöpfung aufgenommen.

Was für eine Freude, dass Du Dein Talent mit uns teilst, lieber Wilfried!

MAIIMPRESSIONEN

von Wilfried Freischem

Hier geht es weiter am kommenden Sonntag, den 16. Mai

mit einem Morgenlob von, mit und für beigeisterte Menschen

WIR FREUEN UNS AUF EUCH!

Wir wünschen Euch einen schönen Feiertag „Christi Himmelfahrt“

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

„Gerne hätten sie Dich dabehalten“ / gesprochen von Anja Neißner

 

Kleine Mai(baum)Geschichte(n) Teil 2

Liebe Kirchencafé-ler,

wir heißen Euch ganz herzlich willkommen zu weiteren

Kleinen Mai(baum)Geschichten!

Den Beginn macht Katharina, die uns die folgende kleine Mai-Geschichte erzählt:

Mir kamen Erinnerungen an meine Kinderzeit im Kindergartenalter, wo ich mit meinen jüngeren Geschwistern zu Beginn des Maimonats, der als Marienmonat gefeiert wurde, ein Maialtärchen bauen durfte…

jedes Kind für sich, auf einem kleinen Schemel oder Holzstuhl. Da legten wir ein Deckchen drauf und stellten ein Marienbild hin,

oder malten eines, und dann kamen noch rechts und links davon zwei Gläser mit Wiesenblumen, die wir draußen gepflückt hatten:

Gänseblümchen, Löwenzahn, Dotterblumen oder Wiesenschaumkraut. Mit Begeisterung waren wir dabei!

Lang, lang ist´s her… wollte ich Euch nur erzählen, weil´s wunderschön war.

Mir fiel dazu vor meinem inneren Auge gleich das Tischchen ein, das Melanie für uns vor dem Kirchentor in Niederheckenbach für den Monat Mai gestaltet hat:

Und dann haben uns Gisela und Walter diese liebenswerte „wahre Geschichte“ zu unserem Thema „Kleine Mai(baum)Geschichten geschickt:

(…) das ist unser diesjähriger Maibaum.

Die Frage ist, wer hat wem den Baum aufgestellt? Im Zeitalter der Gleichberechtigung und nach fast 40 Ehejahren weiß man es nicht!

 Herzliche Grüße aus Hönningen von Gisela und Walter!

Beenden möchten wir die die heutigen kleinen Mai(baum)Geschichten mit einem neuen wunderbaren Text von Katharina:

Meine Maienkönigin


Nicht mehr das blutjunge Mädchen
in der Blüte ihrer Jahre
keine Alabasterhaut
mit engelgleichen Zügen
die Leichtigkeit des Seins
scheint dahin


Weder unerfahren
noch sorglos
und faltenfrei
angesichts der Zumutungen
die das Lebens bereithält
zeitweise unerträglich


Und dennoch
mit geschlossenen Augen
einen Durchblick zum Himmel
mit weisem Lächeln
trotz allem
immer noch offen
für Gottes Geschenke
und die Umarmungen des Frühlings
jedes Jahr anders
neu und wundervoll

(von Katharina Barth-Duran)

„Atme (Mit Phil)“ aus Off-Beat von Christian Methfessel.

Wenn Ihr auch eine kleine Mai(baum)Geschichte für uns habt, freuen wir uns noch den ganzen Mai darüber!!

Wir wünschen Euch einen schönen „Muttertag“ – und auch hier verbindet uns etwas, denn wir haben alle eine Mutter!

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Kleine Mai(baum)Geschichte(n)

Erich Kästner

 
 Der Mai 
 

Im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüßend, über Land.

Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.

Er nickt uns zu und ruft: „Ich komm ja wieder!“
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt.

Liebe Kirchencafé-ler,

wir hatten Euch am 1. Mai bei unserem virtuellen Mai-Fest mit Maria nach kleinen Mai(baum)-Geschichten gefragt.

Heute erzählt uns Thomas seine kleine Mai(baum)-Geschichte:

„Ein Maibäumchen!!!

Der Liebesbeweis eines romantischen Teenagers???

Mitnichten! „Alte Liebe rostet nicht“!

Ganz im Sinne dieser alten Lebensweisheit schmücke ich nun seit 10 Jahren (seitdem wir uns kennengelernt haben) zum 1.Mai die Haustüre meiner Angelika mit solch einem Beweis meiner Zuneigung.

Und sie bedankt sich auch jedes Mal voller Freude mit dem 1.Spargel der Saison, gekrönt mit einem feinen Weißwein!

Unser Start in den Wonnemonat Mai!“

(Thomas Kutsch)

 

Liebe Angelika, lieber Thomas,

wir danken Euch von Herzen, dass Ihr diese liebenswerte Geschichte mit uns geteilt habt! Es ist auch eine richtig regionale Geschichte, denn die kleine Birke ist im Heckenbacher OT Beilstein gewachsen!

Als Abschluss hören wir ein Lied, untermalt mit einem Video, beides von Ingo (eingesandt von Rosi Gemein). Vielen Dank auch dafür!

Wir hoffen, liebe Kirchencafé-ler, die erste kleine Mai-Geschichte hat Euch gefallen, wer noch eine Geschichte beitragen möchte, kann das sehr gerne noch den ganzen Mai über tun.

Mai oder Maibaum reichen als Thema aus 🙂

Wir freuen uns jedenfalls darauf,

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Mini-Impuls: Lichteinfall

„Königin des Lichtes“ Text und Fotos von Katharina Barth-Duran / gesprochen von Anja Neißner

eingesandt von Angelika Nowicki

„Du bist ein Kind Gottes. Wir alle sind bestimmt zu leuchten, wie es die Kinder tun.

Wir sind geboren, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen.

Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen,

geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir von Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart von selbst andere.“

Nelson Mandela, bei seiner Antrittsrede als südafrikanischer Staatspräsident 1994, nach 27-jähriger politischer Haft

Impuls – Wüstenerfahrungen

meditative Einleitung / gesprochen von Anja Neißner

Liebe Kirchencafé-ler,

wir befinden uns in der Fastenzeit. Es ist bereits die zweite Fastenzeit innerhalb der Pandemie.

WÜSTENERFAHRUNGEN

Wir werden ungefragt dazu eingeladen, wieder einmal mehr bei uns selbst zu sein und auch längere Zeit zu bleiben – zu verweilen.

Das kannten wir vor der Pandemie schon lange nicht mehr. Immer wieder war es uns „vor Corona“ doch möglich, Zerstreuung zu erfahren, wo wir auch hingeschaut haben, wo wir auch waren. Wir mussten nirgends lange verweilen, wenn wir nicht wollten,

schon gar nicht bei uns selbst.

Es ging täglich von einem Termin zum nächsten. Von einem Treffen zum nächsten.

Von einer Aktivität zur nächsten.

Seit einem Jahr ist es jetzt anders. Was anfangs für uns alle erst einmal fast spannend zu sein schien, verlor schon bald seinen „Reiz“:

Sich einmal einzuschränken und

das Leben auszubremsen, dem wir so oft hinterhergehechelt sind, fühlt sich jetzt oft an wie ein belastender schwarzer Fleck.

Diese Geschichte hat uns Ursula Durst geschickt:

Geschichte / vorgelesen von Anja Neißner

Im heutigen Impuls

möchten wir außerdem zwei Menschen auf uns wirken lassen:

Reinhold Messner und Vincent Munier

Monika Bojanowski hat eine Inhaltsangabe zu einem, im Jahr 2005 erschienenen, Buch von Reinhold Messner entdeckt und eine Erkenntnis von ihm beigetragen:

Gobi – Die Wüste in mir
(Reinhold Messner)

Mit 60 Jahren wagt Reinhold Messner einen letzten großen Grenzgang zwischen Leben und Tod. Einem alten Traum folgend, will er die Längsdurchquerung der Wüste Gobi versuchen, auf seine Weise: allein, völlig auf sich gestellt und ohne jede logistische Unterstützung. Seine 2.000 km lange Wanderung durch die Westgobi und über das Altai-Gebirge wird für ihn zu einer nie dagewesenen Grenzerfahrung, physisch und psychisch, und zu einem Akt der Selbstbestimmung mit ungewissem Ausgang.

Eine seiner Erkenntnisse dieser Wüstenwanderung ist u.a. diese:

„Bei den Nomaden war ich in Sicherheit. In den Städten bin ich es nicht. In der Gobi war mein Unterwegssein nie eine Suche nach dem Glück. Vielleicht deshalb, weil wir alle, die wir auf uns selbst gestellt in der Wüste zu überleben versuchen, unser Glück mit vielen Momenten der Angst erkämpfen müssen. Und diese Angst lehrt uns, sie zu teilen.

Mitgefühl ist zuletzt geteilte Angst. Und dieses Teilen trägt zum Glück aller bei.“

Und wie das manchmal im Leben so ist….

Christiane hat ihn Katharina geschickt und Katharina wiederum hat ihn uns weitergeleitet …

einen Film,

der kaum besser zum Thema passen könnte.

Ich denke, wir haben alle schon viele Naturfilme gesehen. Mich persönlich hat noch keiner so berührt, wie dieser mit und über Vincent Munier.

Ich kann ihn Euch nur von ganzem Herzen ans Herz legen.

Schaut ihn Euch doch einmal in ruhigen 52 Minuten an. Vielleicht habt Ihr ihn auch schon gesehen. Dann ist er es durchaus wert, ihn sich noch einmal anzusehen. Entweder in der Mediathek von 3sat oder hier unter dem gleich folgenden Link.

Er lässt uns ein kleines bisschen verwandelt zurück.

Er beinhaltet so Vieles:

„Wüsten“erfahrungen, Meditation, Mitgefühl, Respekt und Demut vor der Natur …

Wie schrieb es uns Katharina?

„Die Schönheit unserer Schöpfung und welche Größe ein Mensch hat, der im Einklang mit der Natur arbeitet und lebt, ist überwältigend.

Der Film wurde in dieser Woche zu meinem Abendgebet.“

Bitte hier klicken zum Öffnen des 52-minütigen Films

„Alles auf der Welt“ aus Off-Beat von Christian Methfessel / Instrumentalmusik

„Was vor uns liegt

und was hinter uns liegt,

ist nichts im Vergleich zu dem,

was in uns liegt.

Wenn wir das, was in uns liegt,

nach außen in die Welt tragen,

geschehen Wunder.“

Henry Stanley Haskins

Hier geht es weiter am 

Sonntag, den 21. März 2021 mit dem MORGENLOB

von, mit und für begeisterte Menschen

vorher gibt es hier immer mal wieder spontane Impulse 

so auch am 05. März 2021 zum Weltgebetstag

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Impuls 3 – Lachen/Lächeln verschenken

Liebe Kirchencafé-ler,

herzlich willkommen zu „Impuls 3 – Lachen/Lächeln verschenken!“

ROSENMONTAG

aber der Straßenkarneval fällt aus .. 

Einige wurden dadurch kreativ, weil für sie ein Jahr ohne Karneval einfach kein Jahr ist.

Puppen wurden zuhause verkleidet,

Karnevalstüten zum Mitnehmen verschenkt, die lächeln ließen

und Mia (8) hat für ihre Oma eine Stresstüte entwickelt, die vermutlich nicht nur bei Stress wegen nicht stattfindendem Karneval hilft.

Diese Tüte sollten wir uns unbedingt merken.

Als Bedienungsanleitung gab Mia ihrer Oma Maria nämlich Folgendes mit auf den Weg:

„Man schreibt seinen Stress auf ein Blatt Papier, legt es in die Tüte und dann ist der Stress weg….“

Ein großes DANKE für alle Fotos!!

Gedanken zu Corona in Karnevalszeiten

Erst Corona, jetzt das Eis,

Kneipen auf dem Abstellgleis;

nicht nur hier ist Karneval,

überall ist Maskenball.

Brillenträger fast verzagen,

denn die Gläser sind beschlagen;

hilflos irren sie umher,

kennen keine Freunde mehr.

Einst geschniegelt und gestriegelt,

wachsen Haare ungezügelt.

Irgendwann – es ist egal! –

siehst du aus wie Rübezahl.

Nur die Profis von den Bällen

kabbeln sich bei den Duellen,

ohne Mund- und Nasenschutz

hau ‘n sie kräftig auf den Putz.

Doch was soll all das Gesabbel?

Bleib daheim in deiner Bubble,

bis die Stürm´ vorüberziehn.

Freu dich auf den Impftermin!

von Karl Josef Freischem

„Tanzen, ja tanzen“ instrumental / Keyboard Monika Bojanowski

Den folgenden Brief hat Joachim Hölle-Gindorf in der aktuellen Ausgabe der kritisch-christlich-unabhängigen Zeitschrift „Publik Forum“ entdeckt.

Wie Ihr seht, steht über dem Artikel „Vorsicht Satire“

Ich persönlich konnte keine Satire entdecken, alles scheint mir sehr realistisch und den Impfstoff brauchen wir schnell. Aber schaut selbst:

„Leichtigkeit finden“ von Katharina Barth-Duran / gesprochen von Anja Neißner

Ein Tag grau in grau
ununterbrochener Nieselregen
doch irgendetwas
irgendwer
gibt mir einen Schubs
der Tristesse zu entfliehen

Schnell den Mantel überziehen
der Nordseewetter kennt
rot mit weißen Punkten
lustig und fröhlich
wirkt das auf andere
auch auf mich

Mein Fahrrad
aus der Garage schieben
und losfahren
fest in die Pedale treten
tief frische Luft einatmen
plötzlich Leichtigkeit spüren
die gut tut

Atemzug um Atemzug
wird mir leichter ums Herz
ich fühle mich frei
ein Wohlgefühl
das sich von Kopf bis Fuß
ausbreitet
und mein Gesicht
strahlen lässt

Denen die mir begegnen
geht es scheinbar ebenso
ein Hin und Her
ein Lächeln
ein Lachen
ein Zunicken

Im Vorüberfahren
eine Wiese
immergrün trotz Winter
eine Quelle
immer noch sprudelnd
zwischen den Feldern

Ein Acker
frisch umgepflügt
bereit für die neue Saat
vielleicht winzige Körner
wie unser Senfkornglaube
der sich fortpflanzt
durch ein Lächeln

von Katharina Barth-Duran

Kleines Senfkorn Hoffnung / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Viele verschiedene Menschen, viele verschiedene Sichtweisen.

So hat uns Pia Sonntag diese Fenster-Fotos geschickt, weil sie findet, dass sie so gut zum

ROSENMONTAG 

passen. Pia schrieb: „Das sind zwei Kirchenfenster aus der Nikolauskirche in Rosenheim. Ich mag diese Kirche sehr. Hell und offen. Und mit passenden Rosenmotiven zum Rosenmontagsimpuls in den Fenstern.“

Erinnern wir uns noch einmal an das Bilderrätsel aus „Impuls 1“:

Sabine und Jörg Marienfeld hatten es geschickt mit der Frage, was hier dargestellt ist.

Zwei Kirchencafélerinnen konnten das Rätsel richtig lösen, und zwar

DANIELA KEULER

und 

ANNE GEMEIN

Sie wussten beide, dass hier das Lied 

„Blutwoosch Kölsch un e lecker Mädche“

dargestellt ist.

HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE!!!!

Liebe Kirchencafé-ler!

Wir danken Euch allen von Herzen, dass Ihr Euch wieder so rege beteiligt habt an diesen „lächelnden Impulsen“

Hier geht es weiter am kommenden

Sonntag, den 21.02.2021 ab 09.30 Uhr und dann jederzeit.

An diesem Sonntag feiern wir nach längerer Zeit noch mal zusammen ein Morgenlob von, mit und für begeisterte Menschen.

Thema ist das Evangelium des Tages: Markus 1,12-15 (das könnt Ihr auch googeln)

Alle, die mögen, können sich gerne mit einbringen über den üblichen Kontakt.

Schickt Euren Beitrag dann bitte bis Freitag, den 19.02.2021

Kontaktdaten für Fotos, Musik, Beiträge

entdeckt und eingesandt von Hildegard Körtgen

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Hören und sehen wir nun den musikalischen Beitrag von „Seelengrund“ zum Abschluss unserer Impulse zum Thema „Lachen/Lächeln verschenken!“

Ein herzliches DANKESCHÖN nach Bad Breisig

Hier geht es zur Homepage von „Seelengrund“ und dem dort eingebetteten Beitrag

Damit finden unsere Impulse zum Thema „Lachen/Lächeln verschenken“ ihren Abschluss.

Wie sagte Wilfried Freischem zu seinem Foto mit einem Augenzwinkern?

„Schluss mit lustig!“

Impuls 2 – Lachen/Lächeln verschenken

Liebe Kirchencafé-ler,

wir begrüßen Euch herzlich zum 2. Impuls (von 3) zum Thema

Lachen/Lächeln verschenken

Heute ist Weiberdonnerstag

und da wurden natürlich (abgesehen vom Foto zu Beginn, das diese Impulse zum Thema immer einleitet) ausschließlich Einsendungen von Frauen ausgewählt. Wo kämen wir denn sonst hin?! Auch heute ist Komisches und Nachdenkliches dabei.

Beginnen wir mit dem folgenden Stück:

Duetto buffo di due gatti (Italienisch: „Humoristisches Duett für zwei Katzen“) ist ein beliebtes Musikstück für zwei Stimmen (meist Soprane, oder Sopran und Alt), das oft als Zugabe bei Konzerten erscheint. Der Text besteht ausschließlich aus dem Wort „Miau“, das immer und immer wieder wiederholt wird. (Wikipedia)

Das Video wurde eingeschickt von Angelika Nowicki

Manchmal bleibt mir das Lachen im Hals stecken / gesprochen von Anja Neißner

Manchmal bleibt mir
das Lachen im Hals stecken
bei den Nachrichten dieser Tage
über mangelnden Impfstoff
Mutanten und viele Tote durch die Krise

Lebende die um ihre Existenz bangen
wohingegen Amazon und Google
sich Milliardengewinne einverleiben
und auf ihre Weise
die Herren der Welt sind

Und immer wieder
unerbittliche Machthaber
die vor nichts zurückschrecken
und politische Kontrahenten
heimtückisch umbringen wollen

Und immer noch und trotzdem
sagt Alexej Nawalny
Habt Mut – Fürchtet euch nicht
und malt im Glaskäfig des Gerichts
in Russland
ein Herz an die Scheibe
für seine Frau gegenüber

Während die Anhänger
von Recht und Ordnung
draußen auf der Straße
wie vor kurzem in Belarus
zu Tausenden
von hochgerüsteten Soldaten
des Diktators
brutal niedergeknüppelt
und ins Gefängnis
geworfen werden

Manchmal
ist es zum Verzweifeln
und ich frage mich
Jesus
ob du es bist
der heute wieder
gefangen genommen
eingesperrt
und umgebracht wird

von Katharina Barth-Duran

Tessa Keuler (4 Jahre) aus Staffel, die aus einer karnevalbegeisterten Familie stammt und bei der das Talent eindeutig in den Genen zu liegen scheint, hat ihre Mama gebeten, uns das folgende Video zu schicken. Dafür DANKE, liebe Tessa, danke, liebe Daniela:

Tanzen, ja tanzen / Mundart / Keyboard Monika Bojanowski / Klarinette Laura Marienfeld / Gesang Sabine Marienfeld
Vortrag Annemie Ulrich
Tanzen, ja tanzen / Instrumental / Keyboard Monika Bojanowski

DER* kleine VIRUS – DAS* kleine Virus benimmt sich net jood
(zur Melodie der Höhner „Die Karavane zieht weiter“)

Dummer ne, dummer ne, dummer ne Umarmung!
Dummer ne, dummer ne, dummer ne Umarmung!

Maache m’r nit, maache m’r nit, maache m’r nit!
Maache m’r nit, maache m’r nit, maache m’r nit!

Oh jeh! Su ne Driss, su ne Driss, su ne Driss!
Oh jeh! Su ne Driss, su ne Driss, su ne Driss!

Schunkele m’r trotzdem doheim – heim!
Umarmen uns per Handy fest on-line!

Der kleine Virus zieht weiter
verkleidet sich jood
Er macht viel kaputt!
Benimmt sich net jood!

Getarnt em Body, do wirkt hä
doch m‘r halde dürch!
Wir halten jetzt jeck den Abstand durch!

Dummer ne, dummer ne, dummer ne Bützje!
Dummer ne, dummer ne, dummer ne Bützje!

Maache m’r, maache m’r, maache m’r mit Virus!
Maache m’r, maache m’r, maache m’r mit Virus!

Wolle mer, wolle mer, wolle mer nit!
Wolle mer, wolle mer, woller mer nit!

Drück m‘r uns am Bildschirm fest doheim – heim!
Bütze m’r uns per Luftkuss lieb online!

Der Kleine hat schon Geschwister
aus Ü-ber-see
Die fiere jetzt mit!
Die fiere jetzt mit!
Der kleine Virus, der tarnt sich
trotz all unsrer Tests
drum halten m’r Jeck den Abstand aus!

Denn Nathan der Weise, der wusste Bescheid:
Im ABSTAND liegt SIEG ∞ und der ist nicht mehr weit!

Er ist noch kleiner als Flöhe
verkleidet sich jood
Er tarnt sich geschickt
verändert sich flöck!
Getarnt em Body, do wirkt hä
doch m‘r halde durch!
Wir halten jetzt jeck den Abstand durch!

 

Höhner – Umtextung: Julia MoMo mit Input von züpPablo

Am Rosenmontag

geht es weiter mit dem 3. Impuls, da zeigen wir dann unter anderem auch wieder Einsendungen von Männern 😀

und wir geben die Gewinner des Bilderrätsels aus Impuls 1 bekannt!

Wir freuen uns schon wieder sehr auf Euch

und grüßen Euch von Herzen, heute mit Alaaf und Helau,

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner