Mittwoch, 22.07.2020 Licht und Läuten für Jan Weber

 

Die Glocke der Kirche St. Kunibert in Hönningen läutet heute für Jan Weber, der am 10.07.2020 verstorben ist.

Die Klänge sind ihm vertraut und werden ihm Wegbegleiter sein.

 

 

Heute wird Jan aus dieser Welt, wie wir sie kennen, liebevoll verabschiedet.

Jan - Foto Ki-Hö 2

Foto: Kristina Rosenbaum

 

Der liebevoll hergerichtete Gedenkort in der Kirche in Hönningen, die vielen Gespräche, die alle miteinander geführt haben, um zu verstehen, alle persönlichen Vorbereitungen für die Verabschiedung, und auch diese Seite können hoffentlich allen, die Jan lieben, ihn schmerzlich vermissen und heute loslassen müssen, etwas Trost spenden.

 

Jan - Foto Ki-Hö 3

Foto: Kristina Rosenbaum

 

 

Foto - Gedenkort Jan Weber

Foto: Kristina Rosenbaum

 

Überall brennen heute wieder aus Empathie Kerzen für Jan, auch von Menschen, die ihn gar nicht kannten.

 

Jan - Foto FM

Wir beten für Jan und die Familie / Foto: Familie Mangerich

 

 

 

Neben den Glocken, dem An-Jan-denken, der gegenseitig geschenkten und empfangenen Liebe und dem Licht gibt es EINEN, der auf Jan wartet und ihn warm und liebevoll in Empfang nehmen wird.

 

Foto - Wenn der Tag gekommen ist

 

Ihr habt aus diesem Lied die Stelle zitiert „wenn ich mit dem Wasser fließe“…

Ja, so wird es sein, das ist ein schönes Bild.

Das Wasser fließt … Jan ist das Wasser … er fließt dem neuen Ufer zu …

… und irgendwann hilft ihm jemand ans Ufer …

Jan wird sich dort sehr geborgen und zuhause fühlen.

Wahrscheinlich empfängt ihn sogar auch jemand, den er noch aus dieser Welt kennt.

 

 

Aber die, die er geliebt hat, wird er nie vergessen.

Und die, die ihn geliebt haben und lieben, werden ihn nie vergessen.

 

 

Lieber Jan,

wir geben Dich – im Vertrauen auf ein Wiedersehen – in die liebevollen Hände Deines Schöpfers …

ER wird Dich ungeduldig erwarten und mit offenen Armen empfangen.

Deine Eltern Heike und Christoph, Deine Schwester Lara, Deine Freundin Lisa, Deine Großeltern Rosemarie und Resi und Herbert und Deine Paten Dirk und Monika nehmen wir in unsere Mitte.

Und Gott legt seine Hände auf ihre Schultern und geht mit ihnen – mit uns allen.

Alles Liebe…

 

Foto - Szene 3 mit Egli-Figuren 19072020

Gestaltung: Annemie Ulrich / Foto: Kristina Rosenbaum

 

 

 

 

Fronleichnam-Ich bin das lebendige Brot

Foto - Wolken SM

Foto: Sabine Marienfeld

Ihr lieben Kirchencafé-ler und alle, die heute zum ersten Mal dabei sind!

Es ist soweit!

 

Herzlich willkommen!

Wir freuen uns, heute gemeinsam mit Euch diesen Feiertag mit diesem Impuls zu begehen, zu dem fast jede(r) eine Blüte mitgebracht hat.

Wie schön!

 

Jesus sagt im heutigen Evangelium

 

„Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.“

 

Zum Nachlesen des Evangeliums bitte den folgenden Link anklicken

Evangelium Fronleichnam Joh 6,51-58 Lesejahr A

Diesem gewaltigen Satz wollen wir heute nachspüren.

„Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel kommt“

 

Foto - Blumen Regenbogen MF

Foto: Maria Friedrich

 

 

GL 789 Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft

Gesang: Laura und Sabine Marienfeld Orgel: Monika Bojanowski

 

Foto - Brot AU

gebacken und fotografiert von: Annemie Ulrich

 

Foto - Brotsegen AU

Quelle: „ Beten im Alltag“ des Verlags action365

 

Wir möchten heute (noch) einmal den Gedanken bewusst in den Mittelpunkt rücken, der unser Kirchencafé, und damit unsere Gemeinschaft, die stetig wächst, von Anfang an ausgemacht hat:

Alle sind herzlich willkommen.

 

Wie sonst können Menschen Interesse an Jesus bekommen?

Viele Menschen haben Erfahrungen in der Kirche gemacht, aufgrund derer sie sich ausgeschlossen und nicht willkommen fühlen. Sie haben gespürt oder es wurde ihnen sogar offen gesagt, dass sie bei der Kommunion nicht willkommen sind.

Vor knapp zwei Jahren habe auch ich diese bedrückende Erfahrung gemacht und möchte sie für unsere Brot-Gedanken noch einmal in Erinnerung bringen:

 

Jesus: Für wen hältst Du mich?

von Anja Neißner (09/2018)

Letzte Woche bekam ich die Frage von Jesus plötzlich auch selbst gestellt: Für wen hältst Du mich?

Mein Onkel war gestorben und wir sind mit einigen Kusinen und Cousins zur Beerdigung nach Liechtenstein gefahren. Wir hatten eine sehr weite Fahrt, aber dann war alles sehr feierlich. Eine schöne Kirche auf einem Berg mit atemberaubendem Weitblick.

Friedhof Liechtenstein

Foto: Anja Neißner

 

Die Enkelin meines Onkels spielte Harfe und sang zwei berührende Lieder und irgendwann kam der Moment, zur Kommunion zu gehen.

Ich stand auf und wollte hinter meinen Kusinen und Cousins her nach vorne gehen, aber alle blieben sitzen. Die Bank war sehr eng und ich kletterte umständlich über sie hinweg und fragte mich dabei, warum sie nicht auch gingen. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Meine Kusine ist geschieden und wiederverheiratet. Mein mitgereister Cousin ebenfalls. Mein anderer Cousin ist homosexuell. Mein Mann, hatte keinen Urlaub bekommen können. Wenn er dabei gewesen wäre, hätte er auch nicht mit zur Kommunion gehen können. Er ist nämlich evangelisch. Diese Menschen habe ich mir nicht ausgedacht. Sie alle will die katholische Kirche nicht bei der Kommunion dabei haben. Ich nahm den Leib Christi fast schuldbewusst entgegen, ich hatte keine Freude daran. Als ich wieder in die Bank zurückging und über die Beine und Füße der anderen stieg, war ich  peinlich berührt. Ich kniete mich, um zu beten, und dann fragte mich Jesus: Für wen hältst Du mich? Ich wusste es in dem Moment nicht. Was ich wusste war, dass ich mich schlecht fühlte.

Nach einer langen 6-stündigen Autofahrt nach Hause zurück, nach Gesprächen, die wir im Auto darüber geführt haben und nach den Tagen, die bisher vergangen sind, wurde mir für mich klarer, für wen ich Jesus halte – ich kann mir nicht vorstellen, dass Jesus so ist. Wenn er die Kommunion verteilt hätte, glaube ich persönlich, dass er meine Kusinen und Cousins und meinen Mann nach vorne gerufen und sie eingeladen hätte, die Kommunion zu empfangen. Ich kann und will einfach nicht glauben, dass Jesus Menschen so ausschließt. Menschen, die eigentlich Interesse an ihm haben. Dass er Menschen ausschließt, die das Brot mit ihm teilen möchten.

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Foto: Melanie Welter

 

 

Tisch des Herrn

Er hat uns alle

an einen Tisch gebracht

unter den nichts fallen kann,

von dem nichts gefegt und

über den niemand gezogen wird.

 

Er hat uns alle

an einen Tisch gebracht,

 damit vom Tisch kommt,

was uns trennt und wir

reinen Tisch machen können

mit ihm und mit uns.

 

Tobias Petzoldt

(aus: Mein Fasten-Wegweiser 2020 wandeln, Andere Zeiten e.V.)

 

 

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Ein immer wieder starkes Symbol und Zeichen unserer Gemeinschaft, unserer Communio – das gemeinsame Abendmahl an Gründonnerstag: ALLE sind herzlich willkommen und eingeladen!

 

 

 

Brot nährt uns,

stärkt uns und ist lebenserhaltend. Es verbindet uns im gemeinsamen Mahl.

Dieses starke Symbol hat Jesus nicht von ungefähr als Zeichen seiner Gegenwart auserwählt. Er sagt: „Ich bin das lebendige Brot“. Er lädt alle ein. Es sollte uns deshalb nicht trennen. Ich wünsche mir, dass es uns eint, dass ich dadurch mit allen Gemeinschaft, Communio habe. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Jesus Menschen davon ausschließen würde.

Fronleichnam bietet sich an, darüber nachzudenken.“

(Annemie Ulrich)

 

 

GL 800 Du bist das Brot, das den Hunger stillt

(Gesang: Laura und Sabine Marienfeld, Orgel: Monika Bojanowski)

 

 

Wir wünschen uns eine Kirche

nach dem wirklichen Vorbild Jesu, der einige Sätze vor dem heutigen Evangelium sagt:

„wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“

 

Wir wünschen uns eine Kirche, in der sich niemand für besser hält, als den Menschen neben sich.

Wir wünschen uns eine Kirche, die bunt, lebendig und liebenswert ist,

Wir wünschen uns eine Kirche, die alle Menschen WIRKLICH willkommen heißt!

 

 

Das Evangelium,

das gesprochene Wort Jesu,

ist unser lebendiges Brot.

 

Seine Taten, sein Leben, seine Haltung, 

sind unser lebendiges Brot.

 

Das Mahl,

Begegnung mit Gott,

Begegnung mit jedem Menschen neben mir,

ist unser lebendiges Brot.

 

Anja Neißner

 

Als lebendiges Zeichen

dieser Haltung unserer Gemeinschaft und zur Ehre Gottes

habt Ihr alle Eure Lieblings-Blüten geschickt

die in ihrer Gesamtheit so bunt sind, wie unsere besondere Gemeinschaft selbst auch.

Diese wunderbare, spontane Aktion

spiegelt ganz viel wider, sagt mehr als alle Worte,

ist unser Gebet …

 und unser ganz persönliches Morgenlob …

 

Amen.

 

Zum Abschluss dieses heutigen Impulses noch diese erfrischende, farbige,

„wahre Begebenheit“ –

damit unsere Gemeinschaft bunt bleibt!

 

Eine kleine Stadt im Osten Deutschlands. Sieht man genau hin, hat dieser kleine Ort nur eine Straße. Ein paar Seitenwege zweigen da schon von ihr ab. Die heißen dann Ernst-Thälmann-Straße oder Rosa-Luxemburg Weg, verlaufen sich aber alle schon nach wenigen Metern in Wiesen oder Feldern.

Es ist die Zeit, in der Bundeskanzler Helmut Kohl unseren Ostdeutschen Schwestern und Brüdern bunte und blühende Landschaften verspricht.

Grau in grau  reihen sich die bröseligen, vom Verfall bedrohten Häuser der Straße der Freundschaft, die auch gleichzeitig Geschäftsstraße ist, von einem irgendwoher  ins nächste irgendwohin.

Mal ist es ein Bäckerladen, dann eine Metzgerei oder eine Eisenwarenhandlung, die dieser Tristess eine Ahnung von Leben gibt.

Aus dem Abgasdunst eines, über die noch aus Kaisers Zeiten Kopfstein gepflasterte Straße, holpernden Trabis, kommt mir ein Mann, barfüßig, in einen schneeweißen Umhang gehüllt, der sich später als altgedientes Bettlaken heraus stellt, lachend entgegen.

Vor dem Schaufenster eines Friseursalons, an dessen Eingangstür noch der silberne Teller, das Zunftzeichen der Barbiere flattert, bleibt er vor mir stehen und meint ohne jede Umschweife: „ Die Leinwand habe ich schon geschenkt bekommen“ und lässt, wie zur Bestätigung seiner Worte, seinen Umhang im Wind der zugigen Straße flattern. „ Fehlt mir nur noch das Geld für die Farbe, ich will doch unsere Stadt etwas bunter machen“ meint mein barfüßiger Gesprächspartner und reibt lachend Daumen und Zeigefinger aneinander. „ Haben sie mal?“ Fragt er mich dann noch.

 Schon will ich kopfschüttelnd weiter gehen, da höre ich hinter der dünnen Schaufensterscheibe des Salons lautes Lachen. Eine Haarkünstlerin, mit einem Kamm in der einen und einer Schere in der anderen Hand, wedelt mit beiden Armen vor ihrem Kopf und zeigt mit einem noch freien Finger, den Vogel an ihre Schläfe. Eine, in die Jahre geratene Frau, mit, in Stanniol gewickelten Locken schaut neugierig aus einer resedafarbenen  Trockenhaube heraus, so, wie der Kauz aus seiner Baumhöhle, und wackelt wie zur Bestätigung mit ihrer silbernen Lockenpracht.

Offensichtlich halten die beiden diesen Mann für einen Trottel, warum? Weil er den Mut hat anders zu sein? Sind sie neidisch ? Neidisch, dass da einer ist, der auf seine Art glücklich ist? Warum gönnt man ihm nicht sein Glück? Dabei will er doch nur etwas Farbe in ihre triste Welt bringen.

Dann habe ich ihm die Farben gesponsert, mit der Auflage, sein Kunstwerk, denn ein Künstler war er ja ohne Zweifel, ansehen zu können.  Wir haben uns für den nächsten Tag Punkt 12 vor der Kirche verabredet.

Am anderen Tag. Die offenhörig nicht mehr ganz neue Turmglocke hat gerade den zwölften Schlag hinter sich gescheppert, da kommt er um die Kirchenecke, nicht gegangen, geschritten, ja schwebend, mir verschlägt es die Sprache. Was da auf mich zukommt ist wie ein bunter Geist, ist Farbe, ist Licht, ein lebendes Bunt aus Glück und Lebensfreude, Kunst. Die wenigen Menschen  auf dieser langweiligen und tristen Straße der Freundschaft, drehen sich nach ihm um, wollen ihn anfassen, lachen und sind auch glücklich. Ein bunter Vogel eben.

(von Wilfried Freischem)

 

 

My beautiful picture

Foto: Wilfried Freischem

 

 

Von Herzen DANKE für dieses Mitfeiern in Form von jeder bunten Blüte…

 

Der Gesang war von Laura und Sabine Marienfeld,

begleitet an der Orgel von Monika Bojanowski,

das Glockengeläut war das der Hubertuskapelle in Hönningen,

die „zauberhafte“ Blütenidee hatte Amrei Neißner

…  und die Blüten waren alle von Euch und werden bei jedem „Öffnen“ neu nach dem Zufallsprinzip angeordnet 🙂

 

 

Friede sei mit uns allen!

In jeder bunten Begegnung, im gemeinsamen Mahl, im lebendigen Brot!

Gott segne uns.

 

 

 

Hier geht es weiter

am kommenden Sonntag, ab 09.30 Uhr (und dann jederzeit) mit dem Morgenlob

von, mit und für lebendige Menschen

Die Jesus-Kerze wird dann von den Kindern des Kindergartens Wibbelstätz aus Hönningen in ihrem für uns gelegten, bunten Wald-Mandala entzündet werden.

Foto - Das Wald-Mandala ist fertig!

 

Bis dahin eine gute Zeit! Wir freuen uns auf Euch!

Für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Mai-Fest mit Maria

HANDELN NACH SEINEM WORT

(angelehnt an einen Vorschlag der kfd, von Angelika Brunner)

 

 

Wir begrüßen alle ganz herzlich zu diesem kleinen Mai-Fest, das von einem historischen Ensemble in einer wunderschönen Version mit einem Adventslied angestimmt wurde.

Aber keine Sorge:

„Maria durch ein Dornwald ging“ ist ursprünglich ein Wallfahrtslied

aus dem 19. Jahrhundert, das in besonderer Weise die untrennbare Einheit von Mutter und Kind, von Jesus und Maria, besingt. Das göttliche Kind wirkt hier mit und durch seine Mutter: Studien haben gezeigt, dass gerade

die Bindung zwischen Mutter und Sohn besonders eng ist.

Auch Jesus ist nicht ohne Mutter zu verstehen.

 

Foto - Mutter-Sohn AU2

Familie Ulrich

Heute wollen wir dieser besonderen Mutter-Sohn-Beziehung gedenken.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Bild - Maria mit Kind von der Künstlerin Nina Koch

„Maria mit Kind“ Künstlerin: Nina Koch

 

Meistens wird Maria zusammen mit dem Jesuskind dargestellt, dabei häufig in einer zärtlichen Mutter-Kind-Beziehung. Ein Beispiel dafür ist die Skulptur „Maria mit Kind“ der Künstlerin Nina Koch (oben).

Die Figur steht im Eingangsbereich des Marien-Hospitals in Düsseldorf.

Maria trägt ein schlichtes Gewand, um ihre Schultern liegt eine Stola. Eine spitz zulaufende Perlenkette schmückt ihren Kopf. Sie steht auf einer angedeuteten Kugel, die die Welt symbolisieren soll. Auf der Kugel lassen sich Rosenblätter und Rosenblüten erkennen. In ihren Armen hält Maria das Jesuskind, Mutter und Kind schauen sich an.

Durch die umfangende Haltung wirken die beiden innig aufeinander bezogen. Von der Darstellung geht Ruhe, Konzentration und etwas sehr Liebevolles aus. Mutter und Kind wenden sich einander zu, und zugleich ist es die Zuneigung Gottes zu den Menschen (nach: Markus Groß-Morgen)

 

„Maria ist derjenige Mensch, der wie kein anderer ihren Sohn kennt. Sie ist berufen, Mutter der Menschen zu sein.“

(Thérèse von Lisieux)

 

Foto - Anni schläft 2

Foto: Familie „Kutsch“

 

 

Das folgende Lied ist eigentlich ein „Freundinnen-Lied“ – aber könnte es nicht auch ein „Kind-Mutter-Lied“ sein?

 

 

 

EVANGELIUM

(zum Lesen bitte den folgenden Link anklicken)

Die Hochzeit in Kana als Zeichen

 

Dialog zwischen Rebekka und Sara, zwei Hochzeitsgästen

(bitte die folgende Audio-Datei starten)

 

 

 

 

„Was er euch sagt, das tut“

 

„Was er euch sagt, das tut“ – diese Aufforderung gehört zu den wenigen Worten aus dem Mund der Gottesmutter.

Sich ausrichten nach Jesu Wort

und glauben, dass etwas von ihm her geschehen und wachsen kann

– das ist ihre klare Weisung zu einem Leben in Fülle…

 

… dann kann in unserem Leben und um uns herum etwas

Lebendiges, Neues entstehen und wachsen…

Foto - Strauß 1 AU

Foto: Annemie Ulrich

 

 

… dann kann frisches Grün, ein neues Hoffnungszeichen in unserem Leben aufbrechen.

 

Foto - Strauß 2 AU

Foto: Annemie Ulrich

 

… dann können die Dornen Rosen tragen …

 

Foto - Strauß 5 AU

…dann kann es passieren, dass wir achtsamer und dankbarer für die vielen kleinen, oft unscheinbaren Kostbarkeiten um uns herum werden …

 

Foto - Strauß 4 AU

Foto: Annemie Ulrich

 

Wenn wir unser Herz öffnen, wird unser Leben heller …

Foto - Strauß 8 AU

Foto: Annemie Ulrich

 

… und die Liebe Gottes wird auch, wenn die Krüge in unserem Leben einmal leer sind,

 

Foto - Strauß 7 AU

Fotos: Annemie Ulrich

 

… umso heller aus uns herausstrahlen ..

 

 

 

Man kann zu Maria stehen wie man will,

aber vertrauen, ohne zu verstehen,

vertrauen, ohne zu wissen, was das Leben gerade von mir will,

vertrauend das eigene Leben auf den Kopf stellen lassen,

ihm entgegenlaufen, mit dem Vertrauen eines Kindes,

das seiner Mutter, das seinem Vater entgegenläuft,

in der Ahnung, dass Vieles nicht einfacher werden wird,

ist das nicht ein unglaubliches Glaubens-Vorbild?

(Anja Neißner)

 

Gemälde KindLebensfreude

Gemälde: Stefan Neißner, Öl auf LW, 160 x 90 cm

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Wie schön, dass Ihr dieses kleine Mai-Fest mitgefeiert habt!!

 

Hier geht es übermorgen,

Sonntag, den 17.05.2020, ab 09.30 Uhr 

mit dem Morgenlob und Sonntags-Ge-danken von Pfarrer Jan Opiéla

Wir freuen uns auf Euch!

 

Für das Team des Kirchencafés Heckenbach

Eure Anja Neißner

Ermland trifft Eifel – bemühte AUFERSTEHUNG (Ostermontag)

 

 

 

31-05-2010 16_21_21 - Kopie

Bemühte AUFERSTEHUNG …

… nach der Flucht an einem neuen Ort

 

Heute vor 70 Jahren genau – am 13. April 1950, kamen die ersten Ermländer (auch) nach Heckenbach.

Was sind denn Ermländer?

Menschen, die aus Ihrer Heimat in Ostpreußen, dem heutigen Polen, gegen Ende des Krieges vertrieben worden waren und die hier in der Eifel eine neue Bleibe, für die meisten wohl auch Heimat, gefunden haben. In unserem Falle Landwirte aus dem Ermland.

Das, was die Menschen erlebt haben, war die Hölle. Die Flucht, alles was man besaß, zu verlieren, teils Familienmitglieder zu verlieren, alles … Das Aufeinandertreffen mit den Menschen hier, mit den Einheimischen war – wie man sich denken kann – auch nicht immer einfach.

Bei allem Entsetzen darüber, bei aller Fassungslosigkeit über die Folgen eines brutalen Krieges, haben wir es uns –  und das nicht nur im Zusammenhang mit diesem Gedenktag –  hier auf dieser Plattform zur Aufgabe gemacht, Schönes in den Vordergrund zu stellen… auch zu diesem Thema. Es wird – und das ist wichtig und gut so – immer wieder informativ über das Thema berichtet! Hier ist es heute ein klein wenig anders.

Hier entsteht kein umfangreicher Beitrag, das ist schwer zu leisten….

… aber eine Gemeinde, die so geprägt ist wie unsere, von diesen Umständen, sollte zumindest

an einem solchen Tag im Kleinen daran denken.

Warum sich nicht auch einmal einige Menschlichkeiten in Erinnerung rufen

– ohne damit etwas beschönigen zu wollen…

Wir möchten Zwischenmenschliches, Fotos von Menschen für sich sprechen lassen…

den

M E N S C H

in den Mittelpunkt stellen.

 

Wie friedlich ist es uns doch heute vergönnt, zu leben. Wir müssen sehr dankbar sein.

 

Und wir würden alle nicht in dieser Konstellation zusammenleben,

Eifeler, Ermländer und weitere Zugezogene und Gäste,

wenn es damals nicht so gekommen wäre, wie es gekommen ist.

 

KC 190519 MV stehend

Hier am Beispiel unseres „Musikvereins Niederheckenbach“ mit seinen vielen jungen Gesichtern – mit Wurzeln von überall her…

 

Ich (Anja Neißner) habe mir bei einem Spaziergang so ein paar Gedanken gemacht…

 

 

ANKUNFT

 

Bahngleise kurz vor der Ankunft

 

Das Leben führt uns immer wieder auf unerwartete Wege…

 

Ankunft in Brück April 1950

 

Endlich angekommen, große Sorge, aber auch ein Funke Hoffnung  …

 

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LÄCHELN

 

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… erstes Lächeln wird gewagt …

 

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Ankunft Hoch Acht

 

ZUSAMMENHALT

Hier in der Eifel musste das Land erst einmal zur Landwirtschaft nutzbar gemacht werden. In einem Buch von Franz-Josef Herrmann über „Das Ermländische Bauernvolk“ heißt es dazu:

„Hatten bereits die vergangenen, schweren Jahre der Entbehrung und des Hungerns uns schon arg mitgespielt, so zehrte die außergewöhnlich schwere Arbeit weiter an unseren Kräften. (…) Nur durch ganz festes Zusammenhalten und durch gegenseitige Hilfe wurde diese Zeit überwunden. Die Hoffnung, bald wieder Bauer auf eigener Scholle zu sein, ließ uns nicht erlahmen.

 

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DANK

Ebenfalls schrieb Franz-Josef Herrmann:

„In jener Zeit kam den Siedlern eine unerwartete Spende von ca. 70 Jersey-Kühen und 2 Bullen aus Amerika (…) Christliche Vereinigungen hatten dort von der Not des vertriebenen Landvolkes gehört, und Farmer, die selbst nur 3-4 Kühe besaßen, stifteten eine Kuh, um den Flüchtlingssiedlern den Anfang zu erleichtern. Wirklich eine hochherzige Tat echter christlicher Nächstenliebe, derer die Siedler in Dankbarkeit immer gedenken.“

(Anmerkung: sämtliche Fotos gehören nicht unbedingt genau zu den Texten!)

 

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Die (…) Ermlandsiedlung Ahrbrück erhielt auch einen ermländischen Geistlichen als Pfarrer. Er bezog zunächst eine Nebenerwerbssiedlung in Cassel. wo er neben Federvieh auch sein „Kuhchen“ hielt, das er durch eine amerikansiche Färsenspende erhalten hatte.“ (Anmerkung: eine Färse ist ein Rind)

Dannowski

Pfarrer Dannowski und sein „Kuhchen“

 

GEMEINSCHAFT

Zweimal im Jahr (…) kommen alle Siedler und ihre Familien im neu erbauten „Ostpreußenkrug“ in Niederheckenbach zusammen, wo sie nach dem gemeinsamen Gottesdienst (…) bei Kaffee und Kuchen, einem Tänzchen und Theateraufführung den Nachmittag verbringen. Hier werden Erfahrungen ausgetauscht und in der neuen Heimat der alten gedacht (…)“

War das die Wiege unseres heutigen Kirchencafés? (Foto unten)

1

Foto: Team Kirchencafé

MUSIKKLÄNGE

Laura (15) , deren Großeltern väterlicherseits aus dem Ermland hier in die Eifel gekommen sind, singt ein Lied, das von dort mit hierher gebracht worden ist:

„Land der dunklen Wälder“

 

Bei der Gelegenheit erinnerte man sich auch noch einmal amüsiert an den Moment, als die neuen Siedler bei ihrer Ankunft von der Winzergemeinschaft Ahr pro Familie Weiß- und Rotwein geschenkt bekamen. Alle waren ganz aufgeregt: Wein, wann gab es schon mal Wein?, das musste was besonderes sein, wie alle erzählten. Der Wein muss dann aber so ungewohnt sauer/trocken gewesen sein, dass ihn keiner trinken konnte.

 

Alltagsleben

Familienleben im einfachen, neuen Zuhause …

 

„(…) plötzlich kam Frau Sch., eine Eifelerin, zu meiner Mutter, einer Ermländerin, und fragte nach einer Karst (= Feldhacke):

„Künnt ihr mir mol ´ne Kaasch ussleie?“

(Hochdeutsch: Können Sie mir mal eine Karst ausleihen?)

Meine Mutter verschwindet und kommt mit einer Kerze zurück.

„Nee, nee, `ne Kaasch!“, sagte Frau Sch.

 

Gar nicht so einfach, wenn Dialekte aufeinander treffen…

 

… und draußen

 

 

KINDER

Bild 4

3 Schwestern aus Beilstein vor der gerade neu gebauten Dorfstraße und der frisch gepflanzten Hecke

Eine der Schwestern erzählt:

 

Familie Austen – Beilstein (2) von Marlise Roseboom

 

Foto - Sommer 1952 in Beilstein Erwin Salditt, Brigitta und Sabine Austen

Foto – Sommer 1952 in Beilstein Erwin Salditt, Brigitta und Sabine Austen

 

Bild 3

Freunde

 

Bild 8

Erwin mit seiner Lieblingskatze in Beilstein

Er scheint auch ihr Lieblingserwin zu sein …

 

KIRCHLICHES LEBEN

Es wurde auch u.a. eine Kapelle (nicht nur) in Beilstein gebaut. Auf den unten stehenden Fotos wird sie gesegnet und eine Messe findet statt:

Bild 5

 

NETTE GESTEN

Noch heute wird die Glocke täglich liebevoll von Familie Salditt/Hiller von Hand geläutet.

 

…und dazu gibt es noch eine Geschichte:

 

DIE NEUE UHR ODER DER GLÖCKNER VON BEILSTEIN

In einer Szene des Mehrteilers „Soweit die Füße tragen“ des noch jungen Fernsehens 1959 übergibt der Arzt eines sibirischen Gefangenenlagers seinem zur Flucht bereiten Mitgefangenen Clemens Forell eine Armbanduhr, deren Gehäuse zweiteilig ist. Klappt man den oberen Uhrenteil hoch, ist im unteren ein Kompass eingelassen.

Eine Uhr, die einem nicht nur anzeigen kann, was die Stunde geschlagen hat, sie gibt einem auch Orientierung in alle Himmelsrichtungen. Ein Zeitwerk, von dem ich so fasziniert war, dass ich mir über viele Jahre eine solche wünschte.

Es sind dann doch noch einige Jahrzehnte ins Land gegangen, bis ich mir ein solches Wunderwerk der Uhrmacherkunst geleistet habe. Nachtleuchtend, waterproof und im unteren Gehäuseteil der Kompass, ebenfalls nachtleuchtend.

Von der Ganggenauigkeit hatte ich mich schnell überzeugt, beim „Waterproof-Test“ war mir mal der Staffeler Bach, mal der Heckenbach behilflich, fehlte nur noch der Kompasstest. An einem sonnigen und Weitsicht versprechenden Sommertag klettere ich hoch in Beilsteins Wacholderheide. Oben angekommen, faltete ich meine Wanderkarte auf, norde sie mit meinem Uhrenkompass ein, suche auf der Karte meinen Standpunkt und den des Steinerbergs. Wie soll ich mein Glück beschreiben, bei der Peilung über die gedachte Linie, sehe ich im Fernen den Giebel des Steinerberg-Hauses sonnenhell leuchten.

Welt, du stehst mir offen. Großes Abenteuer und all das nur mit meiner neuen Armbanduhr am linken Handgelenk. Alles Entdecken aber doch zu seiner Zeit, gemach, gemach, zuerst will ich dann doch noch den Heimweg unter die Sohlen nehmen und da gehe ich über den Weg nach Beilstein, auch das ist ja schon ein kleines Abenteuer.

Noch habe ich nicht das erste Haus erreicht, läutet mir die Glocke der kleinen Kapelle entgegen. Eigentlich ja kein richtiges Läuten, eher ein Bimmeln und die Glocke auch eher eine Bimmel.

(jetzt das folgende Video starten, dann wird der Rest der Geschichte lebendig …)

 

Zwölf Uhr, High Noon. Wie doch die Zeit vergeht. Da mag schon etwas dran sein, wenn einer sagt, im Alter läuft die Zeit schneller. Aber wie das so auf der ganzen Welt Brauch ist, um 12 Uhr wird geläutet oder gebimmelt, so will es eben der Brauch.

Wie zufällig schaue ich auf meine Uhr, die Nachtleuchtende, wasserdichte und mit eingebautem Kompass, dieses Meisterwerk der Uhrmacherkunst zeigt mir 10 vor 12 an. Da hilft kein Rütteln und Glasklopfen, sie bleibt auf 10 vor 12, Elfuhrfünfzig.

Da träumt einer Jahrzehnte von einem präzisen Zeitwerk mit Kompass und dann wird dieser Traum zum Albtraum. Beilstein ist schon schlimm genug, man stelle sich mal vor, ich wäre da in Südamerikas Dschungel unterwegs, nicht auszudenken und was so einer Uhr recht ist, wird dem Kompass billig sein. Die Uhr ist kaputt.

Niedergeschlagen erreiche ich die kleine Kapelle, in deren Portal der Glöckner auf einem Stuhl sitzt und mit Andacht und Manneskraft die Bimmel im kleinen Türmchen zum Salto Mortale überreden will. Freundlich grüßt er zu mir rüber …

 

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Foto: Wilfried Freischem

 

… und lässt so nach und nach das kleine Glöckchen verklingen, bindet das Seil ordentlich an die Wand, schließt die Tür und kommt auf ein Schwätzchen zu mir. Dann das übliche, wohin, woher und ich höre aus seinen Tiefen die ostpreußischen Wurzeln. Dann schaut er auf seine Uhr und meint: „Au, schon fünf vor Zwölfe, um Punkt Zwölf steht bei uns das Essen auf dem Tisch und deshalb läut ich schon um Zehn vor Zwölfe, heute gibt es Königsberger Klopse, mein Leibgericht, die will ich nicht kalt werden lassen“, dreht sich um und geht seiner Wege.

Ja, so sind sie, die Ostpreußen, egal was die Welt macht, die machen das anders. Und heimlich streichle ich sanft über das Glas meiner Uhr, die Gute, die Nachtleuchtende mit dem Kompass, die ich keine fünf Minuten vorher noch ordentlich verdroschen hatte.

Auch diese schöne Begegnung ist jetzt schon wieder einige Jahre her. Das Leben geht weiter, oder auch nicht.

Es ist noch nicht lange her, da suchte der liebe Gott einen Glöckner, auf den er sich verlassen kann. Einer, der den himmlischen Heerscharen früh genug läutet, was die Stunde geschlagen hat. Da kamen dann nur die Besten in die engere Wahl. Und Siegfried, der Beilsteiner Glöckner, hat den Job da oben bekommen…

Text und Copyright: Wilfried Freischem

 

WERTSCHÄTZUNG

Einen Brauch haben die Ermländer mit hierher gebracht und er wird bis heute liebevoll von uns allen gepflegt!

Die Überreichung der Erntekrone:

31-05-2010 16_17_29 - Kopie

 

Von vielen Händen aus unserer ganzen Gemeinde wird diese Erntekrone jedes Jahr gebunden und – jetzt kommt das Schöne – an jemanden aus unserer Gemeinde überreicht, dem wir für ehrenamtliches Engagement DANKE sagen möchten.

Diese Erntekrone ist ein Symbol für Wertschätzung und Dank!

Bis heute tanzen junge Menschen aus der Gemeinde, und teils deren Freunde, den traditionellen Bändertanz um diese Krone herum und überreichen sie dann im Anschluss der entsprechenden Person, die vorher aus Vorschlägen aus der Gemeinde ausgewählt wurde.

 

 

TRADITION

Wie schön, dass wir diese Tradition beibehalten! Sie ist wunderbar!

BändertänzerKirche09

Die Heckenbacher Jugend mit der Erntekrone

 

Abschließen möchten wir diese kleine Erinnerung an die Zusammenführung verschiedenster Menschen und Bräuche, an diese

„…bemühte AUFERSTEHUNG“,

mit einem Lied, das uns allen lieb geworden ist, das aus dem Ermland mitgebracht worden ist und das wir bei vielen Festlichkeiten und bei nahezu allen Beerdigungen singen.

Es ist das

„Näher mein Gott zu dir“,

das Sabine Marienfeld hier für uns singt:

(Es ist stimmungsvoll, das folgende Video zu starten und dabei dann den Rest des Beitrages zu schauen)

 

Schön, dass wir hier alle zusammen leben,

lasst uns nie vergessen, wie wichtig es ist, dass wir

FRIEDEN

in die Welt tragen.

 

Kerze alt jung

Foto: Gordon Hiller

 

Ein großes Dankeschön an alle, die etwas zu dieser „Erinnerung“ beigetragen haben.

Es soll eine

ERINNERUNG

sein,

die die Vergangenheit und die Gegenwart ein wenig ineinander fließen lassen.

 

Es grüßt Euch alle ganz herzlich, auch von unserem Ortsbürgermeister Heinrich Groß,

für das Team des Kirchencafés Heckenbach

Eure Anja Neißner

 

AUFERSTEHUNG

 

Hoffungswort AN

 

GUTER GOTT, SEGNE UNS ALLE

 

Foto Löwenzahn AN

Foto: Anja Neißner

 

 

 

P.S. Wer sich noch etwas näher mit der Geschichte befassen möchte, findet unter dem nachstehenden Link des – wenn auch nicht mehr aktiven Vereins „Ermlandgemeinschaft Heckenbach“ – noch einige Informationen.

Dort findet Ihr gegebenenfalls auch die Liedtexte der beiden Ermland-Lieder (2.+3. Lied)

http://www.ermlandgemeinschaft-heckenbach.de/index.html

Ein herzlicher Dank auch an alle, die uns die Fotos zur Verfügung gestellt haben!

Freitag, 03.04.2020 KREUZWEG

Orgel: Monika Bojanowski, Klarinette: Laura Marienfeld

 

Liebe Freunde des Kirchencafés Heckenbach,

wir freuen uns, dass Ihr heute unsere Seite besucht, um unseren virtuellen Kreuzweg mit uns zu beten.

Wir laden dazu ein, Euch in Eurem eigenen Tempo durch die Audio-Stationen zu klicken und Euch gemeinsam mit uns zu besinnen. Einen entscheidenden Vorteil hat es, dass der Kreuzweg heute digital stattfinden muss: Es besteht die Möglichkeit, „Pause“ zu drücken, zurückzuspulen und zu einzelnen Stationen zurückzukehren – ganz, wie jede(r) einzelne es möchte und wenn Ihr mehr Zeit zwischen den Texten braucht.

In jeder Station erfolgt der gleiche Ablauf:

kurze Lesung – Gedanken – Gebet – Liedruf

Wer gerne mit- oder nachlesen möchte, findet den Text zur Andacht hier:

Kreuzwegandacht der kfd

 

Begrüßung

 

 

1. Station

 

 

2. Station

 

 

3. Station

 

 

4. Station

 

 

5. Station

 

 

6. Station

 

 

7. Station

 

Gemälde Stefan Neißner

Stefan Neißner, Öl auf Leinwand, 130 x 80 cm

 

Mitwirkende:
Gesang: Sabine Marienfeld
Orgel: Laura Marienfeld
Fotos: Annemie Ulrich
Beide Gemälde: Stefan Neißner
Sprecherinnen: Miriam und Anja Neißner

Quellen:
Text: Aurelia Spendel OP; KFD Bundesverband
Komponist: Willibald Bezler, 2009
Bibeltexte: Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart Alle Rechte vorbehalten

 

Februar 2020: Erste Goldhochzeit im Kirchencafé

Goldhochzeit Herz

Die Menschen hören mit Begeisterung das Evangelium, das in das alltägliche Leben buchstabiert wird und fühlen sich eingeladen, angenommen, dazugehörig. Das ist Kirchencafé.

Dieses Gefühl war es wohl auch, das Helga und Helmut Surges aus Hönningen dazu bewog, ihre Goldhochzeit mit diesem Morgenlob feierlich, lebensnah und herzlich im Kirchencafé begehen zu wollen. Das ganze Team hatte alles liebevoll vorbereitet. Der Ortsbürgermeister von Hönningen, Jürgen Schwarzmann, und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Hönningen, Annemie Ulrich, waren da, um mitzufeiern und ihre Glückwünsche zu überbringen. Und Tochter Sabine Marienfeld und Enkeltochter Laura sorgten mit Gesang und Klarinette mit den beiden Organisten Monika Bojanowski und Jos van Son zusätzlich für berührende Momente vor Gott und in der Gemeinschaft, die wohl nicht nur das Jubelpaar, sondern auch alle Mitfeiernden in der voll besetzten Kirche nicht so schnell vergessen werden.

Die Rührung über dieses gemeinsame Feiern, über diese gegenseitige Wertschätzung,  war allen anzumerken.

Foto Goldhochzeit

Helga und Helmut Surges

Kirchencafé-Spezial: Weihnachtslieder – Singen

Es war eine spontane Idee „Wir könnten doch einmal alle zwischen den Jahren gemeinsam Weihnachtslieder singen“. Plötzlich war sie da.

Aus dieser Idee wurde schließlich mehr. Die Organistin Monika Bojanowski war auf Nachfrage sofort bereit, den Gesang mit der Orgel zu begleiten und kurz vor der Premiere ergab es sich, dass sich auch noch ein kleines Orchester von Wochenendlern aus Beilstein, die Familie Nowicki,  bereiterklärte, den Gesang mit Flöte, Klarinette, Geigen, Bratsche und Cello zu begleiten.

Wir wussten nicht, ob unsere Idee angenommen werden würde. Aber als wir um 10.30 Uhr begannen, war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt, 120 mitfeiernde, mitsingende, mitbetende, fröhliche und durchaus stimmgewaltige Menschen waren da und blieben auch noch im Anschluss zu Gesprächen, Kaffee und den weiteren Darbietungen der Musiker bis zum Mittag im Kirchencafé.

Gordon Hiller hat wieder mit wunderschönen Fotos dafür gesorgt, dass wir in Erinnerungen schwelgen können:

Singen Leute Krippe

Singen 2912 1

Singen Musiker 2 Geigen

Singen Flöte und Klarinette

Singen Musiker Krippe Leute

Sobald das Orchester ein Lied beendet hatte, meinte der kleine 2-jährige Rafael „Weiter!“, und das wünschten sich eigentlich auch alle anderen.

Singen Querflöte

Singen Hanni und Nanni

Diese beiden Sängerinnen stellten sich mit „Hanni und Nanni“ vor

 

Singen Musiker Krippe

oben: Die sympathische Familie Nowicki/Nagel/Bayer/Restle musizierte auf hohem Niveau

Alles fühlte sich an diesem Vormittag so an, als sollten wir „diese plötzliche Idee“ im nächsten Jahr wiederholen…