MORGENLOB mit LICHT und LÄUTEN für Gerd Karst

Läuten der Glocken der Kapelle Zumried in Mosbruch / Familie Karst

GL 828 Wäre Gesanges voll unser Mund / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld

Zweiundvierzigstes

gemeinsames Morgen- (Abend-/Allzeit-) Lob 

in Zeiten von Corona

Gott, wir sind da. Wir loben Dich. Gott, Du bist da.

Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können.

Wir haben uns zum Gebet versammelt.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Liebe Kirchencafé-ler,

ich kann nur hoffen, dass Gott Internet hat. Es ist wieder eine solche Freude, was Ihr für dieses Morgenlob von überall her wieder geschickt habt, einfach so … zum Lob Gottes. DANKE!

Nun möchten wir aber zuerst wieder tröstend Menschen in unsere Mitte nehmen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Ihr habt es gesehen und gehört; heute haben die Glocken aus Mosbruch bei Kelberg geläutet,

denn am Freitag ist Gerd Karst verstorben.

GERD KARST

* 18.09.1939  †18.06.2021

Liebe Helga, Sie haben Ihren geliebten Mann,

Christa, Gerald, Anja und Dirk, Ihr habt Euren guten Vater,

Marina, Manuela, Björn, Tanja, Katrin, Michaela und Kaspar, Ihr habt Euren lieben Opa und Lena, Philipp und Emma, Ihr habt Euren Uropa verloren.

Wir möchten Euch mit diesem Morgenlob mitfühlend beistehen und begleiten und bis zur

Verabschiedung

am Donnerstag, den 24.06.2021 um 14.30 Uhr auf dem Friedhof in Uess

und darüber hinaus sollt Ihr wissen, dass Ihr nicht alleine seid.

Wohin gehe ich …. / gesprochen von Anja Neißner

Liebe Kirchencafé-ler, die Verbindung zu unserem Kirchencafé kommt daher, dass Gerds Sohn Dirk, seine Frau Uli und sein Sohn Kaspar im Heckenbacher Ortsteil Cassel leben und unserer Kirchengemeinde sehr verbunden sind.

Enkel Kaspar hat im Namen der ganzen Familie

eine Kerze für Opa Gerd angezündet. Es ist die Schutzengel-Kerze, die zuhause in Cassel schon seit zwei Wochen, seit sich Gerd auf seinen Weg gemacht hatte, immer wenn es möglich war, angezündet wurde und zuversichtliche Begleitung war.

Gerd war zu Lebzeiten – wie ich im Gespräch erfuhr – immer sehr klar in seinen Entscheidungen, von denen er sich dann auch nicht mehr abbringen ließ und so traf er auch vor dreieinhalb Jahren, als er die Diagnose Lungenkrebs erhalten hatte, die Entscheidung, keine Behandlung zu wollen. Das war für seine Familie im ersten Moment nicht einfach zu akzeptieren. Rückblickend finden sie seine Entscheidung richtig. 

Gerd ist am Freitag so gestorben, wie er es sich immer gewünscht hat. Er ist ruhig und zuhause eingeschlafen.

Bis dahin hat Helga sich aufopferungs- und liebevoll um Gerd gekümmert. Sie sind auch diesen Weg, solange es ging, gemeinsam gegangen. Sie konnten noch gemeinsam ihre 80. Geburtstage feiern, Gerd sogar noch seinen 81.

Gerds Schwiegertochter Uli hat mir erzählt, dass er ein guter Schwiegervater war, dass er sie und alle Menschen, die ihm begegnet sind, so genommen und akzeptiert hat, wie sie sind. Dass er ein friedvoller Mann war, der sich nicht von seinem Weg abbringen ließ. Gerds Beruf war auch seine Berufung. Er war Landschaftsgärtner, liebte die Natur und identifizierte sich sehr mit seinem Einsatzort im Ferienpark am Heilbachsee.

Zuhause hatte er Kaninchen und Hühner, zu denen er immer wieder mit den Enkeln und Urenkeln ging, während er ihnen gleichzeitig etwas zu den Pflanzen erzählte.

Gerd hatte auch eine schöne Stimme und hat leidenschaftlich gerne gesungen, am liebsten alte Lieder und Schlager.

Liebe Helga, Sie haben für Gerd heute dieses Lied ausgesucht:

Liebe Familie von Gerd, wenn wir jetzt gleich im Evangelium hören, dass ein Wirbelsturm und Wellen ein Boot gepackt haben, in dem die Jünger mit Jesus gesessen haben, dann denken wir eventuell erst einmal an das heftige Gewitter der vergangen Nacht, dann erkennt Ihr Euch darin aber vielleicht auch ein bisschen wieder.

Auch Ihr wart und seid, besonders in den letzten beiden Wochen, aufgewühlt und fühltet Euch emotional hin- und hergeworfen.

Wie Gerd diese Zeit wirklich empfunden hat, können wir nur ahnen. Vielleicht hat Jesus aber auch ihn gefragt: Warum hast Du solche Angst und hat Gerd an seinen Glauben erinnert und er konnte deshalb ruhig einschlafen.

Hören wir nun das Evangelium des Tages

Markus 4, 35-41

Liedruf „Hallelujah“ / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld
Kommunionkind Ida liest das Evangelium
Liedruf „Hallelujah“ / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld

Nachfolgend die Gedanken zum Evangelium von Pfarrer Jan Opiéla

Schauen wir nun, wie Annemie Ulrich das Evangelium mit den Egli-Figuren dargestellt und Kristina Rosenbaum die Szenen fotografisch in Szene gesetzt hat. 

Beten wir gemeinsam das Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Heilsame Ruhe / gesprochen von Anja Neißner

Liebe Familie von Gerd und alle, die ihn sonst noch vermissen,

wir entlassen Euch nun behutsam wieder aus unserer Mitte, bedanken uns für Euer Vertrauen und bitten Gott um seinen Segen für Euch, für Gerd und auch für uns.

Der Klang der Glocken, der ihm so vertraut war, möge Gerd auf seinem Weg bis zur Verabschiedung am Donnerstag begleiten. 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

„Meine Zeit steht in deinen Händen“ /Text und Melodie Peter Strauch / Gesang und Gitarre Ingrid Keppeler

Liebe Kirchencafé-ler,

am 03. Juli 2021 geht Ida übrigens zur Erstkommunion.

War sie nicht ein wunderbares Kommunionkind?

Wer ihr gerne eine Karte schreiben möchte, kann mir gerne schreiben oder mich anrufen. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich die Adresse eines kleinen Mädchens nicht einfach hier ins Internet setzen möchte …

Kontaktdaten für Idas Adresse

Ich gebe Euch dann gerne die Adresse. Ida freut sich sicher riesig über ganz viel Post aus dem Kirchencafé, in dem sie schon unzählige Jesus-Kerzen entzündet und Texte vorgelesen und einfach unser Herz erfreut hat.

Hier geht es nun weiter, wie gewohnt, mit dem virtuellen Morgenlob am 3. Sonntag des Monats, somit am 18.07.2021, sowie spontanen Impulsen.

Zu unserer großen Freude können wir Euch mitteilen, dass das 

erste Morgenlob im Kirchencafé in Heckenbach vor Ort

für Sonntag, den 15.08.2021 um 9.30 Uhr

geplant ist!! Wir freuen uns riesig und hoffen, dass das klappen wird!!

Haltet Euch diesen Termin bitte frei. 

Wir möchten Euch unbedingt (wieder-) sehen und vor Ort begrüßen!!!

Herzliche Grüße, auch an unseren Organisten Jos van Son und seine Frau Alice,

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Licht und Läuten für Gertrud Surges

Sabine Marienfeld (Enkelin der Verstorbenen) singt zu Beginn für uns und ihre Oma das Lied „Fragen-Vater nur du“ (Text und Melodie sind von Christian Methfessel), begleitet wird sie von Monika Bojanowski an der Orgel:

In Hönningen ist es Brauch, dass immer, wenn jemand verstorben ist, mittags nach dem Angelusläuten, mit allen Glocken geläutet wird.

Dabei läutet dann auch die Urglocke, die man ganz hell heraushören kann. Sie diente früher als Sterbeglocke. Da das Dorf sich erweitert hat, ist sie nicht überall zu hören und es wird  zusätzlich noch mit allen anderen Glocken geläutet.

Heute läuten die Glocken für Gertrud Surges:

Liebe Kirchencafé-ler,

heute haben wir die Glocke in unserem virtuellen Kirchencafé für Gertrud Surges läuten lassen, die am frühen Donnerstagmorgen im Kreise ihrer Familie, die sie im Sterben liebevoll begleitet hat, verstorben ist.

Gertrud ist 96 Jahre alt geworden. Ein begnadetes Alter, sagt man gerne.

Auf ihren Gedenk-Zettel hat ihre Familie geschrieben:

Wer´s nie empfand, kann nie verstehn, den Schmerz, die Mutter sterben sehn. Vom Muttergrab zum Himmel auf, heb tränenfeucht den Blick hinauf. Falt still die Händ und bet´ für sie, vergelt ihr Gott die Treu und Müh´!

In ihrer Familie hieß sie bei allen „Oma“, egal ob Enkel, Schwieger-enkel, Urenkel … Udo Meurer, einer der Schwiegerenkel, hat im Namen der ganzen Familie für Oma Gertrud eine Kerze angezündet.

Liebe Familie von Gertrud

und alle, die heute an sie denken, wir möchten Euch heute alle mitfühlend in unsere Mitte nehmen, ganz besonders Helmut, als einziges noch lebendes Kind von Gertrud, die auch noch zwei Töchter hatte, die aber bereits vor ihrer Mutter verstorben sind.

Gertrud, die somit 3 Kinder, 5 Enkel und 8 Urenkel hat, ist übrigens auch die Oma von Sabine Marienfeld, deren Gesang fast jeden unserer Beiträge bereichert und Elisabeth Surges, die einmal für das Kirchencafé die Jesus-Kerze in dem wunderschönen Kräuter-Mandala angezündet hat, das zu „Maria Himmelfahrt“ entstanden war (erinnert Ihr Euch?).

Diese Kerze soll auch heute unsere Jesus-Kerze sein.

Setzen wir uns nun in die Nähe Gottes, zünden uns auch zuhause eine Kerze an und hören das Evangelium des Tages: Mk 3, 20-35

Wir beginnen und enden mit dem Halleluja-Ruf / Orgel: Monika Bojanowski /

Gesang Sabine Marienfeld

Es folgt die Möglichkeit, das Evangelium zu hören, ich habe es für Euch gelesen.

GEDANKEN ZUM EVANGELIUM 

Ist es Euch auch direkt mulmig geworden bei diesem Evangelium? 

Denn irgendwas ist doch in den meisten Familien … oder? Licht und Schatten…

Und dann habe ich eine gewisse Art der Erleichterung verspürt an der Stelle, wo es heißt „Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden (…)“

Ich finde, Katharina Barth-Duran hat es sehr gut ausgedrückt, als sie schrieb:

„Mich fasziniert immer neu, wie frei dieser Jesus war und wie er damit auch uns befreien kann! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass durch verschiedenste Belastungen und Entwicklungen sich oft sehr tiefe Gräben in der eigenen Familie auftun können, die manchmal – auch beim besten Willen nicht – zu überwinden sind. Mir hat es sehr geholfen, dass es da noch einen weiteren Familienbegriff gibt, den Jesus uns aufzeigt…

Wir alle sind geliebte Kinder eines Vaters im Himmel, der uns auch Mutter ist.“

Hören wir nun das Musikstück „Air“ von Johann Sebastian Bach, das Gertruds Urenkelin Laura Marienfeld hier auf der Klarinette spielt.

Begleitet wird sie von Monika Bojanowski an der Orgel.

In Hönningen in der Kirche gibt es den liebevollen Brauch des Verstorbenen-Gedenktisches, der immer hergerichtet wird, wenn – wie in Gertruds Fall – eine MitbürgerIn verstirbt. In dem ausgelegten Buch, das wir hier im Altarraum mit einer Kerze sehen, wurde auch ihr Name eingetragen:

Abschließend möchte ich Euch noch eine nette kleine (wahre) Begebenheit aus dem Leben von Gertrud mitgeben. Sabine verriet sie mir bei unserem Gespräch:

Gertrud ist in dem kleinen Dorf „Kirchsahr“ in der Verbandsgemeinde Altenahr aufgewachsen. Sie erzählte immer mal wieder Folgendes:

Als sie ca. 7-8 Jahre alt war, kamen – wie man damals noch zu Roma und Sinti sagte – Zigeuner in das kleine Örtchen und blieben ein paar Tage. Das war für Gertrud unglaublich aufregend und spannend und sie hielt sich oft und gerne in der Nähe des Platzes auf, wo sie für diese Tage ihre Bleibe aufgebaut hatten.

An einem dieser Tage sagte eine der „Zigeunerinnen“ zu ihr:

„Mädchen, Du wirst einmal 96 Jahre alt…“

 

Lieber Helmut, liebe Familie von Gertrud und alle, die sie vermissen,

wir, die Kirchencafé-ler, entlassen Euch nun behutsam aus unserer Mitte und bedanken uns für Euer Vertrauen und die Möglichkeit, Gertrud hier verabschieden zu dürfen. Die Liebe, mit der Ihr sie, besonders (auch) in den letzten vier Tagen begleitet habt, wird in dieser Welt bleiben und schwingen …

Wir sind in Gedanken bei Euch und umarmen Euch.

Der Klang der Glocken der Kirche in Hönningen, der ihr so vertraut war, möge sie auf ihrem Weg bis zu ihrer Verabschiedung aus dieser Welt am 19.06.2021, wie sie sie kennt, begleiten.

Ich glaube

dass niemand verloren geht

dass nichts umsonst ist

unser Suchen und Fragen

unsere vergeblichen Versuche und unsere Sternstunden

unser Streiten und Versöhnen

Freude und Schmerz

verpasste Gelegenheiten und

Heilige Augenblicke

zur rechten Zeit am rechten Ort

Es kommt der Moment

da DU uns entgegenkommst

uns auffängst und hältst

Niemand geht verloren

(Angela Boog)

 

„Meine Seele ist stille in dir“

gesungen von Enkelin Sabine Marienfeld / an der Orgel Monika Bojanowski

Hier geht es weiter, wie gewohnt, mit den virtuellen Morgenloben am 3. Sonntag des jeweiligen Monats, somit am 20.06.2021 und 18.07.2021, sowie spontanen Impulsen.

Zu unserer großen Freude können wir Euch mitteilen, dass das 

erste Morgenlob im Kirchencafé in Heckenbach vor Ort

für Sonntag, den 15.08.2021 um 9.30 Uhr

geplant ist!! Wir freuen uns riesig und hoffen, dass das klappen wird!!

Haltet Euch diesen Termin bitte frei. 

Wir möchten Euch unbedingt (wieder-) sehen und vor Ort begrüßen!!!

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Kerze für Marlis Lorenz und Emma Kaul / Impuls – Die gute Hirtin

Liebe Kirchencafé-ler,

wie Ihr wisst, ist für diese Woche kein Morgenlob geplant. Wir möchten an diesem Wochenende aber gerne zwei Impulse einstellen – und zwar einen Impuls heute Abend und einen Impuls morgen früh.

Das Evangelium für diesen Sonntag ist das des guten Hirten.

Zwei Menschen haben sich wertvolle Gedanken zu diesem Evangelium gemacht und uns diese geschickt.

Einmal eine Frau (Katharina Barth-Duran) und einmal ein Mann (Pfarrer Jan Opiéla).

Katharina Barth-Duran hat die Gedanken, die sie uns nun geschickt hat, schon einmal 2019 in einen Gottesdienst einfließen lassen.

Heute werden wir unsere Aufmerksamkeit zunächst auf Katharinas Gedanken legen.

Kommunionkind Ida liest uns deshalb heute das Evangelium frei abgeändert von der

guten Hirtin vor. 

Doch bevor wir das Evangelium hören, möchten wir die Glocken aus dem Heckenbacher Ortsteil Blasweiler läuten lassen:

Video: Stefan Schlesiger

Marlis Lorenz

*27.10.1938     † 19.04.2021

aus Blasweiler ist verstorben.

Wir möchten deshalb zusammenstehen und ihren Ehemann Arno Lorenz, ihre Tochter Dagmar Hoffmann und ihren Sohn Harald Lorenz sowie alle, denen Marlis fehlt, in unsere Mitte nehmen und unser Mitgefühl aussprechen.

Der Klang der Glocken der Kirche in Blasweiler, der Marlis aus den vielen Jahren, in denen sie unmittelbar gegenüber dieser Kirche gewohnt hat, so vertraut ist, möchte sie auf ihrem Weg aus dieser Welt bis zu ihrer

Beisetzung in Blasweiler am 07. Mai 2021 um 11 Uhr

begleiten.

 

Und dann ist gestern noch jemand verstorben:

Emma Kaul

*08.11.1928     † 23.04.2021

Emma Kaul hat in Kempenich (unserer Nachbargemeinde) gelebt. 

Wir nehmen heute ihre beiden Töchter, Angela Weber und Gabi Keuler, sowie die Partner Dieter und Achim und die Enkel Meike und Tim mit ihren Partnern Jan und Katja und alle, die um Emma trauern, mitfühlend in unsere Mitte.

Für Emma lassen wir heute die Glocken der Kirche in Kempenich zum Abschluss dieses Impulses läuten.

Emma ist der Klang dieser Glocken besonders vertraut und soll ihr Zuversicht auf ihrem Weg aus dieser Welt, wie sie sie kennt, geben, damit sie ihn vertrauensvoll gehen kann.

Beide Frauen, Marlis und Emma, waren „die guten Hirtinnen ihrer Familien“.

Hallelujah-Ruf / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld
Kommunionkind Ida liest das Evangelium frei nach „Die gute Hirtin“
Hallelujah-Ruf / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Hier nun die Gedanken zum Evangelium

von Katharina Barth-Duran (aus 2019)

Gerade haben wir das Evangelium von Jesus, dem guten Hirten gehört. Schauen Sie
mal auf das folgende Foto:


Es ist ungewöhnlich statt eines Hirten eine Hirtin zu sehen.
Und doch, es gibt sie wirklich, Hirtinnen. Hier eine junge, große Frau im hohen Norden
mit ihrer Schafherde, den Heidschnucken. Ein schönes Bild!


Auch in unserer Kirche sprechen wir von Hirten, welche die Arbeit von Jesus, dem
guten Hirten, fortsetzen sollen: Priester, Bischöfe, Kardinäle und der Papst. Weltweit
scheinen die geistlichen Hirten in unserer katholischen Kirche ausschließlich Männer
zu sein.


Dabei haben wir nach den Veröffentlichungen einer Missbrauchsstudie aus den letzten
Jahrzehnten den Eindruck, dass es unter diesen Hirten zahlreiche Diebe und Räuber
gab und gibt, die eingedrungen sind in die Kirche, in den Hof der Schafe,“ um zu
stehlen, zu schlachten und zu verderben“, wie Jesus im gleichen Kapitel des
Johannesevangeliums beklagt.


Und damit wird die Absicht von Jesus ins absolute Gegenteil verkehrt, der gesagt hat:
„Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ „Sie werden
niemals verloren gehen und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ (Joh 10,27-30)

Wir sind geschockt und hätten es nicht für möglich gehalten, was weitverbreitet in
unserer Kirche Machtmissbrauch, sexualisierte Gewalt und geistlicher Missbrauch
angerichtet haben. Menschenleben, die oft schon im Kindesalter ein für alle Mal
gezeichnet sind, ja lebenslänglich zerstört.


Die Kirche als Schutzraum für Werte und Menschenleben, als sicherer Hort für ihre
Schäflein, hat dadurch das Vertrauen von vielen verloren.
Damit musste sich die Versammlung der Bischöfe aus aller Welt zu Beginn des Jahres
in Rom auseinandersetzen. Schon zuvor hatte Papst Franziskus bezüglich des
Missbrauchs von „Nulltoleranz“ gesprochen, und dass die Täter an weltliche
(staatliche) Gerichte zu überführen seien. Es gibt dunkle Nischen im System der
Kirche, damit hat sich dann auch die Frühjahrskonferenz der deutschen Bischöfe
befasst. Klerikalismus wird als Ursache des Übels genannt, und das Machtgefälle,
auch zwischen Männern und Frauen in der Kirche, mit ihren einseitigen Zugängen zur
Weihe und dem Ausschluss der Frauen vom Amt.

Theologische Gründe gibt es dafür nicht.


Nun, ich bin so eine Frau in der katholischen Kirche. Nach meinem Theologiestudium
und dem Pastoralkurs wurden meine männlichen Kollegen im Dom von Trier zu
Priestern geweiht, und ich erhielt eine Beauftragung als Pastoralreferentin. Damals schien mir das noch eher selbstverständlich.


Heute nach fast 40 Jahren Berufstätigkeit und Erfahrungen als Seelsorgerin, hauptberuflich und im Ehrenamt, nicht mehr. Auch Frauen haben ihre Berufungsgeschichte.
Eigentlich dürfte ich heute und hier auch nicht predigen. „Predigen, in einer
Eucharistiefeier das Wort Gottes auslegen, das darf nur ein Priester oder ein Diakon“,
habe ich vor nicht allzu langer Zeit noch von einem Dienstvorgesetzten gehört.
Ja doch, es gibt inzwischen auch einiges, was ich darf.

Beerdigen z.B., das darf ich
sogar recht oft, weil es an Priestern mangelt. Und manche, auch ältere Menschen,
Frauen und Männer, wollen sogar ausdrücklich von mir beerdigt werden.
Auch Wortgottesfeiern darf ich halten. Und manchmal sagt mir eine oder einer
danach:

„Heute waren Sie unsere Priesterin!“


Ich gestehe: Das ist Balsam auf meine Wunden. Denn schon damals zu meiner
Kinder- und Jugendzeit durften meine drei Brüder Ministranten sein, für Mädchen wie
mich aber war der Dienst am Altar ausgeschlossen.
Damals noch. Auch das hat sich- Gott sei Dank- geändert.
Schon Kardinal Sterzinsky aus Berlin sagte, dass es entscheidend für die Zukunft
unserer Kirche sein wird, inwieweit sie in der Lage ist, den Frauen die Bedeutung
zurück zu geben, die sie in der ursprünglichen Jesus-Bewegung hatten.
Und so wünsche ich mir eine Veränderung in der Kirche, die mich als Frau ernst
nimmt und wertschätzt mit meinen Möglichkeiten, auch mit meiner Berufung, „Hirtin“
im Volk Gottes zu sein.
Es geht dabei nicht nur um eine Veränderung der Strukturen, sondern auch um eine
lebendige Erneuerung unserer Kirche von innen her. Schließlich sind wir doch alle
berufen, das „allgemeine Priestertum“ der Gläubigen zu leben, so sagt es das II.
Vatikanische Konzil. Ob uns das bewusst ist? Ja, wir alle als Getaufte sind berufen
zum priesterlichen Dienst.

Jede und jeder von Ihnen könnte hier vorne stehen mit
weißer Albe, dem Taufgewand eines gläubigen Christen, einer gläubigen Christin.
Wie lebendig sind wir, sind unsere Gemeinden noch?

Wie viel hat uns das Evangelium
von Jesus Christus im Alltag einer satten Konsum- und Wohlstandsgesellschaft noch
zu sagen? Können wir uns im heutigen Stress und der Hektik noch genügend Zeit
für´s Gebet oder den Gottesdienst nehmen? Es ist ja eher schon 5 nach 12 für unseren Glauben und für unsere Kirche in dieser Gesellschaft.


Wie viele haben schon mit den Füssen abgestimmt und bleiben einfach weg?
Sie liegt mir am Herzen, unsere Mutter Kirche. Ihre Gottesdienste, ihre Traditionen im
Lauf eines Kirchenjahres begleiten mich von Kindesbeinen an und haben mir schon so
viel Heilsames und Schönes gebracht, einen Weg zu Gott eröffnet.
Ja ohne diese Gemeinschaft im Glauben, das gemeinsame Beten und Singen, wäre ich
in Krisenzeiten wohl verloren gewesen…Ich möchte diesen reichen Schatz meines
Glaubens an andere, an Kinder und Kindeskinder weitergeben und als Wertvollstes
und Liebstes bewahrt wissen, wenn auch in immer neuer Form.

Eine Kirche „semper reformanda“ , die sich immer wieder erneuert, wie das Konzil sagte.
Die Frauenfrage wird es sein, die schon bald für die Zukunft der Kirche entscheidend
sein wird, meint Schwester Philippa Rath aus St. Hildegard bei Bingen. Ja, es hängt
viel an uns Frauen, an geistlichen Müttern, Müttern und Großmüttern, wenn es
weitergehen soll mit dem Evangelium, auch in unserer Kirche!

„Geh mit Gott“ / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Glockenläuten der Kirche in Kempenich für Emma Kaul / Aufnahme: Monika Schlich

Das war der Impuls „Die gute Hirtin“

Morgen folgt „Der gute Hirte“

Wir möchten uns bei den beiden Familien von Marlis und Emma für das in uns gesetzte Vertrauen bedanken und sie und alle Trauernden wieder behutsam aus unserer Mitte entlassen mit der Zusage, dass wir in Gedanken bei Euch sind.

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

In Memoriam „Milva“, deren Tod heute auch verkündet wurde:

MORGENLOB für Georg Harwardt

Video: Stefan Schlesiger
Näher mein Gott zu dir / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Siebenunddreißigstes

gemeinsames Morgen- (Abend-/Allzeit-) Lob 

in Zeiten von Corona

in unserem virtuellen Kirchencafé

Gott, wir sind da. Wir loben Dich. Gott, Du bist da.

Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können.

Wir haben uns zum Gebet versammelt.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Liebe Kirchencafé-ler,

das nächste Morgenlob ist eigentlich angekündigt für Sonntag, den 21. März 2021, aber es ist uns ein großes Bedürfnis,

Euch bereits jetzt zusammenzurufen!

Georg Harwardt

ist am vergangenen Donnerstagabend gegen 19 Uhr im Alter von 84 Jahren, im Kreise seiner Familie zuhause in Bad Neuenahr, verstorben.

Wir haben deshalb die

Glocken aus dem Heckenbacher OT Blasweiler

läuten lassen, wo Georg bis vor zweieinhalb Jahren gelebt hat. Der Klang der Glocken, die ihm so vertraut waren, mögen ihn auf seinem Weg aus dieser Welt begleiten und ihn zuversichtlich zu seinem Schöpfer gehen lassen.

Es ist uns wichtig und ein Anliegen, ihn damit aus dieser Welt, wie wir sie kennen und wie er sie kennt, zu begleiten und seiner Familie und allen, die jetzt aus der Ferne hier mit dabei sind und die ihn vermissen, unser Mitgefühl auszusprechen.

Liebe Magdalena,

Du hast Deinen Ehemann verloren,

liebe Rita mit Dieter, lieber Udo mit Irmhild, lieber Frank,

Ihr habt Euren Vater verloren,

liebe Aileen, liebe Kim, lieber Luca, lieber Matheo, lieber Mika,

Ihr habt Euren Opa verloren,

liebe Gertrud, liebe Josefa,

Ihr habt Euren Bruder verloren.

Wir nehmen Euch alle mitfühlend

in unsere Mitte

und möchten Euch sagen, dass Ihr nicht alleine seid.

Bis vor zweieinhalb Jahren hat Georg hier zusammen mit uns in Heckenbach gelebt, bevor er mit seiner Frau Magdalena nach Bad Neuenahr gezogen ist, in der Hoffnung, dass der Alltag dort leichter zu handhaben ist.

Er war viele Jahre unser Bürgermeister und somit das Gesicht unserer Gemeinde, indem er sich um unsere Belange gekümmert und sich für uns eingesetzt hat.

Er war auf verschiedenen Ebenen ehrenamtlich tätig, z.B. in der Freiwilligen Feuerwehr, im Ermlandverein, er war mit viel Herzblut im Förderverein für den Erhalt der Blasweiler Kirche im Einsatz

und ich kann mich an so gut wie kein Kirchencafé vor Ort erinnern,

bei dem Georg mit seiner Frau Magdalena nicht dabei war. Das passte zu ihm, bei Kaffee und Kuchen über Gott und die Welt zu plaudern, denn

er war ein sehr geselliger, freundlicher, interessierter und lebensbejahender Mensch und zudem auch ein lieber Freund meiner Eltern.

GEORG HARWARDT

*05.02.1937  +11.03.2021

Matheo hat im Namen der ganzen Familie eine Kerze für seinen Opa angezündet.

Auf dieser Kerze ist der Heilige Jodokus zu sehen, der als der Beschützer der Pilger gilt. Auch Georg hat sich nun auf den Weg gemacht …

Mit der Einladung, dass Ihr Euch auch eine Kerze zuhause anzündet,

hören/lesen wir nun das

Evangelium des Tages an diesem 4. Fastensonntag

Liedruf vor dem Evangelium / GL 450 Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld
Evangelium Joh 3, 14-21 / gelesen von Anja Neißner
Liedruf nach dem Evangelium GL 450 Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht / Orgel Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

GEDANKEN ZUM EVANGELIUM

von Pfarrer Jan Opiéla

„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“

Diesen Satz können wir uns noch einmal auf der Zunge zergehen lassen und in ihn hineinspüren. Denn ist es nicht die tröstliche Zusage,

dass auch Georg nun das ewige Leben hat?

Ich möchte Euch dazu einladen, das Gebet zu beten, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

VATER UNSER

im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Dein dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Liebe Magdalena,

liebe Rita und Dieter, lieber Udo und Irmhild, lieber Frank,

liebe Aileen, liebe Kim, lieber Luca, lieber Matheo, lieber Mika,

liebe Josefa, liebe Gertrud, und alle, die Georg vermissen,

wir möchten Euch von Herzen für Euer Vertrauen in uns danken und auch Ihr sollt wissen, dass wir bis zur Beisetzung von Georg, aber auch darüber hinaus, in Gedanken bei Euch sind.

Bevor wir Euch nun mitfühlend und behutsam aus unserer Mitte entlassen,

möchten wir dieses Morgenlob ausklingen lassen mit einem kleinen gesprochenen Text und abschließend mit einem Lied, das Georg sehr mochte und das viel von seiner positiven Lebenseinstellung ausdrückt. Das Lied endet mit dem Satz

„Die Erinnerung bleibt …. (an einen schönen Tag)“.

Ich stelle mir vor, wir stehen einfach auf und gehen weg / gesprochen von Anja Neißner

„Wie finde ich den Weg?“

„Du wirst abgeholt.“ 

Danke für alles, lieber Georg!

Lasst uns nun gemeinsam einen Kaffee trinken, der wird uns gut tun und das wäre auch ganz in Georgs Sinne …

Gott, segne uns.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen

Eines der Lieblingslieder von Georg Harwardt

Liebe Kirchencafé-ler,

von Herzen DANKE für die Gemeinschaft, für Eure Anteilnahme und Euer Mit-Feiern!

Ganz liebe Grüße noch mal besonders an mein Patenkind Luca, an dessen Opa wir heute gedacht haben, und seine liebenswerte Familie. Eine wunderbare Verbindung, die entstanden ist, weil sein Vater Udo und mein Mann Stefan einmal zusammen zur Schule gegangen sind …

Hier geht es weiter wie angekündigt, nämlich mit einem

Morgenlob am 3. Sonntag im Monat, das ist der 21. März 2021.

Mit den besten Grüßen, auch an unseren Organisten Jos van Son und seine Frau Alice,

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

MORGENLOB für Bärbel Jahnke

Die Glocken der St. Anna Kapelle im Heckenbacher OT Beilstein rufen uns zum Morgenlob:

Glockenturm der St.Anna-Kapelle im Heckenbacher OT Beilstein, geläutet von Familie Hiller
Gott, lass meine Gedanken sich sammeln zu Dir / Taizé / Sängerinnen und Sänger der Chorgemeinschaft Bongard 1908 e.V. und des Singkreis Kaltenborn /Leitung: Silvia Groß

Gott, lass meine Gedanken sich sammeln zu dir
Bei dir ist das Licht, du vergisst mich nicht
Bei dir ist die Hilfe, bei dir ist die Geduld
Ich verstehe deine Wege nicht
Aber du weißt jetzt den Weg für mich

Sechsunddreißigstes

gemeinsames Morgen- (Abend-/Allzeit-) Lob 

in Zeiten von Corona

in unserem virtuellen Kirchencafé

Gott, wir sind da. Wir loben Dich. Gott, Du bist da.

Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können.

Wir haben uns zum Gebet versammelt.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Liebe Kirchencafé-ler und die, die heute das erste Mal hier dabei sind, seid alle herzlich willkommen!

Ida zündet heute in der Kapelle in Beilstein für uns die Jesus-Kerze an

und gleichzeitig auch noch zwei weitere Kerzen, denn

Siegfried Arendt hat morgen seinen 1. Sterbetag

für ihn zündet sie eine Kerze an, Siegfried ist sogar Idas Großonkel und 

meine Mutter, Erika Schöttler, hat morgen ihren 10. Sterbetag

auch für sie zündet Ida eine Kerze an. Vielen Dank im Namen meiner Familie dafür,

liebe Ida!

Wir möchten Euch herzlich einladen, Euch zuhause auch eine Kerze anzuzünden.

Die, die diese Plattform häufiger besuchen, wissen, dass, wenn nicht die Glocken der Pfarrkirche aus Niederheckenbach (unserer Hauptkirche) läuten, sondern die, einer anderen Kirche oder Kapelle, dann liegt etwas an.

Siegfried Arendt und Erika Schöttler haben in Beilstein gelebt, das ist der eine Grund, aber es gibt noch einen weiteren Grund:

Unsere lieben Nachbarn hier in Beilstein haben ihre Mutter und Oma

BÄRBEL JAHNKE

durch Krankheit viel zu früh verloren.

Liebe Katrin, lieber Jeroen, lieber Vincent,

wir nehmen Euch und auch Eure lieben Familienangehörigen und Freunde, die aus der Ferne dabei sind, und alle, die jetzt an Bärbel denken und sie vermissen, mitfühlend in unsere Mitte und möchten Euch sagen, dass Ihr bis zur Beisetzung am 09. März und auch darüber hinaus, nicht alleine seid.

Vincent hat für seine Oma eine Kerze angezündet:

Bärbel Jahnke

*28.10.1958  +13.2.2021

Das Lied „The power of love“, übersetzt „Die Kraft der Liebe“, war immer mal wieder ein gemeinsames Thema und geschätzes Lied in der Familie. Deshalb möchten wir es jetzt für Bärbel spielen.

Übersetzt heißt es da unter anderem:



Es fühlt sich an wie ein Feuer – Ich liebe dich so sehr.

(…)

Liebe ist das Licht, das die Finsternis verscheucht.

Ich liebe dich so sehr.

Hören/lesen wir nun das kurze

Evangelium des Tages an diesem 1. Fastensonntag

Da es üblich ist, in der Fastenzeit nicht das „Halleluja“ als Liedruf zu nehmen, gibt es vor und nach dem Evangelium einen alternativen Liedruf.

Das Evangelium handelt davon, dass Jesus sich 40 Tage in die Wüste zurückzieht. Diesem Aufenthalt in der Wüste möchten wir heute in unterschiedlichen Formen nachspüren.

Liedruf vor dem Evangelium / Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld
Bibelstelle: Markus 1, 12-15 / gelesen von Anja Neißner
Liedruf nach dem Evangelium / Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Eigentlich kommen an dieser Stelle immer meine

GEDANKEN ZUM EVANGELIUM.

Im Grunde ist es heute auch so, aber etwas anders. Als ich meine Überlegungen zum Evangelium anstellte und was ich dazu sagen möchte, kam gerade Katharinas Beitrag per Mail bei mir rein. Als ich ihn las, dachte ich, ich hätte es besser nicht ausdrücken können und ich würde einiges wiederholen. So möchte ich Euch diesen Text von Katharina, der so vieles beinhaltet und auf den Punkt bringt, mit Blick auf das Evangelium gerne vortragen:

Die große Wüste / von Katharina Barth-Duran / gesprochen von Anja Neißner

Es ist eine große Wüste
weltweit
die uns momentan umschließt
schon länger als 40 Tage
12 Monate sind wir unterwegs
scheinbar endlos
diese Wüstenwanderung
mit Entbehrungen und Leiden

Freiwillig
verzichten wir nicht
auf Konsum
Freizeitvergnügen und Urlaub
von eigener Gesundheit
an Leib und Seele
und dem Mitmenschlichen
ganz zu schweigen

Schon Kinder vermissen
das Treffen in der großen Familie
das Spiel mit Freundinnen und
Freunden
und auch bei Erwachsenen
wird umgestellt auf digital
und Homeoffice
Händedruck
oder gar Umarmungen
bleiben aus
Einsamkeit macht sich breit
die Angst wächst
in den eigenen vier Wänden
mein Haus ist meine Wüste
Wie kommen wir da wieder raus?
Wie finden wir zurück ins Leben?

Vielleicht durch
annehmen
was nicht zu ändern ist
der Kargheit nachspüren und
eigene Verletzlichkeit wahrhaben
Das eigene Kreuz auf sich nehmen
nennt es Jesus
der freiwillig in die Wüste ging
zu Beginn seines Wirkens

Jesus wusste um Bedrohungen
den Feind des Lebens
die wilden Tiere
in vielerlei Gestalt
lernte er kennen
doch zeitgleich die Anwesenheit
der Engel Gottes
die ihm dienten

Wie wäre es
diese 40 Tage Fastenzeit
nochmals ganz bewusst
innerlich zu bejahen
mit allem vorgegebenen Verzicht
das eigene Kreuz
auf sich zu nehmen
freiwillig

Jesus zu folgen
die Engel wahrzunehmen
mit ihren Botschaften von Gott
manchmal versteckt und winzig
Lebensfreude
mitten in unserer Wüste
Es müssen nicht Männer
mit Flügeln sein
die Engel *

(Katharina Barth-Duran)

Zum Evangelium
des 1. Fastensonntags, Mk 1,12-15
*R.O.Wiemer

Während laut Wettervorhersage in den kommenden Tagen Sahara-Sand über Europa hinwegzieht, machte sich Annemie Ulrich Gedanken darüber, was für sie „Wüste“ bedeutet. Sie stellte sich vor, wie Jesus in den 40 Tagen in der Wüste leidet, bittet, klagt und betet.

40 Tage

Wüste

Einsamkeit

Überlebenskampf

Extremlage

Gefahr

Verlorenheit

Angst

Hunger

Durst

…..

Zwei der Begriffe sehen wir hier von Annemie Ulrich mit den Egli-Figuren dargestellt und auch fotografiert. Coronabedingt konnte Kristina Rosenbaum nämlich leider keine Fotos machen:

Doch was sind das für schwarze Linien unter den Figuren?

Warum hat Annemie diesen Untergrund gewählt?

Es ist das diesjährige Hungertuch. Und was ist ein Hungertuch?

Mit einem Hungertuch werden in der Fastenzeit in den christlichen Kirchen in der Regel alle Darstellungen von Jesus – meist das Kreuz – verhüllt. Jährlich hat es ein anderes Motiv.

In diesem Jahr stellt das Hungertuch einen menschlichen Fuß dar

und steht für aufbrechen, gehen, sich bewegen und weiten Raum.

Die schwarzen Linien zeichnen das

Röntgenbild eines Fußes, mehrfach gebrochen.

Er gehört zu einem Menschen, der bei einer Demonstration in Santiago de Chile durch die Polizei schwer verwundet worden ist. Auch dort machen sich immer wieder Menschen auf, um gegen ungerechte Verhältnisse zu demonstrieren.

Die Künstlerin Lilian Moreno Sânchez gestaltete das Hungertuch während der Corona – Pandemie.

Sie sagt selbst:

„Eine Krise ist immer schlimm, aber auch ein offener Moment.

Wir bekommen die Möglichkeit, eine andere Richtung einzuschlagen. Das Bild erzählt von dieser Kraft des Wandels.

So zeigt das Hungertuch Wege hinaus in die Solidarität, die Liebe und die Hoffnung.“

Text: Paul Weismantel/Musik: Barbara Kolberg/erschienen im Carus-Verlag, 2007 / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

In das Dunkel deiner Vergangenheit,
in das Ungewisse deiner Zukunft,
in den Segen deines Helfens,
in das Elend deiner Ohnmacht,
in all dein Sein, in dein Fühlen und Denken
lege ich meine Zusage: Ich bin da!

Ins Gelingen deiner Gespräche,
in die Langeweile deines Betens,
in die Freude deines Erfolges,
in den Schmerz deines Versagens,
in all dein Sein, in dein Fühlen und Denken
lege ich meine Zusage: Ich bin da!

In den Lichtblick deiner Hoffnung,
in die Schatten deiner Enttäuschung,
in das Sehnen deiner Seele,
in die Fragen deines Lebens,
in all dein Sein, in dein Fühlen und Denken,
lege ich meine Zusage: Ich bin da!

VATER UNSER

im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Dein dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Liebe Kirchencafé-ler,

abschließen möchte ich heute mit einem Beitrag von Pia Sonntag. Sie hat ein Labyrinth in der Kirche in Bonn-Lessenich fotografiert. Alle Bänke waren aus der Kirche herausgeräumt worden; stattdessen lag ein Labyrinth auf dem Boden, dazu der sich gleich anschließende Text.

Bevor wir uns alles anschauen, möchte ich mich aber noch, im Namen aller hier, bei Euch

liebe Katrin, Jeroen und Vincent

sowie Euren Familien und Freunden für Euer Vertrauen in uns bedanken, auch Ihr macht gerade eine Wüstenerfahrung. Wenn wir Euch jetzt behutsam aus unserer Mitte entlassen, sollt Ihr wissen, dass unser Mitgefühl bleibt. Und auch am 9. März, dem Tag der Verabschiedung von Bärbel, werden wir an Euch denken. Seid tröstend umarmt.

Gott, segne uns.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Von Herzen DANKE für die wunderbaren Einsendungen zum Evangelium in jeglicher Form.  Ich denke, wir können sie uns immer mal wieder anschauen und entdecken dann noch das Eine oder Andere in den Texten, in der Musik, in den Fotos …

Von Herzen natürlich auch DANKE für Euer Mit-Feiern!

Hier geht es weiter wie angekündigt, nämlich mit einem

Morgenlob am 3. Sonntag im Monat, das ist der 21. März 2021.

Zwischendurch gibt es spontane Impulse.

Unseren Kaffee trinken wir heute natürlich zu Wüsten-Impressionen (Wüsten-Zauber), entdeckt und eingesandt von Monika Bojanowski

und einem Instrumentalstück von „Mein Heim im Himmel“ mit Saxophon

Mit den besten Grüßen, auch an unseren Organisten Jos van Son und seine Frau Alice,

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Das Hungertuch hängt – bei Interesse – in der Kirche in Hönningen, die tagsüber geöffnet ist. Gebets- und Meditationstexte liegen aus und es wird meditative Musik zum Hungertuch eingespielt.

Advent – 7. Tür(chen)

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 7:

Die Kirchencafé-ler unter uns, die schon die Möglichkeit hatten, die Christmette in Niederheckenbach am Heiligen Abend um 22 Uhr zu besuchen, erinnern sich vielleicht:


Jedes Jahr haben wir für die Schützlinge (Roma und Sinti) von Pfarrer Jan Opiéla Lebensmittel gesammelt. Viele, viele Tüten und Kisten voll standen dann immer im Raum zwischen Eingangstor und Pendeltüre. Wer genauer hingeschaut hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass dort auch immer eine große Tasche mit selbstgestrickten Sachen stand, Diese Mützen, Schals, Socken …. hat Agnes Rader alljährlich für die Sinti und Roma gestrickt,

Im letzten Jahr ist Agnes Rader aus Ahrbrück, am 07. Dezember 2019, verstorben.

Pfarrer Jan Opiéla hatte in der Christmette noch darauf hingewiesen.

Wir möchten heute an sie denken!

Fotos: Irene Rader /Sie ist die Tochter von Agnes

Beate Ley, die Enkeltochter von Agnes Rader schrieb:

„Ich kann leider nicht so gut singen, als dass ich es selber singen könnte, aber das Lied bewegt mich jedes Jahr zur Weihnachtszeit.

Zu dem Lied selbst….. es ist ein kölsches Weihnachtslied, das ich in meinem ersten Jahr in Köln kennengelernt habe, als eine Lehrerin mit uns „immis“ (wie man in Köln liebevoll sagt) gesungen hat. Seitdem kommt es mir immer in der Vorweihnachtszeit in den Kopf u ich finde, auch wenn dieses Lied von 1978 ist, ist der Text immer noch aktuell.

Und auch, wenn ich wieder an der Ahr wohne, schlägt doch immer noch ein großes kölsches Hätz in meiner Seele und in diesem besonderen Jahr habe ich auch ganz viel Heimweh noh Kölle.“

Dieses Lied soll deshalb heute die musikalische Untermalung für unser Gedenken an Beates Oma, Agnes Rader, sein.

Bitte hier klicken, dann kommt Ihr zum Liedbeitrag „Sidd höösch leev lück“

Vergesst aber nicht,

nach dem Lied wieder hierher zurückzukommen. Die Tür muss dann noch wieder geschlossen werden, sonst zieht es!

Noch 17 Mal schlafen – dann ist Weihnachten!

2. Advent – MORGENLOB

Die Glocken der Kirche St. Josef in Hochkirchen rufen uns zum Lob Gottes

Video: Pia Sonntag

Dreiunddreißigstes

gemeinsames Morgen- (Abend-/Allzeit-) Lob 

in Zeiten von Corona

in unserem virtuellen Kirchencafé

Bläserorchester der Familie Marienfeld

Gott, wir sind da. Wir loben Dich. Gott, Du bist da.

Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können.

Wir haben uns zum Gebet versammelt.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Zu Beginn wollen wir alle gemeinsam mit Ida, die die 2. Kerze vor dem Kirchentor in Niederheckenbach entzündet, auch die Kerze an unseren Adventsgestecken zum Lob Gottes zum Leuchten bringen:

Ida zündet die zweite Kerze am Adventsgesteck an / Gestaltung: Melanie Welter
Wir sagen Euch an den lieben Advent / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine u. Jörg Marienfeld

Liebe Kirchencafé-ler,

wir begrüßen Euch alle von Herzen an diesem 2. Adventssonntag!

Ihr habt es gehört und gesehen, heute haben nicht die Glocken der Kirche von Niederheckenbach geläutet, sondern die Glocken der Kirche St. Josef in Hochkirchen.

Der Vater meiner lieben Freundin, Pia Sonntag,

Herr Franz-Josef von Wirth,

ist am Mittwoch, den 02.12.2020 abends verstorben und die Glocken sind die seiner sehr geliebten Heimatkirche. Der vertraute Klang der Glocken soll ihn, mit all unseren guten Gedanken, bis zu seiner Beisetzung begleiten.

So möchten wir heute tröstend und mitfühlend die ganze Familie um Franz-Josef herum und alle Freunde, Bekannte und Verwandte, die aus der Ferne an ihn denken,

in unsere Mitte nehmen.

Liebe Ingrid, Sie haben Ihren Ehemann, lieber Thomas und Isik, liebe Katja und Onno, liebe Pia und Martin, Ihr habt Euren Vater und Schwiegervater, lieber Daniel, liebe Nina, lieber André, liebe Sarah, Ihr habt Euren Opa verloren.

Wir möchten Euch und allen um Euch herum, denen er fehlt, unsere Verbundenheit ausdrücken.

Franz-Josef von Wirth

* 15.02.1934 – † 02.12.2020

Pia hat liebevoll eine Kerze im Namen der ganzen Familie für Franz-Josef entzündet und liest ein Gebet vor, das an dem Tag, als er starb, einfach plötzlich da war – im Adventskalender von „Andere Zeiten“ – und auf berührende Weise so sehr passte:

Hören wir nun das Evangelium des Tages vom

2. Advent

und setzen die Worte damit in unsere heutige Zeit und in unsere persönlichen, aktuellen Situationen:

Liedruf vor dem Evangelium
Evangelium zum (Mit-) Hören und nachstehend zum (Mit-) Lesen / gelesen von Anja Neißner
Liedruf nach dem Evangelium

Annemie Ulrich hat nach dem Lesen des Evangeliums dieses wieder mit den

Egli-Figuren

dargestellt. Hier nun ihre Gedanken dazu:

„Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich.“ (Mk 1,7)


Johannes der Täufer

– der Vorläufer
– der Provozierende
– der Hardliner
– der Alternative
– der Revoluzzer
– der Faszinierende
– der Mitreißende
– der Hinweiser
– der sich Zurücknehmende


Wir sehen einen Weg: Johannes vorne und Jesus, der ihm folgt.
Johannes geht vor, er bereitet den Weg für Jesus, macht die Bahn frei, schwört die Menschen auf Jesus ein, ist sich voll und ganz seiner Aufgabe bewusst, nimmt seine Berufung als Vorläufer Jesu uneingeschränkt und bedingungslos an.

WORTE ZUM ADVENTSKALENDER

von Anja Neißner

Hören wir noch einmal den Liedbeitrag aus Tür(chen) 1:

Wir wünschen Euch in dieser Zeit / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine und Jörg Marienfeld

Beten wir nun gemeinsam das Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

VATER UNSER

im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und

vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Wir öffnen unseren Kreis nun für die Familie von Franz-Josef, lassen sie behutsam heraustreten aus unserer Mitte und danken herzlich für das uns entgegengebrachte Vertrauen, heute hier gemeinsam an ihn zu denken.

Liebe Ingrid, lieber Thomas, liebe Katja, liebe Pia und Familien,

wir möchten auch Euch gerne das nachstehende Foto mitgeben.

Vielleicht kann es Euch Trost und Hoffnung sein, dass Franz-Josef auf einem guten, lichtvollen Weg ist. Eure gelebte Liebe zu ihm und auch untereinander ist bereits Licht geworden und wird ihm den Weg leuchten.

Die Worte aus dem heutigen Evangelium stimmen ebenfalls zuversichtlich:

„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird.“

Gott segne uns.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Mit den besten Grüßen,

auch an unseren Organisten Jos van Son und seine Frau Alice,

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Und jetzt trinken wir einen Kaffee – das tut uns gut!

Hier geht es weiter an 

den Adventssonntagen mit einem verkürzten Morgenlob jeweils ab 9.30 Uhr

und 

täglich bis 06. Januar 2021 ab 7 Uhr

mit dem Öffnen der Türen unseres

Adventskalenders!

Wir freuen uns wieder sehr auf die tägliche Verbundenheit mit Euch in der schönsten Zeit im Jahr und die vielen kleinen und großen Überraschungen, die sich hinter den Türen verbergen und die von uns entdeckt werden wollen …

Zugabe der Kinder des Kindergartens Wibbelstätz in Hönningen

P.S.

Das Team aus Hönningen lädt herzlich

jeden Montag im Advent um 18 Uhr zu einem Abendlob in die Hönninger Kirche ein.

Abschiede 2020 – Impulse …

Liebe Kirchencafé-ler,

seid herzlich willkommen!

Wie letzten Sonntag bereits angekündigt gibt es heute kein Morgenlob.

Das Pastoralteam der Pfarreiengemeinschaft Altenahr hat aber zum heutigen Feiertag, nachdem die Gräbersegnungen coronabedingt abgesagt werden mussten,

Impulse

zusammengestellt, also ein Blatt, auf dem Texte und Gebete zu finden sind, die sich dazu eignen, sie im Gedenken an Menschen aus unserem Umfeld, die bereits gestorben sind, zu meditieren. Vielleicht ist ja auch für Euch in Eurer aktuellen Situation etwas Ansprechendes dabei.

Ihr findet das zweiseitige Blatt zum Abschluss des heutigen Beitrags.

Wir möchten heute aber zuerst noch einmal innehalten.

Gestern Mittag ist nämlich die Mutter eines lieben Freundes aus unserem Kirchencafé verstorben.

Lieber Martin,

wir nehmen Dich in unsere Mitte,

sei tröstend umarmt.

Heute wäre zudem Dein bereits verstorbener Bruder Christian 57 Jahre alt geworden. Vorgestern, als Du bei Deiner Mutter warst, hat sie noch von seinem bevorstehenden Geburtstag gesprochen. Die beiden sind jetzt wieder vereint.

Indem wir heute an sie denken, hast aber auch Du die Möglichkeit, ihnen ganz nah zu sein.

Lieber Martin, diese Kerze, die Licht und Wärme ausstrahlt,

leuchtet für Deine Mutter, die gestern unerwartet verstorben ist

NORA BREMICKER

*21.04.1934 + 31.10.2020

„(…) Ich weiß, dass deine Zeit und meine Zeit wieder ineinanderfließen werden. Dann erst werden wir uns wieder wirklich sehen, verstehen, begegnen. Dann wird die Zeit für uns die Gleiche sein. Wir werden unsere Narben zeigen und uns näher sein als je zuvor. (…)“

aus: „Liebe wird sein, Liebe, was sonst!“ von Frank Maibaum

Ich glaube an den Frühling: Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld

Weitere Abschiede in 2020 in unserem Kirchencafé:

Nachfolgend findet Ihr nun die Impulse des pastoralen Teams zum Herunterladen und dazu instrumentale Musik:

The Day / Melodie: Christian Methfessel

Herzliche und tröstende Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Glockengeläut der Kirche St. Pankratius in Niederheckenbach / Video: Paul Schier

MORGENLOB für Michael Schwabe und Stefan Schlesiger

Die Glocken der Kapelle St. Stanislaus im Heckenbacher OT Cassel

rufen uns zum Morgenlob:

Video: Michaela Langwald
Näher mein Gott zu dir / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Dreißigstes

gemeinsames Morgen- (Abend-/Allzeit-) Lob 

in Zeiten von Corona

in unserem virtuellen Kirchencafé

Gott, wir sind da. Wir loben Dich. Gott, Du bist da.

Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können.

Wir haben uns zum Gebet versammelt.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ich möchte Euch hier alle im Namen des ganzen Teams herzlich willkommen heißen, Euch dazu einladen, dass wir uns in die Nähe Gottes setzen und uns dazu zuhause eine Kerze für die Zeit dieses Gottesdienstes anzünden:

Die, die diese Plattform häufiger besuchen, wissen, dass, wenn nicht die Glocken der Pfarrkirche aus Niederheckenbach (unserer Hauptkirche) läuten, sondern die, einer anderen Kirche oder Kapelle, dann liegt etwas an.

Heute läuten die Glocken sogar zweimal, zu Beginn und zum Abschluss dieses Gottesdienstes.

Warum haben also  zu Beginn die Glocken aus Cassel geläutet?

Wir haben heute wieder eine wichtige Herzensaufgabe zu erfüllen und zwar:

Menschen beizustehen,

sie jetzt nicht alleine zu lassen,

denn zwei Familien aus je einem Ortsteil von Heckenbach (Cassel und Blasweiler) haben auf jeweils tragische Weise einen lieben Menschen verloren.

Liebe Fiona, liebe Inka, lieber Nico, liebe Michaela, lieber Karl-Heinz,

liebe Familie Schwabe, Ihr habt

Michael

verloren, und wir möchten Euch heute und auch für die Zukunft tröstend

in unsere Mitte nehmen

und Euch hier mitfühlend bis zu seiner Verabschiedung im Friedwald in Hümmel begleiten, die im engsten Kreis stattfinden wird.

Liebe Fiona, Du hast Deinen Ehemann, liebe Inka und lieber Nico, Ihr habt Euren Vater, liebe Michaela, lieber Karl-Heinz, Ihr habt Euren Sohn auf so tragische Weise verloren.

Euch und alle, die Ihr heute hierher mitgebracht habt, und auch alle, die aus der Ferne an ihn denken, Verwandten und Freunden, möchten wir sagen – Ihr seid nicht alleine. 

Ida hat auf einem Baumstamm, mit Blick in die Eifel, die er so gerne mochte, eine Kerze für Michael angezündet.

Liebe Fiona, Du hast uns mit Deiner offenen Art, mit der tragischen Situation umzugehen, den folgenden Text an die Hand gegeben; das war sehr hilfreich für alle, die ihn gelesen haben. Es werden nie alle Fragen, Eure, wie auch die Eures Umfeldes, beantwortet werden können.

So einfach ist es leider nicht,

aber es ist uns allen eine große Hilfe und wir möchten Dir für Deine Worte, liebe Fiona, DANKE sagen:

„(…) bei Michael ist vor einigen Wochen eine schwere schizophrene Psychose ausgebrochen. Er litt unter Wahnvorstellungen und Realitätsverlust. Wir, seine Familie, sein Arbeitgeber, sein Hausarzt und ich haben alles versucht, um ihm zu helfen. Das tückische an der Krankheit ist aber, dass er selbst weder weiß, dass er krank ist, noch erkennt, dass wir ihm helfen wollen und müssen. Er musste dringend in psychiatrische Behandlung, hat sich aber dagegen gewehrt und uns waren die Hände gebunden. Er galt immer als nicht eigen- oder fremdgefährdend, so dass wir ihn nicht zwangseinweisen konnten. Heute, wo wir kurz davor waren, dass er in eine stationäre Therapie geht, hat ihn der Mut verlassen, mit solch einer Krankheit zu leben und er hat sich unerwartet das Leben genommen (…)“

Liebe Fiona, Du hast sogar noch angeboten, dass wenn Menschen Fragen an Dich haben, sie Dich ansprechen mögen/dürfen. Dass es Dir hilft, darüber zu sprechen. Das habe ich auch deutlich bei unserem gemeinsamen, ausführlichen Gespräch gespürt …

Wie wir es besprochen haben, spielen wir nun ein Lied von Metallica für Michael, der es gerne rockig mochte. Dieses Lied hat auch schon bei Eurer Hochzeit vor sieben Jahren eine Rolle gespielt und hat nun im Zusammenhang mit seinem Tod nochmal eine große Aussage erlangt:

„Turn the page“ – Blättere die Seite um

Da gehe ich, blättere die Seite um, da gehe ich, blättere die Seite um, da gehe ich …

 

Nun möchten wir auch von ganzem Herzen Familie Schlesiger begrüßen.

Liebe Brigitte, Du hast Deinen Ehemann, lieber Björn und liebe Steffi, Ihr habt Euren Vater, liebe Familie Schlesiger, Ihr habt einen Bruder und lieben Verwandten, nämlich

Stefan

verloren.

Wir möchten auch Euch und die, die Ihr mitgebracht habt, Eure PartnerIn Nicole und Michael und die, die aus der Ferne an ihn denken, Verwandte, Freunde und Bekannte, von Herzen 

tröstend in unsere Mitte nehmen

und Euch bis zu seiner Verabschiedung am Dienstag, den 03. November und darüber hinaus begleiten und Euch sagen, Ihr seid nicht allein!

Stefan Schlesiger

* 24.06.1955  † 22.10.2020

aus dem Heckenbacher Ortsteil Blasweiler, ist am vergangenen Donnerstag an den Folgen eines Hirntumors im Alter von 65 Jahren gestorben.

Fast genau vier Monate haben wir alle um ihn gebangt, nachdem Stefan nur einen Tag nach seinem letzten Geburtstag plötzlich zusammengebrochen war und besonders Ihr, liebe Brigitte, lieber Björn, liebe Steffi, ein kaum erträgliches Auf und Ab der Gefühle zu bewältigen hattet – und das alles in Zeiten von Corona, in denen Ihr noch nicht einmal unbegrenzt, wann und wie Ihr wolltet, zu Eurem Mann und Vater, zu Stefan, durftet.

Für ihn lassen wir die Glocken der Kirche St. Margareta in Blasweiler heute zum Abschluss dieses Morgenlobes läuten.

Ihr, liebe Brigitte, Steffi und Björn, habt für Stefan liebevoll diese Kerze vor seinem Foto entzündet, wo er so zu sehen ist, wie wir ihn alle kannten.

GL 835 Meine Seele ist stille in dir / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Hören wir nun das,

was Gott uns in unsere heutige Zeit hinein zu sagen hat, im

Evangelium des Tages

Als Liedgesang vor und nach dem Evangelium hören wir:

GL 450 Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Evangelium

Audio-Evangelium zum (Mit-) Hören und/oder nachstehend zum (Mit-) Lesen
GL 450 Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

GEDANKEN ZUM EVANGELIUM

von Anja Neißner

Gedanken von Anja Neißner als Audio-Datei zum (Mit-) Hören und/oder nachstehend zum (Mit-) Lesen

Liebe Familien von Michael und Stefan,

was für eine Dramatik hatte Eure letzte gemeinsame Zeit mit Michael und mit Stefan.

Wieviele Sorgen habt Ihr Euch gemacht und wusstet nicht, ob es noch einmal besser werden würde. Würde Michael mit seinen psychischen Problemen noch einmal zurück in den Alltag finden können? Würde Stefan mit der schlimmen Diagnose weiterleben können?

Fragen, die Euch umgetrieben haben.

Das Einzige, was Ihr für Michael und Stefan tun konntet, war, für sie da zu sein. Michael hat sich durch seine Krankheit sogar dagegen gewehrt und nicht erkennen können, dass Ihr es doch gut mit ihm meint. Bei Stefan war es ein kräftezehrendes Auf und Ab, wobei Ihr oft noch nicht einmal wusstet, ob er Euch hört oder Euren Händedruck spürt, manchmal ließ nur der Blutdruck erkennen, dass er Euch wohl wahrnahm.

Als ich dieses Evangelium in Bezug auf Michael und Stefan gehört habe, den Satz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, dachte ich, dass Ihr alle genau das wirklich getan habt.

Ihr wart für Michael und Stefan da. Ohne aufgrund des Zustandes eine Gegenliebe erwarten zu können, habt Ihr gesagt: Wir lieben Dich, so wie Du bist, auch, wenn das nicht immer einfach ist.

Ich habe mal eine kleine Geschichte gelesen. 

Ein armer Junge wurde im Winter in den Wald geschickt, um Holz zu sammeln. Unter dem Schnee entdeckte er einen Schlüssel. Schließlich fand er auch ein Kästchen – und tatsächlich: Der Schlüssel passte! Er drehte um und …

Was der Junge in dem Schatzkästchen findet, verrät das Märchen dann aber nicht.

Ist es nicht auch das, was wir uns oft fragen. Was ist der Schatz unseres Lebens?

Wenn Ihr, liebe Familien von Michael und Stefan, dieses Kästchen und den Schlüssel in Eurer heutigen Situation finden würdet, was könnte darin sein?

Könnte nicht vielleicht eine Zusage darin liegen?

Die Zusage, dass alle Liebe, die Ihr Euch gegenseitig gegeben habt und die Liebe, die Ihr am Ende Michael und Stefan nur einseitig schenken konntet, über den Tod hinaus bestehen bleibt und

aus Euch heraus weiter in diese Welt strahlt? 

Könnte vielleicht die Zusage darin liegen, dass diese geschenkte Liebe niemals aufhört und über den Tod hinaus geht?

Ich glaube jedenfalls daran und ich glaube, dass Gott dabei an Eurer Seite ist.

Ich glaube auch, dass Ihr alle, mit Eurem Schlüssel in UNS etwas aufgeschlossen habt, dass Ihr uns den Blick geweitet habt, dass Ihr mit Eurer geschenkten Liebe und Eurer Offenheit etwas in uns und Eurem Umfeld bewirkt habt.

Kann es vielleicht sein, dass der Schlüssel auf dem „Michael“ steht und der Schlüssel auf dem „Stefan“ steht, uns gegenseitig füreinander öffnet?

Lied: Fragen (Vater, nur du) / Text und Melodie: Christian Methfessel / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Zum heutigen Evangelium

hat Annemie Ulrich wieder die Egli-Figuren (von Kristina Rosenbaum fotografiert) aufgestellt.

Für alle, die das nicht kennen, sei gesagt, dass es eine ganz andere Herangehensweise ist, wenn ich das Evangelium lese und mir dabei überlegen muss, wie ich Figuren, die auch wir sein könnten, dazu aufstelle, die dann das Gelesene „transportieren“. Wie hätten wir die Figuren aufstellt, nachdem wir das Evangelium gehört haben?

Hier nun Annemies GEDANKEN,

warum sie die Figuren so aufgestellt hat, wir wir sie gleich sehen:

Das große Gebot der Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen ist für mich die Grundlage unseres christlichen Glaubens.

Jesus hat es uns eindrücklich vorgelebt und uns in seinen zahlreichen Gleichnissen und Gesprächen erklärt. Im heutigen Evangelium bringt er dies gegenüber den Pharisäern auf den Punkt. Er ordnet das Gesetz dem Liebesgebot klar unter. Im letzten Satz heißt es:


„An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“


Die Figurenszene zeigt diese Konstellation. Menschen und Gott (in Gestalt von Jesus) einander zugewandt.

Mensch zu Mensch, Gott zu Mensch, Mensch zu Gott, auf dem Fundament der Liebe,
hier dargestellt durch das Herz aus Lichtern.

So wie das Kerzenlicht warm und hell brennt, so soll auch in uns die Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen brennen, weil die Liebe Gottes in unsere Herzen eingesenkt ist.

Weil er uns seine Liebe schenkt, können wir sie weitergeben.

Dabei ist es Gott, der uns in unserem Nächsten begegnet und so schenken wir die Liebe, die wir unserem Nächsten entgegenbringen auch Gott zurück. Das ist wie ein Kreislauf. Deshalb stehen die Figuren im Kreis und deshalb umschließt der Lichterkreis in Herzform diese Figuren.

Die Liebe hält alles zusammen und sie ist die Grundlage unseres christlichen Handelns. So können wir uns in jeder Lebenslage einander in Liebe bestärken, trösten und helfen. Die Liebe Gottes gibt uns die Kraft dazu.

Beten wir nun gemeinsam das Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

VATER UNSER

im Himmel, geheiligt werden Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und 

vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit.

Amen.

Liebe Fiona, liebe Inka und Nico, liebe Michaela und Karl-Heinz,

liebe Brigitte, lieber Björn, liebe Steffi,

wir möchten uns bei Euch für das in uns gesetzte Vertrauen und die Möglichkeit, uns hier

von Michael und Stefan

zu verabschieden herzlich bei Euch bedanken.

Mit dem passenden Schlüssel öffnen wir unseren Kreis wieder und lassen Euch aus unserer Mitte heraustreten, aber Ihr sollt wissen, dass wir für Euch da sind, wenn Ihr uns braucht. Solange sind wir in Gedanken bei Euch. Seid tröstend umarmt.

Der Klang der Glocken, der unseren beiden Verstorbenen aus ihren Dörfern bekannt ist, soll sie bis zu ihrer Verabschiedung auf ihrem Weg aus dieser Welt, wie wir sie kennen, begleiten.

Der Klang soll sie dorthin begleiten, wo es ihnen jetzt hoffentlich wieder besser geht.

Wir lassen jetzt die Glocken aus Blasweiler für Stefan läuten.

Das Besondere daran ist, dass Stefan diese Video-Aufnahme auf meine Bitte hin, im März noch selbst für unser Kirchencafé aufgenommen hatte.

Sehr berührend finde ich dabei auch, wenn wir seinen Schatten sehen …

Auferstandener Jesus,

du nimmst die Menschen,

die uns vorausgegangen sind,

in das Leben auf, das niemals endet.

Sie sehen bereits das Unsichtbare;

und sie sind uns manchmal ganz nahe.

Besonders in den leidvollen Stunden

liebst du uns noch mehr.

Und durch deinen Heiligen Geist

tröstest du und schenkst uns Frieden.

Gott, segne uns alle.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Mit den besten Grüßen

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Ich glaube jetzt tut uns allen ein Kaffee gut …

Hier geht es jetzt erst wieder weiter am

Sonntag, den 15.11.2020, ab 09.30 Uhr (und dann jederzeit)

mit dem Morgenlob von, mit und für begeisterte Menschen.

(Wir möchten nach 30 wunderbaren Morgenloben noch einmal etwas durchatmen, damit wir nach dem 15.11.2020 dann mit neuer Energie in ein hoffentlich wunderschönes, stimmungsvolles und adventliches Kirchencafé durchstarten können.)

Wir freuen uns schon wieder sehr auf Euch!!!

Hier findet Ihr abschließend noch freundliche

Post für das Kirchencafé

aus der vergangenen Woche

(dazu noch etwas Musik)

Off-Beat von Christian Methfesser „Vertrau mir“

Dieser Brief nimmt Bezug auf den im „Paulinus“ erschienenen Artikel über das virtuelle Kirchencafé:

Und Pfarrer Dupont schrieb uns:

Sonntag, 30.08.2020 MORGENLOB

Die Anna-Kapelle in Beilstein ruft uns heute zum Morgenlob

Dreiundzwanzigstes

gemeinsames Morgen- (Abend-/Allzeit-) Lob

in Zeiten von Corona

in unserem virtuellen Kirchencafé

Gott, wir sind da. Wir loben Dich. Gott, Du bist da.

Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können.

Wir haben uns zum Gebet versammelt.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wir begrüßen Euch alle zu diesem Lob Gottes!

Ihr habt es schon gehört – heute hat nicht die Glocke der Kirche in Niederheckenbach geläutet, sondern die Glocke der St. Anna-Kapelle im Heckenbacher Ortsteil Beilstein.

Am 27.08.2020 ist

Frau Gudrun Rössler aus Bad Bodendorf

gestorben, die viele Jahre hier in Beilstein mit ihrer Familie in ihr Wochenendhaus kam, in dem inzwischen ihr Enkel wohnt.

Wir möchten heute hier an Sie denken.

Ihre Familie hat eine Kerze für sie entzündet. Im Hintergrund sehen wir ein Engelbild, denn sie liebte Engel sehr und schien auch eine Verbindung zu ihnen zu haben.

Am 10.11.2020 wäre Gudrun Rössler 90 Jahre alt geworden. Die Klänge der Glocke aus Beilstein, die ihr vertraut sind, mögen sie auf ihrem Weg aus dieser Welt, wie wir sie kennen, begleiten.

Liebe Familie Rössler,

liebe Birgit, lieber Keno, liebe Concha, liebe Ilka,

Euch und alle, die hier heute hierher mitgebracht habt, um ihr nah zu sein, nehmen wir tröstend in unsere Mitte.

Wir zünden uns auch eine Kerze an.

Lied: In das Dunkel deiner Vergangenheit / GL 839, 1+3+5 Strophe

„In all dein Sein, in dein Fühlen und Denken lege ich meine Zusage:

Ich bin da!“

Text: Paul Weismantel, Melodie: Barbara Kolberg 2007

Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Hören/Lesen wir nun das Evangelium des Tages:

Liedruf vor dem Evangelium – Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld
Audio – Evangelium zum (Mit-) Hören und/oder nachfolgend zum (Mit-) Lesen

Evangelium des Tages 22. So. im Jahreskreis Lesejahr A, Matthäus 16, 21-27

Liedruf nach dem Evangelium Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

GEDANKEN ZUM EVANGELIUM

von Anja Neißner

Audio-Gedanken zum Evangelium zum (Mit-) Hören

Das heutige Evangelium hat mich unglaublich aufgewühlt, es hat mich unruhig gemacht, es hat mich nervös gemacht, ohne dass ich einen Satz herausheben könnte, der das bewirkt hat. Ich bin den ganzen Vormittag herumgelaufen und war unruhig und irgendwann am frühen Nachmittag hab ich mir das Evangelium in „Leichter Sprache“ aufgerufen und eine große Ruhe machte sich in mir breit. Vielleicht brauchte ich einfach in dem Moment diese Einfachheit der Worte. Da heißt es überschrieben:

Jesus sagt seinen Freunden, dass sie immer mutig sein sollen

Und dann wird der Text so dargestellt:

Jesus war schon einige Jahre mit seinen Freunden unterwegs.
Jesus erzählte überall von Gott.
Jesus spürte aber auch, dass er bald sterben muss.

Jesus wollte seine Freunde darauf vorbereiten.
Er sagte zu seinen Freunden:

Wir gehen jetzt in eine andere Stadt.
Die Stadt heißt Jerusalem.
In Jerusalem leben mächtige Leute.
Die mächtigen Leute ärgern sich, weil ich von Gott erzähle.
Die mächtigen Leute wollen mich quälen.
Und ans Kreuz schlagen.
Und töten.
Aber ich werde nach 3 Tagen von den Toten auferstehen.

Einer von den Freunden war Petrus.
Petrus war aufgeregt.
Petrus sagte zu Jesus:

Jesus, das darf nicht passieren.
Keiner darf dich quälen.
Keiner darf dich ans Kreuz schlagen.
Keiner darf dich töten.
Gott muss das verbieten.

Jesus sagte zu Petrus:

Petrus, halt den Mund.
Du hast keine Ahnung davon, was Gott will.
Du denkst genauso wie alle Menschen.
Gott denkt anders als die Menschen.
Gott will etwas anderes als die Menschen.

Jesus sagte zu seinen Freunden:

Ihr seid meine Freunde.
Ihr wollt alles über Gott lernen.
Wenn ihr alles über Gott lernen wollt, müsst ihr auch die schweren
Sachen von Gott lernen.
Die schweren Sachen von Gott sind für Menschen schwer zu
verstehen.
Die schweren Sachen von Gott könnt ihr nur mit dem Herzen
verstehen.

Jesus sagte:

So könnt ihr die schweren Sachen von Gott verstehen lernen:
Verlasst euch darauf, dass Gott euch am allerbesten kennt.
Denkt nicht nur an euch selber.
Denkt auch an die anderen Menschen.

 
Auch, wenn das nicht alle Fragen beantwortet, hat es mich irgendwie ruhiger gemacht.

Lied: Fragen (Vater, nur du)

Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Text+Melodie: Christian Methfessel

Wie geht es weiter? Wo geh´n wir hin? Was kommt danach und was ist der Sinn? Was bringt das Leben? Wo komm´ ich an? Steckt hinter all dem wirklich ein Plan?

Vater, nur du, kennst die Antwort darauf. Vater, nur du, kommst und richtest mich auf. Vater, nur du hörst mir jederzeit zu. Vater, nur du. Vater, nur du.

Wann muss ich gehen? Und wo bist du? Wer ist bei mir und wer hört mir zu? Was bringt die Zukunft? Was ist mein Ziel? Will ich zu wenig oder zu viel?

Vater, nur du, kennst die Antwort darauf. Vater, nur du, kommst und richtest mich auf. Vater, nur du hörst mir jederzeit zu. Vater, nur du. Vater, nur du.

Kann Liebe leiden? Wer kennt die Zeit? Wer steht darüber und weiß Bescheid? Was zählt ein Leben? Was mach ich hier? Wer kennt die Fragen schon lang vor mir?

Vater, nur du, kennst die Antwort darauf. Vater, nur du, kommst und richtest mich auf. Vater, nur du hörst mir jederzeit zu. Vater, nur du. Vater, nur du.

(Text/Melodie: Christian Methfessel)

Schauen wir nun, welche

GEDANKEN BEIM STELLEN DER FIGUREN

sich Annemie Ulrich

zum Evangelium gemacht hat:.

(und wie Kristina Rosenbaum sie in Szene gesetzt hat)

Jesus hat Petrus am vorigen Sonntag zu seinem Nachfolger erklärt, als Felsen bezeichnet, auf den er seine Kirche bauen will. Petrus ist sich dieser besonderen Aufgabe durchaus bewusst. Und so wundert es mich nicht, dass er es im heutigen Evangelium wagt, Jesus zurechtzuweisen. Er ist verständlicherweise nicht damit einverstanden, dass Jesus nach Jerusalem gehen will und sich dort, scheinbar willenlos, den Ältesten, Hohepriestern und Schriftgelehrten ausliefert, ja sogar bereit ist,sich töten zu lassen.

Unvorstellbar, dass die Sache Jesu so enden soll. Das kann man doch
verhindern, das muss nicht sein, so denkt Petrus und nimmt Jesus beiseite. Die anderen, die vielleicht ähnlich denken, sollen diese Maßregelung wohl nicht mitbekommen. In der Figurenszene sehen wir diesen Moment.

Jesus reagiert unerwartet schroff und hart. Er bezeichnet Petrus, seinen erklärten Nachfolger sogar als Satan, wendet sich von ihm ab und weist ihn in die Schranken. Das muss für Petrus ein Schlag ins Gesicht gewesen sein, hatte er es doch gut gemeint.
Die Erklärung durch Jesus folgt. Gott denkt anders als die Menschen. All das, was Jesus in den vergangenen Jahren getan und gelehrt hat, stand unter dem großen Thema Gottes- und Nächstenliebe. Jesus geht diesen Weg konsequent bis zum Ende. Er opfert sein Leben für uns am Kreuz, weil er Gott und die Menschen liebt.

Heute habe ich mich ehrlich gesagt etwas schwer getan, meine Gedanken verständlich in Worte zu fassen. Die Szene, die ich darstellen wollte war sofort in meinem Kopf. Hier stehen sich zwei unterschiedliche Denkweisen gegenüber:

Petrus, der Mensch und Jesus, der Sohn Gottes.

Die Aussage des Textes ist eine Herausforderung, es geht sprichwörtlich ans „Eingemachte“.

Jesus fordert uns knallhart auf, unser Leben auf ihn hin auszurichten und uns, wie Paulus im
Lesungstext an die Gemeinde von Rom schreibt, „…verwandeln zu lassen, durch die Erneuerung des Denkens, damit wir prüfen können, was der Wille Gottes ist“. Da müssen wir aus unserer Komfortzone heraus.

Vieles steht auf dem Prüfstand, muss „sterben“, damit Platz ist für Gott und seine Botschaft. Taten der Nächstenliebe, Vergebung, Rücksichtnahme, Umkehr, geschwisterliches Miteinander … , das ist oft nicht einfach und verlangt uns häufig einiges ab. Wir empfinden das manchmal vielleicht als „Kreuz“, es führt uns aber letztendlich zu einem erfüllten Leben und zu Gott. Und jede noch so kleine Tat ist ein wichtiger Schritt in der Nachfolge Jesu.

Sehr ermutigend finde ich den nachfolgenden Text. Er macht mir noch einmal deutlich, dass ich nicht alleine auf dem Weg bin, sondern dass wir in Gemeinschaft zur Nachfolge berufen sind und wir gemeinsam unterwegs sind und uns gegenseitig stärken können, falls das „Kreuz“ uns zu schwer wird und uns niederdrückt.

seine Sache und unsere Sache
Er öffnet uns die Augen,
dass wir verstehen.
Jetzt ist es an uns,
dass wir einander vergeben,
das Wort säen,
Zeichen wirken,
das Brot brechen,
und unseren Geist und unsere
Menschlichkeit entwickeln.
Der Anbruch des Reiches ist
unser Programm.
Liebe, Gerechtigkeit, Friede
und Einheit –
allesamt unsere Sache.
Wir gehen als Zeugen
bis an der Erde Enden. – WIR

Aus: Frauen und Gott von Eleonore Beck und Gabriele Miller, Butzon & Bercker

Lied: Liebe ist nicht nur ein Wort – Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Beten wir nun das Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat. Heute laden wir dazu ein, in die Stelle

DEIN WILLE GESCHEHE“

besonders hinzuspüren und zu -hören. Denn ist es nicht das, was Jesus uns im heutigen Evangelium sagen möchte?

Vater unser, im Himmel.

Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Amen.

Im Hönninger Kindergartenwald haben Besucher des Waldes  wieder Wünsche und Bitten aufgehängt:


Lass die Tiere leben

Lieber Gott habe Gnade mit uns und lass die Sonne uns nicht verbrennen

Gesundheit und Liebe für alle

Erfolg als Quarzitgesteinexperte – wünsch ich mir

Kraft und Zuversicht für Familie Weber – dass Jan bei Ihnen und uns sein kann

Dass unsere Familie gesund bleibt

Dass ich bald einen Keilerzahn finde

Ich bin dankbar für meine Familie und wünsche J. Gottes großen Segen im Kiga, C. viel Esprit in Regensburg, M., dass er sich findet.

Dieser Zettel ist für Eure persönliche Bitte

Liebe Kirchencafé-ler,

wir spüren schon mit ein bisschen Wehmut, dass der Sommer sich dem Ende zuneigt und schon etwas Herbst in der Luft liegt. Aber wäre es nicht auch langweilig, wenn IMMER Sommer wäre?

Wir haben jetzt tatsächlich schon durch zwei Jahreszeiten, den Frühling und den Sommer, hier zusammen virtuell das Morgenlob gemeinsam gefeiert. Bleiben wir gespannt, wie es sich im Herbst anfühlen wird. Wir freuen uns jedenfalls schon darauf, denn im Augenblick scheint es noch nicht sinnvoll oder möglich zu sein, das Morgenlob  wieder im Kirchencafé  vor Ort zu feiern.

Vielen Dank an Monika Bojanowski und Sabine Marienfeld für die nachdenklich stimmenden, und sich so gut in das Morgenlob einfügenden, neu aufgenommenen Musikstücke. Danke an alle, die wieder etwas beigetragen haben.

Aber vor allem DANKE an alle fürs Mitfeiern.

Liebe Familie Rössler, liebe Birgit, lieber Keno, liebe Concha, liebe Ilka, wir danken Euch von Herzen für das in uns gesetzte Vertrauen, Gudrun hier gemeinsam verabschieden zu können und sind in Gedanken bei Euch und bei allen, die Ihr hier heute aus ihrem und Eurem Umfeld mitgebracht habt und die, die von anderswo an Sie denken.

Gott, segne uns alle.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Jetzt trinken wir einen Kaffee und hören noch etwas Musik 

Hier geht es weiter 

am Mittwoch, den 02.09.2020 ab 7.00 Uhr

mit EUREN Beiträgen der Woche

Mit den besten Grüßen

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner