Januar 2020: Dieser ist der Sohn Gottes!

 

Das Kirchencafé-Jahr 2020 eröffnete Vito Bergs mit seiner Musik.

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Vito Bergs                                    Foto: Wilfried Freischem

„Dieser ist der Sohn Gottes.“, hörten wir heute im Evangelium von Johannes, nachdem uns Torben (14) und Paula (7) mit der Kinderbibel bis zu der Stelle am Fluss Jordan führten, wo dieses Evangelium dann begann.

Johannes verweist die Menschen, und damit auch uns, auf Jesus. Diesen Jesus hat Gott uns geschickt, um unsere Sehnsucht zu beantworten. Auf Jesus ruht unsere Hoffnung, dass er uns mit Gott versöhnt, mit unseren Mitmenschen und mit uns selbst.

Niemand hätte an diesem Tag diese Sehnsucht besser ganz unten aus uns heraustransportieren können, als Vito das mit seiner Querflöte getan hat. Sehnsucht pur.

Abschließend sangen wir für unseren Organisten Jos van Son und unsere Küsterin Melanie Welter noch fröhliche, zweistimmige Geburtstagslieder und freuten uns dann über Kaffee, Kuchen und heute natürlich auch noch Sekt – Geburtstag, Sonntag, Kirchencafé.

Dezember 2019: „Seite an Saite“ mit Gott

3. Advent 2019 im Kirchencafé

(nachfolgende Fotos: Gordon Hiller)

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Foto oben: Paula entzündete konzentriert und mit Freude drei Kerzen am Adventskranz

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oben: Ida liest zu jeder Kerze einen kurzen Gedanken vor.

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Advent – Zeit des Vorlesens: Somit zogen sich drei Geschichten, eine davon war das Evangelium, durch den Gottesdienst. Oben sehen wir Michael Wißner beim Vorlesen der ersten Geschichte.

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Conny Theisen, Sängerin des Duos „Seite an Saite“, verzauberte regelrecht alle Mitfeiernden mit ihrer Stimme und ihrer sympathischen Art, die allen das Gefühl gab, dass sie für jeden Anwesenden persönlich singt.

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oben: Conny Theisen und Björn Klöckner von „Seite an Saite“

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Und dann legten alle – wie alljährlich im Advent –  ihre Sorgen und Nöte in Form von Stroh in die Krippe, in der Hoffnung, dass Jesus an Weihnachten darauf gebettet, sich dieser Sorgen annimmt.

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Die Musik wird wohl noch einige Zeit in den Herzen der Mitfeiernden bleiben. So feierten alle „Seite an Saite“ mit Gott diesen ganz besonderen Gottesdienst.

 

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von links nach rechts: Conny Theisen, Björn Klöckner (von Seite an Saite

www.hochzeitsmusik-vulkaneifel.de, , Anja Neißner, vorne: Ida Hiller

November 2019: Jagdhornbläser Rheinbach zu Besuch

Sonntag, 17.11.2019  Alle aus der Gemeinde fühlten sich wieder verantwortlich: Zu Beginn bliesen deshalb erst einmal bei der Kranzniederlegung des Bürgermeisters Heinrich Groß und der Freiwilligen Feuerwehr am Ehrenmal zum Gedenken der Opfer der beiden Weltkriege und Terrors, Matthias Hupperich und Anke Schreiber aus „unserem“ Musikverein Niederheckenbach:

Matthias und Anke

oben: Matthias Hupperich und Anke Schreiber

Dann waren die Jagdhornbläser Rheinbach an der Reihe, wie es um diese Zeit schon Tradition ist in Heckenbach, um das Kirchencafé feierlich mit zu gestalten.

Und auch bei diesem Besuch im Kirchencafé gab es wieder eine Besonderheit:

Nicht nur die Zahl der Mitfeiernden wächst stetig, sondern auch die Zahl der Musiker. In diesem Jahr kamen trotz der Anfahrt und des relativ frühen Beginns um 9.30 Uhr sage und schreibe 25 (!) Bläser und freuten sich offensichtlich ebenso über die gemeinsame Form, Gott zu loben, wie die Gottesdienstbesucher selbst auch.

Melanie und Nina Welter hatten den Altarraum prächtig geschmückt, Familie Knebel hatte präparierte Tiere zur Verfügung gestellt und alles sah wunderschön aus – schlicht aber wirkungsvoll.

Und auch für den Ausklang war alles durch das große Team des Kirchencafés ehrenamtlich und mit viel Liebe vorbereitet worden. Es gab Kaffee, Gebäck und heiße Würstchen im Brötchen und alle blieben noch bis zum Mittag im hinteren Teil der Kirche und freuten sich über das alljährliche Aufeinandertreffen. Und wo passt die Musik der Jagdhornbläser besser hin, als in unsere „Hochburg des Rotwilds“, in diese wildreiche Gegend?

Rotwild

Foto: Nina Welter (aufgenommen 2017 in Heckenbach-Beilstein)

Die nachfolgenden wunderschönen und mit Liebe zum Detail aufgenommenen Fotos beim Kirchencafé am Sonntag, den 17.11.2019 von Gordon Hiller sprechen dann einfach für sich:

 

KC 171119 Jaghornbläser

 

 

Frischlinge

 

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Das Hirschgeweih mit dem Kreuz, das der Heilige Hubertus der Legende nach gesehen hat und anschließend beschloss, sein Leben zu ändern. Vorne ist die „Jesus-Kerze“ zu sehen.

Jesus-Kerze

Passmann

oben: Dirigent Hans-Peter „Passi“ Passmann

Zimmermann

oben: Herbert Zimmermann (der für das ganze Team des Kirchencafés Vasen aus Weinstöcken fertigte – einfach so…)

Jos

oben: Unser Organist Jos van Son spielte in diesem Jahr erstmals drei Stücke mit den Jagdhornbläsern zusammen

Birgit und Marion

oben: Birgit Hiller und Marion Marienfeld beim lebendigen Vortrag des (nicht einfachen) Evangelium des Tages

Ein ganz besonderer Moment war der, als Dirigent Hans-Peter Passmann das an der Jesus-Kerze entzündete Friedenslicht an diesem Volkstrauertag an die Kinder weitergab, die es dann an die Mitfeiernden verteilten. Immer wieder hörte man nach dem Gottesdienst: „Ich hatte Tränen in den Augen….“

Ida Kerze

oben: Kerzenkind Ida

Paula Kerze

oben: Kerzenkind Paula

Kerze alt jung

Es ist wichtig, dass der Frieden weitergegeben wird – von alt an jung – von jung an alt…

Vater unser

oben und unten: Alle hatten ihr Friedenslicht in der Hand oder vor sich stehen, als das „Vater unser“ gemeinsam gebetet und das Lied „Shalom“ im Anschluss daran gesungen wurde.

Kerze Frieden

Das abschließende Friedensgebet, das Karin Hupperich vortrug, bildete den Abschluss des kontemplativen Teils:

Karin

Und wenn man so weit zur Seele durchgedrungen ist und einen Vergleich zwischen Kerzendocht und Seele gezogen hat, macht sich immer wieder auch Hunger bemerkbar und dann ist es schön, wenn ein gut gelauntes Team bereits etwas vorbereitet hat:

Würstchen-Team

oben von links nach rechts: Birgit Hiller, Melanie Welter, Marion Marienfeld, rechts am Bildrand: Nina Welter

Birgit und Melanie

Hungrige

Schön war es wieder – dank aller, die da waren!

 

 

 

 

Oktober 2019: 3 Jahre KC für Leib und Seele

Wald

 

Ein verhangener Himmel, ergiebiger Regen. So war das Wetter heute morgen. November im Oktober. Trotzdem ist kaum jemand deshalb zuhause geblieben.

Als das Morgenlob des Kirchencafés um 9.30 Uhr begann, war die Kirche voll besetzt, obwohl nicht vielen bewusst war, dass heute das Kirchencafé seit 3 Jahren gemeinsam Gottesdienst für Leib und Seele feiert.

Kerzenkind Ida hatte an diesem Morgen viele Kerzen anzuzünden. Nachdem sie zuerst die Jesus-Kerze angezündet hatte, ging es weiter: 1 Kerze für eine Verstorbene, 2 Kerzen für Neugeborene, 1 Kerze des Dankes für von Klara neu getöpferte Krüge und 1 zum Jubiläum des KCs.

Aufgrund des heutigen Evangeliums stellte sich die Frage, wie kann ich beständig beten?

Wir versuchten es mit SCHWEIGEN UND HÖREN. Ohne Druck setzten wir uns in die Nähe Gottes.

Schön wäre, wenn es uns ab und zu auch zu Hause gelänge.

SCHWEIGE UND HÖRE, NEIGE DEINES HERZENS OHR, SUCHE DEN FRIEDEN.

Albert Schweitzer sagte einmal: „Beten verändert die Welt nicht, aber Beten verändert Menschen und Menschen verändern die Welt.“

 

 

 

 

 

 

 

September 2019: Rückkehr des verlorenen Sohnes

Rembrandts Gemälde „Rückkehr des verlorenen Sohnes“ war Anregung genug, sich selbst einmal in die beiden Brüder, aber auch in den Vater, zu versetzen.

Das Kirchencafé war wieder ein großes Glaubensfest – untermalt von der großartigen Musikdarbietung der drei Musikerinnen Sabine Marienfeld (Gesang), Laura Marienfeld (Gesang, Klarinette) und Monika Bojanowski (Orgel).

Jos van Son übernahm dann wieder zum gemeinsamen Kaffeetrinken und zu intensiven Gesprächen über Gott und die Welt die Orgel und spielte „seine“ Caféhaus-Musik.

Ja, es war eine Einladung, der 125 Gläubige gefolgt waren und die das Kirchencafé ein weiteres Mal zu einem Herzensfest machten.

KC 150919KC 150919 EindruckAnja Neißner

Musiker 150919

Monika Bojanowski, Sabine Marienfeld, Laura Marienfeld

Geburtstag 150919

Sabine Marienfeld feierte gleichzeitig mit dem Kirchencafé ihren (vermutlich 29.) Geburtstag

 

 

Eindrücke hierzu von Wilfried Freischem:

 

Liederzauber im Heckenbacher Kirchencafé

Es schwinden jedes Kummers Falten solang des Liedes Zauber walten.

Ein Schiller Zitat, das durchaus auf die frohe Stimmung am vergangenen Sonntag den 15. September in Heckenbachs Kirchencafe zutrifft.

Weit über hundert Besucher ließen an diesem sonnigen Morgen die Sitzplätze knapp werden. Offensichtlich hat es sich doch herum gesprochen, dass dieses quirlige Team von engagierten Landfrauen alle vier Wochen einen Gottesdienst inszeniert, der alle Erwartungen an eine Andacht zum Anfang einer jungen Woche von Mal zu Mal übersteigt. Ja selbst Priester, die zu den Gottesdienstbesuchern zählten, äußerten ihre Begeisterung.

Es ist nicht einfach für mich, die Gesangsdarbietungen von Sabine und Tochter Laura Marienfeld unter Mitwirkung von Organistin Monika Bojanowski zu beschreiben. Wenn aber während der musikalischen Darbietungen bei mir der Wunsch aufkommt, ach wären doch meine Freunde hier und kämen auch in den Genuss dieser Stimmen, diesen Orgelklängen, Klänge die mal wie Schmetterlinge schwirren und dann wieder wie bunte Vögel durch den Kirchenraum flattern. Aber, nicht ich alleine habe wohl so empfunden. Wie sich am nicht enden wollenden, minutenlangem Applaus  zeigte.

Rembrands Gemälde > Heimkehr des verlorenen Sohnes < auf eine Leinwand im Chorraum projeziert, begleitete eindrucksvoll das entsprechende Evangelium. Frau Neißner wäre keine Frau Neißner, wenn sie nicht auch eine recht positive und Hoffnung gebende Deutung zu diesem Evangelium hätte.

Da ist der verlorene Sohn. Der Mensch. Mit all seinen Verfehlungen, mit seinen Schwächen, seinen Exzessen, in seiner Verzweiflung und Not findet er dann doch wieder zu seinem Vater. Zu Gott. Und was macht der? Der nimmt ihn wieder auf, kleidet ihn prächtig und macht ein Fest draus. Wie viel  Hoffnung gibt uns Menschen dieses Evangelium doch.  Ein Alleluja für eine noch junge, sonnige Woche.

Wie sich das für ein Heckenbacher Kirchencafé gehört, treffen sich alle am Ende dieser Andacht, Besucher und Mitwirkende unter der Orgelbühne zu Kaffee und Kuchen, in Heckenbach braucht ja keiner am Hungertuch zu nagen und Jos, der holländische Organist, lässt dazu dann auch noch die Meisjes hüpfen und springen.

 

 

August 2019: Wie froh wäre ich…

 

„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“, so hören wir Jesus heute im Evangelium sagen.

Nachdem uns das Evangelium erst wie eine Zumutung erschien, haben wir uns damit auseinandergesetzt und sind schließlich versöhnt nach Hause gegangen.

Wir sind gesandt, wir sind verantwortlich, dieses Feuer weiter zu tragen. Es soll von Herz zu Herz überspringen.

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Wo Licht in einem Menschen ist, scheint es aus ihm heraus, sagte Albert Schweitzer.

Dieses Lachen kann bestimmt Funken überspringen lassen

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Juli 2019: Willkommen bei Maria und Marta!

Das Evangelium von Maria und Marta aus dem heutigen Evangelium erinnerte ein wenig an das Kirchencafé. Kontemplation und anschließend Aktion.

Alle hatten bewusst ihren Alltag an diesem Sonntag unterbrochen.

Als sie dann dem Wort Gottes lauschten – hatten sie ihre vielen Rollen, die sie die Woche über einnehmen, fallen gelassen und waren nur noch eins – Mensch unter Menschen.

Trotz Sommer- und Urlaubsmonat Juli herrschte großer Andrang.  Und als alle Caféhaus-Tischchen im hinteren Teil der Kirche besetzt waren, aber immer noch Besucher standen, gingen diese ganz pragmatisch vor und setzten sich einfach wieder in die Kirchenbänke. Und wie man sieht, lässt sich auch dort wunderbar Kaffee trinken und erzählen …

 

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Wilfried Freischem beschreibt es so:

Sonnentag, dritter Sonntag im Juli, in Heckenbachs Kirche ist an diesem noch jungen Tag:  Kirchencafé. Über die Zeit hat es sich herum gesprochen, einer hat’s dem Anderen gesagt: „Die da oben in dem kleinen Eifeldorf gestalten einen Gottesdienst, so wie Jesus sich das vorgestellt hat,  gute Worte die Lebenshilfe sind, da wird zusammen gesungen und die Kinder haben da auch ihre Freude, liegt das ordentliche Abbrennen der Kerzen doch in ihrer Verantwortung. Und die machen das gut, so richtig gut und geben uns ihr Licht.

An einem Tag, wo die Sonne das Bunt der Kirchenfenster über den Häuptern der Gottesdienstbesucher hüpfen und tanzen lässt, sollte auch gesungen werden. Vieles, was einen bedrückt, aber nicht ausgesprochen werden kann, in eine Melodie gefasst, lässt es sich beten.

Ein Sprichwort sagt, >Wer singt, der betet zweimal<.

Gemeinsam singen, mit dem Gefühl und der Gewissheit eins zu sein in der Gemeinschaft. Singen hilft, erhobenen Hauptes der Realität ins Auge zu schauen. Mit gesenktem Kopf lässt es sich nur schwer singen. Im Gesang seine Freude teilen, aber auch seinen Schmerz. Es ist dabei gleichgültig, ob einer zum Niederknien schön singen kann wie die Sabine Marienfeld, oder, wie eine Frau in meiner Bankreihe, deren blütenweiße Sneakers fröhlich zum Takt der Melodie wippen.

Vor mir, ein Mann der mehr brummelt als singt, aber auch das ist Gesang. Dieses Brummeln erinnert mich an eine kleine Geschichte, die von einem Mann erzählt, der in großen Schwierigkeiten ist und in seiner Not zuhause in wohl gesetzten Worten Gebete übt, mit denen er in der Kirche um seine Rettung bitten will. Dann steht er vor dem Gekreuzigten, kein schöner Anblick und keines der eingeübten Gebete fällt ihm mehr ein, da mag er noch so nachdenken und in seinen Erinnerungen kramen. Doch dann hebt er lächelnd seinen Kopf, schaut Jesus an und meint: „Jesus, Du warst doch dabei als ich in meinem Zuhause die Bitten an dich eingeübt habe. Du hast die doch Wort für Wort mitbekommen und kennst doch auch meine Sorgen und Nöte“.  Dann setzt er sich erleichtert auf eine Bank und meint weiter: „Ich sage Dir jetzt das Alphabet auf und Du suchst Dir die Buchstaben raus, die Du brauchst um meine Bitten wieder in Worte zu fassen und brummelt sein: „ Abcde….“

Was für ein Glaube, tiefe Zuversicht und Gottvertrauen.

Die Lieder sind gesungen, die letzten Töne verklungen, Stille, Meditation, selbst die sonst immer so beschäftigten Hände des Organisten haben sich verflochten in seinem Schoß gefunden.

Nur der frühe Eifelwind, oben im alten Kirchengebälk singt seine leisen Weisen, befreit und nimmt sie mit, die Gedanken, auch die Bitten und Wünsche.

Was der Fisch und auch das Brot bei der Bergpredigt war, ist hier der Kuchen und der Kaffee. Rückblickend kann ich sagen, den Landfrauen ist noch nie der Kuchen oder der Kaffee ausgegangen, auch wenn die Zahl der Kirchenbesucher unerwartet hoch war. Da stehen sie den Machern der Bergpredigt vor gut 2000 Jahren in nichts nach.  So ist Heckenbacher Kirchencafé.

Jeder ist da eingeladen, vor allem aber  DU!

Aufstehen und mitmachen.

 

Gedanken eines Besuchers

 

 

So hat KC-Besucher Wilfried Freischem den Dreifaltigkeitssonntag erlebt:

 

<Ins Wasser fällt ein Stein und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise. >

 

Warum muss ich immer nur an dieses schöne Kirchenlied denken, wenn ich das Heckenbacher Kirchencafé besuche?  Gibt es ein Lied das auf den Gottesdienst der ganz besonderen  Art besser passen würde?  Wohl kaum.

Wenn es Probleme macht, vor der Kirche einen Parkplatz zu bekommen, dann ist Kirchencafe in Heckenbach. Der Raum für Musik, für Besinnung am Anfang einer noch jungen Woche und auch ein Ort an dem Gemeinschaft gelebt wird, So auch am vergangenen Sonntag.

Dreifaltigkeitssonntag. Wer soll denn so was verstehen? Vater, Sohn und Heiliger Geist in einer Person ? Und doch, wenn die Wurzel eines Baumes der Vater ist, der Stamm Jesus und alles wird vom Saft, dem heiligen Geist  belebt. Die Äste, der Mensch, alles ist eine Gemeinschaft und eins.

Reden halten ist eine Sache, Worte finden die erklären, berühren, sich einbrennen, ja bis zur Seele vordringen, Lebenshilfe geben, eine ganz andere. Anja Neißner, eine Frau, mitten im Leben, eine von uns, hat diese besondere Gabe, ja dieses besondere Talent. Anja.  ( Namensdeutung: Die Begnadete ) Zufall?

Jos van Son, Organist und Komponist brillierte dann auch an  diesem Frühlingsmorgen mit meditativen Orgelklängen  aus eigener Feder, mal ließ er den Wind wie durch einen Baum brausen, dann wieder klimperten und flirrten leise Orgelklänge wie tanzende Blätter. Vögel, die um`s Gotteshaus ihr Zuhause haben, unterstützen ihn dabei auf ihre Weise. Das Rotkehlchen kieselte sein Liedchen, die Amsel pfiff ihr Morgenlob aus dichter Hecke, der Zilp Zalp zilpte und zalpte,  irgendwo aus dem hohen Wald rief auch der Kukuk seinen Takt dazu, oder waren das doch auch nur alles Orgelklänge?  Ein Orchester der Schöpfung.

Und zu all dem schönen wehte süßer Blütenduft, der vor dem Portal stehenden Lindenbäume, durch das sonnenhelle Kirchenschiff.  Morgenlob in Heckenbach, ein Fest für alle Sinne.

Wer am dritten Sonntag eines jeden Monats  noch einen guten Platz auf dieser Welt sucht, der sollte nach Heckenbach ins KC  ( Kirchencafé) kommen, jeder ist da eingeladen. Auch zu Kaffee und Kuchen.

 

 

Juni 2019: Dreifaltigkeitssonntag

Den dreifaltigen Gott, den Baum des Jahres 2019, die Flatter-Ulme, und die Opfer der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl in einem Morgenlob zusammenbringen – geht das?

Im Kirchencafé Heckenbach hat es heute stattgefunden.

Und zwar unter dem Tenor: Was wir Gott nennen, das sind unsere Schwingungen untereinander, unsere Beziehungen untereinander, unsere Bewegung und Dynamik untereinander. Was wir Gott nennen, das ist Leben pur!

Jos, unser Organist, hat brilliant den Wind, und damit den Heiligen Geist, durch einen Baum wehen lassen – und damit die Äste, uns, berührt.

 

Herr, wie ein Baum, sei vor Dir mein Leben,

Herr, wie ein Baum, sei vor Dir mein Gebet.

Herr, wie ein Baum, sei vor Dir mein Leben,

Herr, wie ein Baum, sei vor Dir mein Gebet.

 

Wir haben uns gegenseitig getragen und getragen gefühlt.

 

 

 

 

 

Mai 2019: Liebt einander

Unter diesem Aufruf aus dem Evangelium des Tages stand heute unser Morgenlob. Ein Aufruf, der nicht immer einfach ist. Tägliche Negativmeldungen im Radio, im TV oder in der Zeitung rauben uns Energie, dabei gibt es doch so viel Schönes um uns herum.

Wir haben versucht, uns das bewusst zu machen. Unser Organist Jos hat mit einer wunderschönen, selbst komponierten Meditationsmusik den Hintergrund dazu geschaffen, als jeder seinem Banknachbarn einfach einmal etwas Nettes gesagt hat.

Es war schön, so viele Menschen lächeln zu sehen!

Und dann war da noch unser Musikverein Niederheckenbach, der mit 30 Musikern, dabei auffällig viele junge Gesichter, dieses Kirchencafé bereichert hat. Die Hymne der Freundschaft, „Ins Wasser fällt ein Stein“, … alles fügte sich thematisch so gut mit den Texten zusammen, als könnte es gar nicht anders sein. Am Schluss gab es stehende Ovationen für die Musiker und den Wunsch nach einer Zugabe, der gerne erfüllt wurde.

Es war ein sehr herzliches Miteinander – ob Jesus das gemeint hatte mit „Liebt einander“?

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