Kalender – Schlusswort

Liebe Tür(chen) – Öffner*Innen,

wir haben nun 37 Tage miteinander verbracht. Das schweißt zusammen. Menschen haben sich verletzlich gemacht und sich vertrauensvoll für uns geöffnet. Wehmut liegt in der Luft.

Was als spontane Idee um die Ecke kam, ist gestern zu Ende gegangen:

Der Advents- / Weihnachts- / Brückentage- / Unterwegs- Kalender

gefüllt mit Beiträgen von wunderbaren Menschen.

Immer ist zu hören:

„Ich habe inzwischen das Gefühl, ich kenne die Menschen aus den Tür(chen), obwohl ich sie noch nie gesehen habe.“

250 bis 600 mal wurden die Türen täglich geöffnet.

Auch im Namen des Teams des virtuellen Kalenders möchte ich mich von Herzen

für Euer Dabeibleiben, für Eure Offenheit, für Eure unglaubliche Kreativität,

Euer Vertrauen (!),

Euer Mitmachen, die Vielfalt, die lieben Weihnachtskarten (Foto oben), die immer wieder lieben Rückmeldungen, die ständiger Antrieb waren, bedanken. Es hat unsere Gemeinschaft wieder einmal unglaublich LEBENDIG und BUNT gemacht!

Mein Schrank war so stolz, dass er täglich aufs Neue, bei den Ankündigungen der Beiträge, knarren und quietschen, und einmal sogar „zuknallen“ durfte,

stellvertretend für alle Eure eingesandten Türen!

Es war eine ganz besondere Zeit für mich.

Ein Kraft-Akt –

wobei ich diese Kraft viel mehr als geschenkt empfunden habe, als dass ich das Gefühl gehabt hätte, dass sie mir genommen worden wäre. Ich bin sehr dankbar für diese Zeit, habe Weihnachten selten inhaltlich so intensiv erlebt und es war mir eine große Freude – dank EUCH!

Was hätte ich/was hätten wir eigentlich gemacht, wenn niemand etwas geschickt hätte?

Wir wissen es nicht…. müssen es auch nicht wissen, denn stattdessen war es sogar möglich, in jedem Tür(chen) einen Text- UND einen Musikbeitrag vorzufinden, wobei sich Text und Musik gegenseitig geehrt haben.

Ich hoffe, ich konnte alle eingesandten Beiträge, bei denen es keine Sorge wegen der Nutzungsrechte gab, berücksichtigen. Sollte dem nicht so sein, wäre es ein Versehen meinerseits gewesen und ganz bestimmt nicht, weil es der Beitrag nicht wert gewesen wäre! In dem Fall gebt mir bitte einen kleinen Hinweis; ich verwende den Beitrag dann sehr gerne bei anderer Gelegenheit.

Der Engel, der mir in unserer Kalender-Zeit in meinem Heimat-Wald im Heckenbacher Ortsteil Beilstein „erschienen“ ist, soll Euch, zusammen mit dem passenden Text von Katharina Barth-Duran, für die kommende Zeit Begleiter und Inspiration sein.; zum einen selbst einmal Engel für jemanden zu sein, zum anderen in der Natur Ausschau zu halten, wo sich Gott zeigt.

Text von Katharina Barth-Duran / gesprochen von Anja Neißner

Während der Kalender mit allen 37 Tür(chen) auf der Seite des Kirchencafés unter dem Link  „Adventskalender“

Bitte hier klicken um noch einmal zum Adventskalender zu gelangen

weiterhin einseh- und aufrufbar bleibt, verabschiede ich mich und Euch im Namen des Teams des virtuellen Kirchencafés von Herzen mit einem, sicher einigen von Euch bekannten Lied von Willy Astor, den ich einmal persönlich kennenlernen konnte, mit seinem wunderbaren Lied

„Einfach sein“

Dieses Lied mag uns Vieles in unserem Leben noch einmal überdenken lassen.

Eure Anja Neißner

Wie geht es hier weiter?

Wir legen jetzt erst einmal nach den 37 Tagen Dauereinsatz eine kleine Pause ein,

ab Februar feiern wir die Morgenlobe wie zu der Zeit, als sie noch vor Ort in Heckenbach stattgefunden hatten, nämlich jeweils am 3. Sonntag im Monat

hier auf dieser Plattform.

Somit ist das nächste Morgenlob am 

21. Februar 2021

Es werden aber zwischendurch immer mal kleine Impulse eingestellt werden, auf die ich auch über den üblichen Verteiler hinweisen werde und bei denen Ihr immer mal wieder herzlich eingeladen werdet, Euch einzubringen. Lasst Euch überraschen!

Bis bald!!!

 

 

Unterwegs-Tür(chen) 6.Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 6 des neuen Jahres:

Geschenke für den neugeborenen König

Fotos: Kristina Rosenbaum / Gestaltung: Annemie Ulrich

Text gesprochen von Anja Neißner

Hier kommt Ihr zur Informations-Seite der Sternsingeraktion, die in diesem Jahr Kinder in der Ukraine unterstützt

Das war das letzte Tür(chen) an unserem Advents- / Brückentage- / Unterwegs-Kalender

Morgen gibt es hier noch ein Schluss-Wort!

Unterwegs-Tür(chen) 5.Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 5 des neuen Jahres:

Heiligabend 2020
Auszug aus einer Predigt von Katharina Barth-Duran
Pastoralreferentin, katholische Kirche Eppingen

Ach Oma, sagen meine Enkelkinder oft. Ach Oma, du mit deinem Gott! Warum soll ich denn sonntags in den Gottesdienst gehen, der Papa geht doch auch nicht?
Ach Oma, du sagst Gott kommt zu uns, ganz nah.
Aber wo ist er denn in unserer Welt heute noch ganz nah?
Wo ist er wenn so viele Kinder in Afrika verhungern?
Wo ist Gott, wenn in Syrien jahrelang ein schlimmer Krieg herrscht, so viele Tote und alles in Schutt und Asche?
Wo ist Gott, wenn dieser Corona-Virus die ganze Welt in Angst und Schrecken versetzt, krank macht, sterben lässt, die Läden schließen müssen, viele nicht mehr genug zum
Leben verdienen und die Kinder nicht mehr in die Schulen,
Kitas und Kindergärten können. Wo ist da unser Gott?


(…) auch ich habe keine schnelle Antwort auf diese großen, ernsten Fragen, die wir zu Recht stellen können, vielleicht gerade an diesem Heiligen Abend.
Ich weiß nur, auch von mir selber, dass wir Menschen
ziemlich gut darin sind, die Schuld auf andere zu schieben.
Gott bietet sich da ja sozusagen an.

Aber macht Gott die Kriege?
Lässt Gott den Streit oder die Trennung in unseren Familien
entstehen? Und dieser seltsame kleine Virus?

Hat Gott den losgeschickt?
Nun, es wurde festgestellt, dass er auf einem Viehmarkt im
chinesischen Wuhan zuerst aufgetaucht ist, wo auch
lebende, wilde Tiere, jämmerlich gehalten und zum Schlachten verkauft werden.
Ja, meinen wir Menschen denn,
wenn wir Tiere quälen, die Natur ausbeuten, die Luft
verseuchen und unser Plastikmüll im Trinkwasser auftaucht, dass wir in so einer Welt gesund bleiben können?

Alle und alles hängt doch zusammen!

Das sind ernste Worte. Aber es ist auch keine zuckersüße Weihnacht in diesem Jahr. Ja, Gott hat uns diese Erde anvertraut. Und mit Jesus wollte er uns einen Heiland und
Retter schicken. Aber das Kind in der Krippe ist auf unsere
Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Es sagt uns: Ihr seid meine Hände, um meine Arbeit in dieser Welt zu tun. Ihr seid meine Füße, um zu den Menschen zu gehen. Euer Leben ist oft die einzige Bibel, die
Menschen heute noch kennen und lesen.
Wir selbst sind es, die den anderen einen nahen Gott zeigen
können. Das können auch schon Kinder und Jugendliche.
(…)
Den eigenen Glauben weiterzusagen, ihn hinaus auf die
Straßen und Plätze unseres Dorfes zu tragen. Gerade jetzt, wo sich so viele Menschen voller Angst, allein und einsam in ihren Häusern einschließen.

Das sehe ich fast als ein Gebot der Stunde.

Denn so etwas hat mit der Fantasie der Liebe zu tun. Und wo die Liebe ist, da gibt es Vorsicht und Rücksicht, aber keine Panik oder übergroße Furcht. Und deshalb ist es auch
wichtig, dass wir alle, auch Ihr Kinder mit euren Familien, gerade in Corona-Zeiten ganz fantasievolle neue Wege
sucht, unseren Glauben sichtbar und offen zu leben. Denn
wo soll sonst unsere Hoffnung und Zuversicht auf eine gute
Zukunft herkommen?
Bleiben wir auf dieser Spur der Fantasie der Liebe. Denn wo
die Liebe ist, da ist unser Gott ganz, ganz nah. Und genau
dann wird für uns und alle wirklich Weih-Nacht!

Krippenimpressionen

Gestaltung: Annemie Ulrich / Fotos: Kristina Rosenbaum

Die Weisen folgen immer noch dem Stern… 

Gisela Schopp und Annemie Ulrich sind im folgenden Liedbeitrag heute die Stimme der Kinder:

„Wir klopfen an eure Tür“

Morgen hören wir dann die Kinder selbst sprechen und singen.

Wir klopfen an eure Tür / Gitarre/ Ukulele/ Gesang: Gisela Schopp und Annemie Ulrich

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

und enden am 7. Januar mit einem Schlusswort.

Unterwegs-Tür(chen) 4.Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 4 des neuen Jahres:

Im Sommer dieses Jahres besuchten wir diese kleine, alte Fischerkirche in Deutschlands kleinster und ältester Stadt Arnis, einer winzigen Insel in der Schlei. In diesem Kirchlein entdeckten wir eine ausdrucksstarke Plastik, aus Schwemmholz gestaltet. Daneben der berührende tiefsinnige Text, der so wunderbar in diese weihnachtliche Zeit passt.

Angelika Nowicki

Die Heiligen drei Könige sind unterwegs zur Krippe.

„Sage, wo ist Bethlehem“ fragt Rudolph Otto Wiemer in einem Gedicht und antwortet gleich darauf: Bethlehem ist überall. Jederzeit. Hier und dort.

Ist es überhaupt ein Ort? Oder ist es eine Zeit, ein Gefühl, ein Mensch?

Ist es vielleicht überall dort, wo Menschen menschlich miteinander umgehen?

Wo ist dein Bethlehem?

Den musikalischen Beitrag haben wir uns heute ausgeliehen von einem Auftritt des Chores Kaleidoskop in Kühlbach. Er passt einfach zu gut …

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Unterwegs-Tür(chen) 3. Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 3 des neuen Jahres:

von Karl Josef Freischem

Die Tür aus dem „Malerstübchen!“

Bereits im frühen 19. Jahrhundert gründete sich die Malerkolonie in Willingshausen und ist damit die älteste in Europa. Maler aus ganz Deutschland zog es in die Schwalm. Das bäuerliche Leben in allen Facetten war Gegenstand ihrer künstlerischen Arbeit.

„Im Gasthaus Haase trafen sich die Maler nach getaner Arbeit in fröhlicher Runde zu lockeren Gesprächen. So kam man auch irgendwann – vielleicht in einer Bierlaune – auf die Idee, die Tür des Gastzimmers mit Schwälmer Motiven und Idyllen zu bemalen. Die Tür ist heute im Malerstübchen ausgestellt. Dörfliches Geschehen, wie Gänsehüten, spielende Kinder im Bollerwagen, Trachtenkinder beim Beobachten der Maler, ja selbst das Gasthaus ´Haase´ wird durch einen eine Pfeife rauchenden Hasen dargestellt. Diese Tür wurde so zu einem Vermächtnis der Künstlerkolonie an die einfachen Menschen im Bauerndorf.“

(zitiert nach einem Beitrag von Peter Gnau vom 12.8.2012)

Die Tür ist so etwas wie ein bildhaftes Gästebuch und Poesiealbum der Künstler.

Wie jede Tür öffnet auch sie einen „Raum“, der zum einen ganz real in Bereiche der in Willingshausen entstandenen Gemälde und Zeichnungen führt, zum anderen aber auch einen Einblick in die Lebens- und Gedankenwelt der damaligen Zeit gewährt.

Karl Josef Freischem

Die musikalische Untermalung kommt heute noch einmal vom Bläserorchester der Familie Marienfeld, denn wir wollen es schließlich ausnutzen, in dieser Zeit auch immer mal wieder Weihnachtslieder zu hören!

O, du fröhliche / Familie Marienfeld
Flügelhorn= Laura
Klarinetten= Celine Adriany und Neele Linden
Tuba= Jörg
Bariton= Lars
Schlagzeug = Lennart

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Auf folgendes Hinweisblatt möchte ich Euch aufmerksam machen,

gleichzeitig aber auch sagen, dass das nicht für Heckenbach gilt! Hier werden die entsprechenden Utensilien von den Sternsingern zurzeit in die Briefkästen aller Haushalte verteilt (Segensspruch, Infos zum Beispielland Ukraine, Spendentüte, Überweisungsträger)

Unterwegs-Tür(chen) 2. Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 2 des neuen Jahres:

von Wilfried Freischem

Jeder weiß doch,

der Winter ist ein fauler Geselle und nichts ist ihm lieber, als wenn Frau Holle ihm ein weiches und flauschiges Bett aus Schnee aufs ganze Land schüttet, wo er dann, nachts von Sternen gekrönt und über den Tag von der Wintersonne gewärmt, die Zeit verbringt.

Das war wohl einmal. Heute schleift der Nikolaus seinen Schlitten, hochbepackt mit Geschenken, oft nur noch mühsam über grünes Gras. Und Weidenzweige, die sonst vom Frost bereift, wie Engelshaar glitzerten, hängen  nur noch  traurig von ihren Ästen herab.

An einem solchen Wintertag, wie es sie heute kaum noch gibt, an denen der Winter noch sein Bettchen fand und der Nikolaus mit seinem Rentiergespann und „Ho Ho Ho“ über ein weißes Land gleiten konnte, ging ich über unsere kleine Hauptstraße, an der sich ein weihnachtlich glitzerndes Schaufenster an das nächste reihte. Leise, schneeknirschend, schoben sich die Autos durch das hohe Weiß, so, als wollten sie Winters Schlummer nicht stören. In den Läden, aber auch auf der Straße war geschäftiges Treiben.

Überall spürte man, Weihnachten ist nah.

Dann sah ich einen Mann, bekleidet mit einem langen grauen Mantel; in einer Hand eine rindslederne Aktentasche, wie man sie heute nur noch selten sieht. Den Hut hatte er tief ins Gesicht gezogen, seine ganze Gestalt , altersgebeugt, offensichtlich tief in seinen Gedanken versunken. Nichts wahrnehmend, was um ihn herum vor sich ging, kam er auf mich zu.

Doch dann stockte mir der Atem, Bremsen kreischten, lautes Gehupe, irgendwo hinter mir kreischte eine Frau. Der Mann hatte plötzlich den Gehweg verlassen, um offensichtlich die Straße zu überqueren und lief direkt vor einen Sattelschlepper, dessen Fahrer durch Bremsen und panisches Gegenlenken versuchte, seinen Truck irgendwie zum Stehen zu bringen.

Erst als diese gewaltige Kraft aus Stahl, aus Gummi, aus Diesel und Wut unmittelbar vor dem Mann zum Stehen kam, schreckte dieser, wie aus einer fernen Welt kommend, aus seinen Gedanken.

Mit vor Schreck geweiteten Augen sah er jetzt hoch zum Fahrer des Lasters, der tobte und die schlimmsten Verwünschungen von sich gab, deren Heftigkeit nur durch die Windschutzscheibe gedämpft wurde.

Dann sank dieser alte Mann auf die Knie, kniete im Schnee und segnete sich … im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.

Nur mühsam kam er wieder auf die Beine; einen Mann, der ihm dabei helfen wollte, wies er freundlich, aber bestimmt, zurück. Dann ging er zur Fahrertür des Lkws. Mir war, als ob er die Gittertür eines Löwengeheges öffnete, so brüllte und krakelte der Fahrer, immer noch das Lenkrad wie im Krampf festhaltend.

Der alte Mann löste eine Hand des Fahrers vorsichtig von Steuer, umschloss sie mit seinen beiden Händen und bedankte sich Hände schüttelnd bei seinem Lebensretter. Die beiden redeten dann noch länger miteinander, den hupenden Stau hinter sich, hörten sie nicht.

Erst nach einer geraumen Zeit verabschiedeten sich die beiden voneinander, ich glaube, als Freunde. Beim Abschied war es der Fahrer, der die alte Hand in seine beiden Hände nahm und kräftig schüttelte.

Langsam rollte der Sattelschlepper wieder an, mit einem lächelnden und kopfschüttelnden Trucker.

Dann muss er irgendeinen Knopf auf seinem Armaturenbrett gedrückt haben, hinter der Windschutzscheibe flackerte ein kleiner bunter Weihnachtsbaum auf…

Die musikalische Untermalung kommt heute vom Abend des Lichts in Müllenbach und wurde eingesandt von 

Marion Marienfeld

„Gott lass meine Gedanken sich sammeln zu Dir“ / Sängerinnen und Sänger der Chorgemeinschaft Bongard 1908 e.V. und des Singkreises Kaltenborn / Leitung und E-Klavier: Silvia Groß

Gott, lass meine Gedanken sich sammeln zu dir.
Bei dir ist das Licht, du vergisst mich nicht.
Bei dir ist die Hilfe, bei dir ist die Geduld.
Ich verstehe deine Wege nicht,
aber du weißt den Weg für mich.

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Ich möchte sehr freundlich daran erinnern, dass wir heute wieder haltbare Lebensmittel sammeln, um sie Pfarrer Opiéla für seine Schützlinge (Sinti und Roma) mitzugeben. Die Lebensmittel werden dringend benötigt.

Sammelstelle an der Kirche in Niederheckenbach an der Sakristei

Samstag, 02.01.2021 in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr

DANKE

Unterwegs-Tür(chen) 1. Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 1 des neuen Jahres:

von Pfarrer Jan Opiéla

Als ich die Worte von Pfarrer Opiéla las, nämlich die Stelle,

„Wie kommt es um die Ecke das Licht, bin ich es der/die kommen muss? Lass ich mich überraschen und verharre gebannt im Dunkeln oder überrasche ich das Licht ganz einfach mit meinem offenen Entgegengehen?,

und weiter unten, wo er Antoine de Saint-Exupéry zitiert mit den Worten:

„Die wahre Freude ist die Freude am anderen.“,

da dachte ich, wie gut doch an dieser Stelle die selbstgeschriebene Kindergeschichte von Beate Ley aus Hönningen passt.

Beate (die übrigens ein Teammitglied im Kindergarten Wibbelstätz in Hönningen ist) hat von 2007-2009 auch eine Ausbildung zur „Märchenerzählerin“ absolviert und die entsprechende Abschlussprüfung mit einer Geschichte bestanden, die sie ihrer in dieser Ausbildungszeit geborenen Tochter Frieda gewidmet hat.

Da ich weiß, dass einige „Türchenöffner*Innen“ die Türen auch zusammen mit ihren Kindern und/oder Enkeln öffnen, können die Kinder den heutigen Inhalt und das obige Bild mit dieser Geschichte bestimmt viel besser verstehen.

Da wir schon recht viel Text heute hier haben, lese ich den Kindern und Euch die Geschichte

„Der kleine Stern und der kleine Hase“

von Beate Ley

nachfolgend vor:

„Der kleine Stern und der kleine Hase“ von Beate Ley / gelesen von Anja Neißner

Noch einmal soll heute ein Lied vom letzten Singen der Chöre des Dekanats Maifeld-Untermosel in Kühr vor dem Lockdown im März unsere musikalische Untermalung sein. 

Christel Haupt

hat uns den Video-Mitschnitt geschickt.

Shalom – Friede

Dieser Friede soll unser Licht sein!

Licht und Frieden, inneren und äußeren,

möchten wir dem neuen Jahr 2021 und damit uns allen von Herzen wünschen:

„Shalom“ / Chöre des Dekanats Maifeld-Untermosel

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Ich möchte auch heute noch einmal sehr freundlich daran erinnern, dass wir morgen wieder haltbare Lebensmittel sammeln, um sie Pfarrer Opiéla für seine Schützlinge (Sinti und Roma) mitzugeben. Die Lebensmittel werden dringend benötigt.

Sammelstelle an der Kirche in Niederheckenbach an der Sakristei

Samstag, 02.01.2021 in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr

DANKE

Brückentage-Tür(chen) 31.12.

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 31:

„Ich liebe Neujahr“,

und wer mich kennt, weiß wie ich es meine….

Ich liebe es am Neujahrsmorgen früh aufzustehen,
ohne Verkaterung 🙂

früh zum ersten Spaziergang des Jahres aufzubrechen,
dann, wenn noch die meisten Menschen in der Nachbarschaft schlafen,
weil ich es genießen möchte, dieses Gefühl des Beginns des neuen Jahres.

Neujahr heißt für mich, dass das vergangene – durch Corona  geprägte merkwürdige  – Jahr hinter uns liegt und wir beginnen ein neues Jahr, es liegt wieder alles, was uns wichtig ist und wichtig geworden ist, vor uns!

Die gemütlichen Winterabende, dann der Übergang in die spannende Aufbruchszeit im Frühjahr, der pulsierende Sommer mit seinen langen Tagen und warmen Abenden,
der so farbenrohe Herbst mit Ernte und Genuss.

Ich liebe den Neujahrstag auch, weil es mir ein Bedürfnis ist (und es ist schon eine liebgewordene Tradition) an diesem Tag hoffnungsfroh wiederkehrende Termine und neue Pläne in den Kalender einzutragen, mein Blick geht dann weit nach vorne.

Und in diesem neuen Jahr gibt es noch ein zusätzliches bereicherndes Bewusstsein:
Dass ich zur Gemeinschaft des Kirchencafes Heckenbach gehören darf und wir uns dort in seinem Namen wiedersehen und hören werden.

Das bringt noch mehr Lichtblicke ins neue Jahr ….

Ich liebe Neujahr, und ich freue mich auf das neue Jahr!“

Pia Sonntag

Marion Marienfeld

hatte uns vom Abend des Lichts in Müllenbach nicht nur das Friedenslicht aus Betlehem mitgebracht,

sondern auch Mitschnitte des Gesangs von diesem Abend, der coronabedingt nur mit wenigen Sänger*Innen stattfinden durfte/konnte.

Das Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ aus Taizé war eines dieser Lieder und beinhaltet alles, was wir für das neue Jahr brauchen:

Hoffnung, Freude, Stärke, Licht, Christus, Zuversicht, Vertrauen, Mut

Sängerinnen und Sänger der Chorgemeinschaft Bongard 1908 e.V. und des Singkreises Kaltenborn / Leitung und E-Klavier: Silvia Groß

Wir wünschen Euch allen von Herzen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Und wie ich gestern gelernt habe, heißt das:

Rosch haschana = Kopf des Jahres = Beginn = Neujahr

Für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Mehr ist nicht erlaubt 🙂

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Ich möchte noch einmal sehr freundlich daran erinnern, dass wir übermorgen wieder haltbare Lebensmittel sammeln, um sie Pfarrer Opiéla für seine Schützlinge (Sinti und Roma) mitzugeben. Die Lebensmittel werden dringend benötigt.

Sammelstelle an der Kirche in Niederheckenbach an der Sakristei

Samstag, 02.01.2021 in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr

DANKE

Brückentage-Tür(chen) 30.12.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 30:

Wie aus der „72“ eine „27“ wurde – oder: eine digitale Weihnachtsgeschichte

von Martin Bremicker

Für den diesjährigen Adventskalender des Kirchencafes, dessen Tage ja meist durch Hausnummern dargestellt werden,

wurde ganz dringend am Heiligabend die „27“ für den 27. Dezember gebraucht.

Also wurde ich sozusagen „ausgesandt“ in unserem kleinen Ort eine Hausnummer 27 zu finden und zu fotografieren.

Gar nicht so einfach, denn unser kleines Dorf hat kurze Straßen. Ich lief durch den Ort, doch es war wie verhext: Die allermeisten Straßen waren viel zu kurz, als dass es zu einer Hausnummer 27 gereicht hätte. Einzig die Verbindungsstraße zum Nachbarort bot eine 27, doch für ein scharfes Foto kam ich nicht nahe genug heran.

Und der knurrende Schäferhund im Hof lud nicht gerade dazu ein, das Hoftor zu öffnen.

Auf dem Weg zurück nach Hause fiel mir die Hausnummer des Nachbarhauses ins Auge – die 72. Das Gute lag soooo nahe. Also die 72 fotografieren und daraus am Computer eine 27 machen.

Beim Fotografieren der 72 kam der Hausbesitzer und fragte, was ich denn da tun würde (in diesen Tagen denkt man da wohl mehr an einen Besuch des Gesundheitsamtes).

Ich antwortete ihm: „Darf ich Ihre Hausnummer 72 für einen Adventskalender fotografieren?“

Der Mann staunte nicht schlecht,

„Heute ist doch schon Heiligabend und die Adventszeit vorbei? Und eine 72…?

„Ich stammelte, „ja klar, der Adventskalender soll noch bis zum 06. Januar laufen“

….. aber vergaß die Erklärung der 72.

Das Gesicht des Nachbarn wurde nach dieser Erklärung (verständlicherweise) noch erstaunter …

Aber: So entstand die 27 im Adventskalender, die ja eigentlich eine 72 war. Und unser Nachbar grüßt uns seit Heiligabend noch etwas verschmitzter.

Ich glaube, er hat es nicht verstanden … 😀

Der musikalische Beitrag kommt heute aus Bassenheim

Anne Gemein

war so lieb und hat uns das Musikstück für unseren Adventskalender bzw. Brückentage-Kalender, geschickt. Johannes ist ihr Cousin.

Hören und sehen wir deshalb nun eine Musikrichtung, die wir bisher hier noch nicht hatten:

Sylvia Mel-André (Querflöte), Johannes André (Gitarre) und Ina Hauffe (Gesang)

mit dem Stück „Have yourself a merry little christmas“

Bitte hier klicken um zur deutschen Übersetzung des Liedes zu kommen

Zum Abschluss habe ich noch ein großes Anliegen an Euch:

Wie viele von Euch wissen, sammeln wir an Ostern und an Weihnachten jedes Jahr für die Schützlinge von Pfarrer Jan Opiéla, Roma und Sinti,

haltbare Lebensmittel.

Da nun die Christmette nicht stattfinden konnte in Niederheckenbach, wurden auch keine Lebensmittel gesammelt. Sie werden aber dringend benötigt!

Deshalb möchten wir das nun nachholen:

Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn Ihr am kommenden (2.1.2021)

Samstag in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr haltbare Lebensmittel an der Sakristei

der Kirche St. Pankratius in Niederheckenbach abstellen würdet. Wir werden diese Lebensmittel dann anschließend in der Sakristei zwischenlagern, bis Pfarrer Jan Opiéla sie in Kürze abholen kommt.

Wer vielleicht lieber Geld spenden möchte, kann auch das gerne tun.

Das Dienstkonto von Pfarrer Jan Opiéla, der das Geld unmittelbar erhält, lautet:

Erzbistum Köln, Betreff Roma und Sinti

IBAN DE27 3701 0050 0143 3245 05

Ich danke Euch von Herzen im Namen von Pfarrer Opiéla bereits im Voraus für jede Spende.

Eure Anja Neißner

P.S. Bitte achtet bei Begegnungen auf die Abstände und haltet die üblichen Regeln ein. DANKE!

Brückentage

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Brückentage-Tür(chen) 29.12.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 29:

Leben am seidenen Faden

„Leben am seidenen Faden“ – Text von Katharina Barth-Duran / gelesen von Anja Neißner

Text – Leben am seidenen Faden

Diese Brückentage sind weiterhin Weihnachtstage auf dem Weg zum Jahreswechsel und haben immer eine ganz besondere und eigene Stimmung.

Ich selbst empfinde sie immer als die ruhigste Zeit im Jahr …

Der musikalische Beitrag kommt heute noch einmal von dem Musiker und Musikstudenten Laurenz Breuer aus Insul.

Am 24.12. hatten wir seine Version zusammen mit Guido Holzemer als musikalische Untermalung im Türchen, 

heute hören wir eine Aufnahme  des Songs von John Lennon und Yoko Ono

„Happy Xmas (war is over)“ von 1971 als seine Soloversion.

Noch einmal zur Erinnerung – das Besondere daran ist, dass Laurenz 
Gesang, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard, alle Einzelstimmen
selbst eingespielt und zusammengefügt hat.

„War is over“ – Soloversion von Laurenz Breuer

Bitte hier klicken um zur deutschen Übersetzung des Liedes zu kommen

Brückentage

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)