MORGENLOB mit LICHT und LÄUTEN für Gerd Karst

Läuten der Glocken der Kapelle Zumried in Mosbruch / Familie Karst

GL 828 Wäre Gesanges voll unser Mund / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld

Zweiundvierzigstes

gemeinsames Morgen- (Abend-/Allzeit-) Lob 

in Zeiten von Corona

Gott, wir sind da. Wir loben Dich. Gott, Du bist da.

Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können.

Wir haben uns zum Gebet versammelt.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Liebe Kirchencafé-ler,

ich kann nur hoffen, dass Gott Internet hat. Es ist wieder eine solche Freude, was Ihr für dieses Morgenlob von überall her wieder geschickt habt, einfach so … zum Lob Gottes. DANKE!

Nun möchten wir aber zuerst wieder tröstend Menschen in unsere Mitte nehmen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Ihr habt es gesehen und gehört; heute haben die Glocken aus Mosbruch bei Kelberg geläutet,

denn am Freitag ist Gerd Karst verstorben.

GERD KARST

* 18.09.1939  †18.06.2021

Liebe Helga, Sie haben Ihren geliebten Mann,

Christa, Gerald, Anja und Dirk, Ihr habt Euren guten Vater,

Marina, Manuela, Björn, Tanja, Katrin, Michaela und Kaspar, Ihr habt Euren lieben Opa und Lena, Philipp und Emma, Ihr habt Euren Uropa verloren.

Wir möchten Euch mit diesem Morgenlob mitfühlend beistehen und begleiten und bis zur

Verabschiedung

am Donnerstag, den 24.06.2021 um 14.30 Uhr auf dem Friedhof in Uess

und darüber hinaus sollt Ihr wissen, dass Ihr nicht alleine seid.

Wohin gehe ich …. / gesprochen von Anja Neißner

Liebe Kirchencafé-ler, die Verbindung zu unserem Kirchencafé kommt daher, dass Gerds Sohn Dirk, seine Frau Uli und sein Sohn Kaspar im Heckenbacher Ortsteil Cassel leben und unserer Kirchengemeinde sehr verbunden sind.

Enkel Kaspar hat im Namen der ganzen Familie

eine Kerze für Opa Gerd angezündet. Es ist die Schutzengel-Kerze, die zuhause in Cassel schon seit zwei Wochen, seit sich Gerd auf seinen Weg gemacht hatte, immer wenn es möglich war, angezündet wurde und zuversichtliche Begleitung war.

Gerd war zu Lebzeiten – wie ich im Gespräch erfuhr – immer sehr klar in seinen Entscheidungen, von denen er sich dann auch nicht mehr abbringen ließ und so traf er auch vor dreieinhalb Jahren, als er die Diagnose Lungenkrebs erhalten hatte, die Entscheidung, keine Behandlung zu wollen. Das war für seine Familie im ersten Moment nicht einfach zu akzeptieren. Rückblickend finden sie seine Entscheidung richtig. 

Gerd ist am Freitag so gestorben, wie er es sich immer gewünscht hat. Er ist ruhig und zuhause eingeschlafen.

Bis dahin hat Helga sich aufopferungs- und liebevoll um Gerd gekümmert. Sie sind auch diesen Weg, solange es ging, gemeinsam gegangen. Sie konnten noch gemeinsam ihre 80. Geburtstage feiern, Gerd sogar noch seinen 81.

Gerds Schwiegertochter Uli hat mir erzählt, dass er ein guter Schwiegervater war, dass er sie und alle Menschen, die ihm begegnet sind, so genommen und akzeptiert hat, wie sie sind. Dass er ein friedvoller Mann war, der sich nicht von seinem Weg abbringen ließ. Gerds Beruf war auch seine Berufung. Er war Landschaftsgärtner, liebte die Natur und identifizierte sich sehr mit seinem Einsatzort im Ferienpark am Heilbachsee.

Zuhause hatte er Kaninchen und Hühner, zu denen er immer wieder mit den Enkeln und Urenkeln ging, während er ihnen gleichzeitig etwas zu den Pflanzen erzählte.

Gerd hatte auch eine schöne Stimme und hat leidenschaftlich gerne gesungen, am liebsten alte Lieder und Schlager.

Liebe Helga, Sie haben für Gerd heute dieses Lied ausgesucht:

Liebe Familie von Gerd, wenn wir jetzt gleich im Evangelium hören, dass ein Wirbelsturm und Wellen ein Boot gepackt haben, in dem die Jünger mit Jesus gesessen haben, dann denken wir eventuell erst einmal an das heftige Gewitter der vergangen Nacht, dann erkennt Ihr Euch darin aber vielleicht auch ein bisschen wieder.

Auch Ihr wart und seid, besonders in den letzten beiden Wochen, aufgewühlt und fühltet Euch emotional hin- und hergeworfen.

Wie Gerd diese Zeit wirklich empfunden hat, können wir nur ahnen. Vielleicht hat Jesus aber auch ihn gefragt: Warum hast Du solche Angst und hat Gerd an seinen Glauben erinnert und er konnte deshalb ruhig einschlafen.

Hören wir nun das Evangelium des Tages

Markus 4, 35-41

Liedruf „Hallelujah“ / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld
Kommunionkind Ida liest das Evangelium
Liedruf „Hallelujah“ / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld

Nachfolgend die Gedanken zum Evangelium von Pfarrer Jan Opiéla

Schauen wir nun, wie Annemie Ulrich das Evangelium mit den Egli-Figuren dargestellt und Kristina Rosenbaum die Szenen fotografisch in Szene gesetzt hat. 

Beten wir gemeinsam das Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Heilsame Ruhe / gesprochen von Anja Neißner

Liebe Familie von Gerd und alle, die ihn sonst noch vermissen,

wir entlassen Euch nun behutsam wieder aus unserer Mitte, bedanken uns für Euer Vertrauen und bitten Gott um seinen Segen für Euch, für Gerd und auch für uns.

Der Klang der Glocken, der ihm so vertraut war, möge Gerd auf seinem Weg bis zur Verabschiedung am Donnerstag begleiten. 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

„Meine Zeit steht in deinen Händen“ /Text und Melodie Peter Strauch / Gesang und Gitarre Ingrid Keppeler

Liebe Kirchencafé-ler,

am 03. Juli 2021 geht Ida übrigens zur Erstkommunion.

War sie nicht ein wunderbares Kommunionkind?

Wer ihr gerne eine Karte schreiben möchte, kann mir gerne schreiben oder mich anrufen. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich die Adresse eines kleinen Mädchens nicht einfach hier ins Internet setzen möchte …

Kontaktdaten für Idas Adresse

Ich gebe Euch dann gerne die Adresse. Ida freut sich sicher riesig über ganz viel Post aus dem Kirchencafé, in dem sie schon unzählige Jesus-Kerzen entzündet und Texte vorgelesen und einfach unser Herz erfreut hat.

Hier geht es nun weiter, wie gewohnt, mit dem virtuellen Morgenlob am 3. Sonntag des Monats, somit am 18.07.2021, sowie spontanen Impulsen.

Zu unserer großen Freude können wir Euch mitteilen, dass das 

erste Morgenlob im Kirchencafé in Heckenbach vor Ort

für Sonntag, den 15.08.2021 um 9.30 Uhr

geplant ist!! Wir freuen uns riesig und hoffen, dass das klappen wird!!

Haltet Euch diesen Termin bitte frei. 

Wir möchten Euch unbedingt (wieder-) sehen und vor Ort begrüßen!!!

Herzliche Grüße, auch an unseren Organisten Jos van Son und seine Frau Alice,

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Licht und Läuten für Gertrud Surges

Sabine Marienfeld (Enkelin der Verstorbenen) singt zu Beginn für uns und ihre Oma das Lied „Fragen-Vater nur du“ (Text und Melodie sind von Christian Methfessel), begleitet wird sie von Monika Bojanowski an der Orgel:

In Hönningen ist es Brauch, dass immer, wenn jemand verstorben ist, mittags nach dem Angelusläuten, mit allen Glocken geläutet wird.

Dabei läutet dann auch die Urglocke, die man ganz hell heraushören kann. Sie diente früher als Sterbeglocke. Da das Dorf sich erweitert hat, ist sie nicht überall zu hören und es wird  zusätzlich noch mit allen anderen Glocken geläutet.

Heute läuten die Glocken für Gertrud Surges:

Liebe Kirchencafé-ler,

heute haben wir die Glocke in unserem virtuellen Kirchencafé für Gertrud Surges läuten lassen, die am frühen Donnerstagmorgen im Kreise ihrer Familie, die sie im Sterben liebevoll begleitet hat, verstorben ist.

Gertrud ist 96 Jahre alt geworden. Ein begnadetes Alter, sagt man gerne.

Auf ihren Gedenk-Zettel hat ihre Familie geschrieben:

Wer´s nie empfand, kann nie verstehn, den Schmerz, die Mutter sterben sehn. Vom Muttergrab zum Himmel auf, heb tränenfeucht den Blick hinauf. Falt still die Händ und bet´ für sie, vergelt ihr Gott die Treu und Müh´!

In ihrer Familie hieß sie bei allen „Oma“, egal ob Enkel, Schwieger-enkel, Urenkel … Udo Meurer, einer der Schwiegerenkel, hat im Namen der ganzen Familie für Oma Gertrud eine Kerze angezündet.

Liebe Familie von Gertrud

und alle, die heute an sie denken, wir möchten Euch heute alle mitfühlend in unsere Mitte nehmen, ganz besonders Helmut, als einziges noch lebendes Kind von Gertrud, die auch noch zwei Töchter hatte, die aber bereits vor ihrer Mutter verstorben sind.

Gertrud, die somit 3 Kinder, 5 Enkel und 8 Urenkel hat, ist übrigens auch die Oma von Sabine Marienfeld, deren Gesang fast jeden unserer Beiträge bereichert und Elisabeth Surges, die einmal für das Kirchencafé die Jesus-Kerze in dem wunderschönen Kräuter-Mandala angezündet hat, das zu „Maria Himmelfahrt“ entstanden war (erinnert Ihr Euch?).

Diese Kerze soll auch heute unsere Jesus-Kerze sein.

Setzen wir uns nun in die Nähe Gottes, zünden uns auch zuhause eine Kerze an und hören das Evangelium des Tages: Mk 3, 20-35

Wir beginnen und enden mit dem Halleluja-Ruf / Orgel: Monika Bojanowski /

Gesang Sabine Marienfeld

Es folgt die Möglichkeit, das Evangelium zu hören, ich habe es für Euch gelesen.

GEDANKEN ZUM EVANGELIUM 

Ist es Euch auch direkt mulmig geworden bei diesem Evangelium? 

Denn irgendwas ist doch in den meisten Familien … oder? Licht und Schatten…

Und dann habe ich eine gewisse Art der Erleichterung verspürt an der Stelle, wo es heißt „Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden (…)“

Ich finde, Katharina Barth-Duran hat es sehr gut ausgedrückt, als sie schrieb:

„Mich fasziniert immer neu, wie frei dieser Jesus war und wie er damit auch uns befreien kann! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass durch verschiedenste Belastungen und Entwicklungen sich oft sehr tiefe Gräben in der eigenen Familie auftun können, die manchmal – auch beim besten Willen nicht – zu überwinden sind. Mir hat es sehr geholfen, dass es da noch einen weiteren Familienbegriff gibt, den Jesus uns aufzeigt…

Wir alle sind geliebte Kinder eines Vaters im Himmel, der uns auch Mutter ist.“

Hören wir nun das Musikstück „Air“ von Johann Sebastian Bach, das Gertruds Urenkelin Laura Marienfeld hier auf der Klarinette spielt.

Begleitet wird sie von Monika Bojanowski an der Orgel.

In Hönningen in der Kirche gibt es den liebevollen Brauch des Verstorbenen-Gedenktisches, der immer hergerichtet wird, wenn – wie in Gertruds Fall – eine MitbürgerIn verstirbt. In dem ausgelegten Buch, das wir hier im Altarraum mit einer Kerze sehen, wurde auch ihr Name eingetragen:

Abschließend möchte ich Euch noch eine nette kleine (wahre) Begebenheit aus dem Leben von Gertrud mitgeben. Sabine verriet sie mir bei unserem Gespräch:

Gertrud ist in dem kleinen Dorf „Kirchsahr“ in der Verbandsgemeinde Altenahr aufgewachsen. Sie erzählte immer mal wieder Folgendes:

Als sie ca. 7-8 Jahre alt war, kamen – wie man damals noch zu Roma und Sinti sagte – Zigeuner in das kleine Örtchen und blieben ein paar Tage. Das war für Gertrud unglaublich aufregend und spannend und sie hielt sich oft und gerne in der Nähe des Platzes auf, wo sie für diese Tage ihre Bleibe aufgebaut hatten.

An einem dieser Tage sagte eine der „Zigeunerinnen“ zu ihr:

„Mädchen, Du wirst einmal 96 Jahre alt…“

 

Lieber Helmut, liebe Familie von Gertrud und alle, die sie vermissen,

wir, die Kirchencafé-ler, entlassen Euch nun behutsam aus unserer Mitte und bedanken uns für Euer Vertrauen und die Möglichkeit, Gertrud hier verabschieden zu dürfen. Die Liebe, mit der Ihr sie, besonders (auch) in den letzten vier Tagen begleitet habt, wird in dieser Welt bleiben und schwingen …

Wir sind in Gedanken bei Euch und umarmen Euch.

Der Klang der Glocken der Kirche in Hönningen, der ihr so vertraut war, möge sie auf ihrem Weg bis zu ihrer Verabschiedung aus dieser Welt am 19.06.2021, wie sie sie kennt, begleiten.

Ich glaube

dass niemand verloren geht

dass nichts umsonst ist

unser Suchen und Fragen

unsere vergeblichen Versuche und unsere Sternstunden

unser Streiten und Versöhnen

Freude und Schmerz

verpasste Gelegenheiten und

Heilige Augenblicke

zur rechten Zeit am rechten Ort

Es kommt der Moment

da DU uns entgegenkommst

uns auffängst und hältst

Niemand geht verloren

(Angela Boog)

 

„Meine Seele ist stille in dir“

gesungen von Enkelin Sabine Marienfeld / an der Orgel Monika Bojanowski

Hier geht es weiter, wie gewohnt, mit den virtuellen Morgenloben am 3. Sonntag des jeweiligen Monats, somit am 20.06.2021 und 18.07.2021, sowie spontanen Impulsen.

Zu unserer großen Freude können wir Euch mitteilen, dass das 

erste Morgenlob im Kirchencafé in Heckenbach vor Ort

für Sonntag, den 15.08.2021 um 9.30 Uhr

geplant ist!! Wir freuen uns riesig und hoffen, dass das klappen wird!!

Haltet Euch diesen Termin bitte frei. 

Wir möchten Euch unbedingt (wieder-) sehen und vor Ort begrüßen!!!

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

(M)eine Blüte für Gott (Fronleichnam)

„Jesus ist Brot, das lebt und Leben spendet. Wir lassen uns beschenken von oben, mit dem Brot vom Himmel.

Wie Jesus das Brot und den Kelch in die Hände nimmt, wird unser Leben in den Bereich Gottes gehoben.“

(Laacher Messbuch 2021)

„Wenn ER das Brot ist, das ich esse – dann bin ich auch eingeladen, seine Lieder zu singen – und das sind Lieder des Lebens!“, hat Andrea Schwarz einmal geschrieben.

Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott / Gitarre und Gesang: Ingrid Keppeler


1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns auf unsern Wegen.
Sei Quelle und Brot in Wüstennot,
sei um uns mit deinem Segen,
sei Quelle und Brot in Wüstennot,
sei um uns mit deinem Segen.


2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten,
voll Wärme und Licht im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten.


3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen,
sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen.


4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns durch deinen Segen.
Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,
sei um uns auf unsern Wegen,
dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,
sei um uns auf unsern Wegen.



Text: Eugen Eckert (1985) 1987
Melodie: Anders Ruuth (um 1968)
1984 »La paz del señor«
Evangelisches Gesangbuch 171

Liebe Kirchencafé-ler,

wir hatten einen Aufruf gestartet, Blüten zu schicken. Ihr seid diesem Aufruf in überwältigender Weise, farbenfroh und ideenreich gefolgt. Es ist eine große Freude!

Vielerorts gibt es an Fronleichnam die Tradition, Blütenteppiche zu legen. An diese Tradition haben wir mit der Idee angeknüpft. Wir möchten GOTT mit den Blüten aus seiner Schöpfung ehren.

Gleichzeitig möchten wir – wie schon im vergangenen Jahr an Fronleichnam – aber auch noch einmal aufzeigen, wie BUNT unsere Gemeinschaft im Kirchencafé (geworden) ist!

Erinnert Ihr Euch z.B. an den Liedbeitrag der „Kleine Maibaumgeschichten Teil 5“? 

Er hieß „Sie war ein jüdisches Mädchen“, gesungen hatte ihn Ingrid Keppeler. Wir hatten sie in unserem Beitrag verlinkt. Weil ich mich für den Text des Liedes interessiert hatte, nahm ich mit ihr Kontakt auf. Wir hatten einen sehr netten Austausch und letztendlich schickte sie uns – wie nett – noch zwei Liedbeiträge. Vielen Dank dafür, liebe Ingrid!

Außerdem wirken die Kinder des Kindergartens Wibbelstätz in Hönningen heute wieder mit.  „Wir haben uns im Internet Fronleichnamsteppiche angeschaut und die Kinder malten hinterher mit Wasserfarben ihren eigenen „Blütenteppich“.
An Fronleichnam schmücken wir in Hönningen damit den Fronleichnamsaltar.“, sagte uns Annemie Ulrich.

Allen Kindern ein großes Dankeschön, dass Ihr uns die tollen Bilder hier mit beigesteuert habt. Das ist wunderbar! Und wie toll, dass Eure Gesichter auch zu sehen sind. So wissen wir sogar, wer die schönen Blütenbilder gemalt hat.

Und dann wirkt IHR KIRCHENCAFÉ-LER natürlich alle mit!

Ein Blütenmeer hat uns erreicht!! WIR DANKEN EUCH von Herzen!!! 

Halleluja-Ruf / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld
Audio-Datei / Evangelium / gelesen von Anja Neißner
Halleluja-Ruf / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld

 

Du Gott des Lebens, am Morgen weckt uns der Jubel der Vögel. Deine Schöpfung hat ein neues Kleid angelegt und

die Blumen spiegeln die Buntheit deiner Gnade.

Wir stimmen ein in das Lob deiner Treue trotz all der Risse in der Schönheit der Welt.

Wir verlassen uns auf dein Versprechen, nicht preiszugeben, was du geschaffen hast, sondern Himmel und Erde zu erneuern durch deine Lebensmacht. Gott, halte dein Wort und breite unter uns eine Hoffnung aus, die alle Müdigkeit und Verzweiflung vertreibt und die uns wach macht zu beherztem Handeln nach deinem Willen. 

(Sylvia Bukowski)

Was fällt mir in der Schöpfung besonders ins Auge? Worüber freue ich mich in der Natur besonders?

Wofür bin ich besonders dankbar? Wie bringe ich meine Dankbarkeit zum Ausdruck?

Nehme ich den Geschenkcharakter des Lebens wahr? Sehe ich die Natur als bloße „Umwelt“ oder die Schöpfung als „Mitwelt“, in der ich mit allem Geschaffenen geschwisterlich verbunden bin?

Was brauche ich wirklich für ein gutes Leben? Wo kann ich auf etwas verzichten, um einen einfacheren, weniger konsumorientierten Lebensstil zu führen?

Welche meiner Gaben und Talente kann ich einbringen zur Bewahrung der Schöpfung? Welche Aktionen kann ich unterstützen?

Wem würde ich gerne einmal sagen, wie sehr ich ihn/sie schätze?

Vater unser, Gott, Schöpfer der Welt und aller Dinge, Liebhaber des Lebens und Freund der Menschen, dein Atem belebt und beseelt alles, was ist.

Dein Name werde geheiligt durch alles, was lebt. Dein Reich verwirkliche sich in allem, was geschieht. Dein Wille werde spürbar in unserem Handeln.

Tägliches Brot schenke allen Menschen von unserer Mutter Erde. Vergib uns unsere Schuld, deine Schöpfung auszubeuten, in dem Maße, in dem wir bereit sind, umzukehren und unseren Lebensstil zu verändern.

Und führe uns in der Versuchung, uns selbst als Schöpfer aufzuspielen, sondern lass uns unsere Geschöpflichkeit annehmen.

Denn Dein ist die Zukunft, alle Energie und Vollkommenheit, heute und bis sich unser Leben vollendet in dir.

Gott, Liebhaber alles Bunten und der Vielfalt, schenke uns deinen Segen für Sonne und Regen, für alles, was lebt, für uns Menschen.

Gott, Liebhaber alles Bunten und der Vielfalt, segne uns, du Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Liebe Kirchencafé-ler,

bei den Vorbereitungen zu diesem Impuls fiel mir ein, dass wir im letzten Jahr an dieser Stelle eine (wahre) Geschichte von Wilfried Freischem stehen hatten.

Ich finde sie auch in diesem Jahr wieder so passend zu unserem Farbgewitter, dass ich sie gerne noch einmal als Abschluss nehmen möchte. Die von Euch, die sich daran erinnern, lesen sie sicher gerne noch einmal und die, die sie aus welchen Gründen auch immer, noch nicht kennen, mögen sie sicher auch, denn es tut immer wieder gut, wenn man sich im Leben mit bunten Vögeln umgibt!

Der bunte Vogel

(von Wilfried Freischem)

Eine kleine Stadt im Osten Deutschlands. Sieht man genau hin, hat dieser kleine Ort nur eine Straße, ein paar wenige Seitenwege zweigen von ihr ab. Die heißen dann Ernst-Thälmann-Straße oder Rosa-Luxemburg Weg, verlaufen sich aber alle schon nach wenigen Metern in Wiesen oder Feldern.

Es ist die Zeit, in der Bundeskanzler Helmut Kohl unseren Ostdeutschen Schwestern und Brüdern bunte und blühende Landschaften verspricht.

Grau in grau reihen sich die bröseligen, vom Verfall bedrohten, Häuser der „Straße der Freundschaft,“ die auch gleichzeitig Geschäftsstraße ist, von einem Irgendwoher ins nächste Irgendwohin.

Mal ist es ein Bäckerladen, dann eine Metzgerei oder eine Eisenwarenhandlung, die dieser Tristesse eine Ahnung von Leben gibt.

Aus dem Abgasdunst eines, über die noch aus Kaisers Zeiten kopfsteingepflasterten Straße, holpernden Trabis, kommt mir ein Mann, barfüßig, in einen schneeweißen Umhang gehüllt, der sich später als altgedientes Bettlaken heraus stellt, lachend entgegen.

Vor dem Schaufenster eines Friseursalons, an dessen Eingangstür noch der silberne Teller, das Zunftzeichen der Barbiere flattert, bleibt er vor mir stehen und meint ohne jede Umschweife:

„ Die Leinwand habe ich schon geschenkt bekommen“

und lässt, wie zur Bestätigung seiner Worte, seinen Umhang im Wind der zugigen Straße flattern. „ Fehlt mir nur noch das Geld für die Farbe, ich will doch unsere Stadt etwas bunter machen“ meint mein barfüßiger Gesprächspartner und reibt lachend Daumen und Zeigefinger aneinander.  „Haben sie mal?“, fragt er mich dann noch.

 Schon will ich kopfschüttelnd weiter gehen, da höre ich hinter der dünnen Schaufensterscheibe des Salons lautes Lachen. Eine Haarkünstlerin, mit einem Kamm in der einen und einer Schere in der anderen Hand, wedelt mit beiden Armen vor ihrem Kopf und zeigt mit einem noch freien Finger, den Vogel an ihre Schläfe. Eine, in die Jahre geratene Frau, mit in Stanniol gewickelten Locken, schaut neugierig aus einer resedafarbenen Trockenhaube heraus, so, wie der Kauz aus seiner Baumhöhle, und wackelt, wie zur Bestätigung, mit ihrer silbernen Lockenpracht.

Offensichtlich lachen die beiden über den Mann, warum?

Weil er den Mut hat anders zu sein? Sind sie neidisch? Neidisch, dass da einer ist, der auf seine Art glücklich ist? Warum gönnt man ihm nicht sein Glück? Dabei will er doch nur etwas Farbe in ihre triste Welt bringen.

Schließlich habe ich ihm die Farben doch gesponsert, mit der Bitte, sein Kunstwerk, denn ein Künstler war er ja ohne Zweifel, ansehen zu können. Wir haben uns für den nächsten Tag Punkt 12 vor der Kirche verabredet.

Am anderen Tag: Die offenhörig nicht mehr ganz neue Turmglocke hat gerade den zwölften Schlag hinter sich gescheppert, da kommt er um die Kirchenecke, nicht gegangen, geschritten, ja schwebend, mir verschlägt es die Sprache.

Was da auf mich zukommt ist wie ein bunter Geist, ist Farbe, ist Licht, ein lebendes Bunt aus Glück und Lebensfreude, Kunst. 

Die wenigen Menschen  auf dieser langweiligen und tristen Straße der Freundschaft, drehen sich nach ihm um, wollen ihn anfassen, lachen und sind auch glücklich.

Ein bunter Vogel eben.

(von Wilfried Freischem)

Von guten Mächten / Gitarre und Gesang: Ingrid Keppeler

Und nun schaut mal: unsere Küsterin Melanie Welter hat aus allen unseren Blüten einen

Miniatur- Blütenteppich vor dem Kirchentor in Niederheckenbach

gezaubert… Vielen Dank, Melanie, für die Liebe, die Du für uns und GOTT hineingesteckt hast. Das ist wunderschön und natürlich wieder einen Besuch wert!

Vielen Dank an Euch alle!

(Die Anordnung der Blüten-Fotos erfolgte übrigens zu 90 % nach dem Zufallsprinzip! Wir haben jede mit großer Freude zur Ehre Gottes gepflückt!)

Hier geht es weiter mit spontanen Impulsen und einem festen Termin, nämlich dem Morgenlob am 

Sonntag, den 20.06.2021 ab 9.30 Uhr

Herzliche Grüße

wir wünschen Euch einen farbenberauschten Feiertag!

Für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Kleine Mai(baum)Geschichte(n) Teil 5

Heilig, Heilig / Gesang: Singkreis Kaltenborn unter Leitung und musikalischer Begleitung von Silvia Groß an Pfingsten / eingesandt von Marion Marienfeld

Liebe Kirchencafé-ler,

wir begrüßen Euch ganz herzlich zu den „Kleine(n) Mai(baum)Geschichten“.

Es ist wieder ganz wunderbar, mit was für einer Fülle an verschiedenen Beiträgen Ihr Euch alle hier füreinander eingebracht habt; diese Beiträge waren so zahlreich, dass wir heute schon Teil 5 – und damit den letzten Teil – bestücken können. 

Das passt gut – die Zahl 5 steht auch für den Mai und zugleich zeigt der Mai am kommenden Montag seinen letzten Tag im Kalender an.

Heute möchten wir mit einem Beitrag von Gisela Schopp beginnen. Sie bringt uns noch einmal in Erinnerung, dass der Monat Mai ja auch der „Marienmonat“ genannt wird, als sie uns schrieb:

„Diese Bodenbilder sind bei einer religionspädagogischen Einheit zum Thema „Maria“ in der „Levana-Schule“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler, die ihre Förderschwerpunkte in der ganzheitlichen und motorischen Entwicklung hat, entstanden.

Drei Mädchen mit geistiger Behinderung (11 u. 12 Jahre) haben die Bodenbilder nach ihren individuellen Vorstellungen mit Kett-Material gestaltet.“

„Für mich spiegeln sich hier drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten im Umgang mit diesem Thema wider.“, schreibt Gisela.

Und weiter: „Ich war so begeistert, dass ich es gerne mit anderen teilen möchte.“

Liebe Gisela, wie schön, dass Du dabei an uns Kirchencafé-ler gedacht hast!!

Vielen Dank!

 

Den folgenden Text hat Katharina Barth-Duran vor Pfingsten geschrieben. Er ist mit Blick auf die aktuelle Situation der Kirche bei ihr entstanden. 

„Trümmerfrauen von heute“

hat Katharina ihn genannt.

„Trümmerfrauen von heute“ / Text: Katharina Barth-Duran / gesprochen von Anja Neißner

Auf dem folgenden Foto seht Ihr auch einmal, wie Katharina aussieht. Sie öffnet hier zur Pfingstzeit zusammen mit ihrer Kollegin Tamara weit die Tore der Kirche St. Martinus in Schwaigern. Die beiden lassen frische Luft herein!

 

Wilfried Freischem hat uns zum Abschluss der

„Kleine Mai(baum)Geschichte(n)“

eine erdachte Geschichte geschrieben, in der so einige Eindrücke auftauchen, die vielen von uns aus der Zeit hier im virtuellen Kirchencafé bekannt vorkommen könnten:

Der kleine Maibaum

(von Wilfried Freischem)

Es ist Mai und jung noch der Tag.

Vor dem offenen Stubenfenster des kleinen Landhauses schmückt sich eine Amsel in der Blütenpracht eines Kirschbaums und trällert seiner Liebsten, die wohl in der Nähe ihrem Brutgeschäft nachgeht, aus gelbem Schnabel, die schönsten Amselarien, Melodien, die dem Vogel wohl nur zur Maienzeit in den Sinn kommen.


In der Stube, an einem blank gescheuerten Tisch sitzt eine Frau über deren hübsches Gesicht der rötliche Widerschein einer kleinen flackernden Kerze huscht und zuckt.

Frisch angezündet muss sich der kleine Wachsling mit seiner zarten Seele, dem Docht ins Helle, ins Licht kämpfen. So, wie ein kleines Kind, das Laufen lernt, von Fall zu Fall. Mal glimmt nur noch die Dochtspitze und dann lodert ihr Feuer doch wieder wie glühendes
Magma zum Himmel. Und das ist gut so, soll doch ihr Licht brennen für den Glauben, für ein Gebet, wo Worte versagen, um Hilfe bitten.


In Gedanken versunken dreht die Frau den schlichten Kerzenhalter, der vor Jahr und Tag einmal als Birke gewachsen ist, spürt die samtig weiße Rinde. Ein leises Kichern perlt über ihre Lippen und sie versinkt im Paradies schöner Erinnerungen.

Video: Anja Neißner


Es ist der letzte Tag im April, da ist ein junger Mann, der geht da oben in irgend einem Waldwinkel von einem Birkenbäumchen zum nächsten, umfasst jedes mit seiner kräftigen Hand, schaut hoch und meint, „nein, du bist mir zu krumm gewachsen“, an einem anderen hat sich die Wildsau ihre Schwarte gerieben und bei dem nächsten hat schon irgend ein Amor sein pfeildurchbohrtes Herz eingeritzt. Dann aber kommt er an ein Bäumchen, leuchtend weiß, zart flirren schon die jungen Blätter in lichtem frühlingsgrün, und gerade gewachsen ist es auch. „Du bist hübsch“, meint der junge Mann zu dem zarten Geschöpf, „du passt zu meiner Liebe, ich nehme dich mit“, und nimmt es mit.


Zuerst ist das kleine Birkchen erschrocken, auch das geringste Bäumchen zieht ja nicht gerne um. Als es aber von Bändern gehalten und bunten Streifen über und über geschmückt ist, legt es doch vor lauter Stolz sein schimmerndstes Weiß auf seine Rinde. „Jetzt bin ich ein Maibäumchen, jeder, der an mir vorbeigeht, streichelt meine Rinde und bewundert die, in
der Maienluft flatternden, bunten Bänder.“

Da sind die grünen Bänder für neues, für junges Leben, die Gelben für Licht, Heiterkeit und Optimismus, dann die Blauen, sie flattern für Hoffnung und Zuversicht. Ganz besonders viele Rote leuchten da in der Frühlingssonne, die Farbe der Leidenschaft und der Liebe.

Die Frau an dem blank gescheuerten Tisch streicht immer noch zärtlich über die so weiß schimmernde Rinde des kleinen Kerzenhalters und lächelt in der Erinnerung an die vielen roten Bänder.


Der Mai hat ja schon einunddreißig Tage, aber auch der schönste Mai hat einmal sein Ende. Die Sonne hat sich über die Zeit die eine oder andere Farbe aus den Bändern genommen und auch der Regen hat sich seinen Teil geholt.

Den Maibaum jetzt zersägen, in Stücke hacken?

Nein, in der Erinnerung schüttelt sie jetzt noch, mehr unbewusst, aber energisch, ihren Kopf.

Dann wurden aus diesem Maibäumchen kleine schöne Kerzenhalter
gedreht, für Kerzen, die beten, die bitten, aber auch danken sollen.


So nach und nach kommt die Frau aus ihren Erinnerungen wieder ins Jetzt.

„Heute würde ich vielleicht auch noch Könige aus dem schönen Holz schnitzen“, murmelt sie leise vor sich hin. „Oder Königinnen. Oh ja, Maiköniginnen und weiß anpinseln brauchte man die ja noch nicht mal. Wie ein Umhang aus edlem Hermelin ist doch die samtweiße Rinde mit ihren kleinen schwarzen Tupfen und zarten Bändern.“

Wir danken Euch von Herzen für die liebevollen Mai-Beiträge!

Nun aber noch etwas anderes…

Erinnert Ihr Euch noch an das letzte Jahr? An Fronleichnam? 🙂

Wir hatten doch diesen wunderbaren, virtuellen Blütenteppich aus Euren eingesandten Lieblings-Blüten-Fotos entstehen lassen. Wollen wir das nicht noch mal machen?

Ich fände das sehr schön!

Nächste Woche, am Donnerstag, den 03.06.2021, ist wieder Fronleichnam.

Bitte sendet mir doch wieder ein Foto Eurer Lieblingsblüte

per whatsApp, SMS oder Mail 

bis Sonntag, den 30. Mai 2021 zu!

Dann können wir an Fronleichnam wieder einen besonderen Impuls mit einem tollen, individuellen Blütenteppich entstehen lassen!

Wir können Gott wieder mit seiner eigenen Schöpfung ehren:

(M)eine Blüte für Gott!

Hier findet Ihr die Kontaktdaten zum Senden Eurer Fotos

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Kleine Mai(baum)Geschichte(n) Teil 4

Liebe Kirchencafé-ler!

Heute folgt Teil 4 der wunderbaren kleinen Mai(baum)Geschichten, die von Euch eingesandt wurden. Vielen, vielen Dank dafür!

Hier könnt Ihr Euch, wenn Ihr mögt, eine kleine Hintergrundmusik zum Lesen der Beiträge starten. Es ist meine Lieblingsfassung des Liedes „Atme in uns, Heiliger Geist“. Das lange Intro finde ich einfach wunderbar. Es ist Atem, Windhauch, Feuer pur – PFINGSTEN!

Und nun schaut, was die Kirchencafé-ler wieder auf unseren Aufruf hin, für uns alle geschickt haben, um uns daran teilhaben zu lassen:

Das vorstehende Foto und das Nachfolgende hat uns jeweils Monika Schlich geschickt.

Sie hat diese Obstbaum-Wiese in Oberdürenbach entdeckt, wo alle Obstbäumchen als Mai-Bäume geschmückt waren. Ist das nicht nett?!

Sie berichtete auch noch, dass sogar die Obstbäumchenallee rechts und links am Ortseingang von Oberdürenbach so geschmückt war, leider hatte sie davon kein Foto gemacht.

Pia Sonntag hat uns Folgendes geschrieben:

Am Morgen des 01. Mai 2020 gab es für mich eine ganz besondere Überraschung:

Mein erster Mai-Baum seit 57 Jahren 🙂

Was eine Freude!

Martin hatte es heimlich geschafft, dieses Bäumchen zu platzieren.

Diesem Bäumchen folgte kurze Zeit später ein Heiratsantrag und ein „Ja“!

Spätes Glück!!

(Wir freuen uns sehr mit Euch!!!)

Ende Mai 2020 suchten und fanden wir ein schönes Plätzchen, das dem Baum ein Weiterleben sichern sollte!

Ein heißer Sommer, viele Kannen Wasser hingeschleppt, ein doch recht kalter Winter und: er hat es geschafft!!

Er zeigte sich am 01. Mai diesen Jahres in neuer grüner Pracht.

Auch Julia hat Maibäume für uns entdeckt und sie auf Fotos festgehalten. Ihre Gedanken, die sie sich dazu gemacht hat, möchte sie nachfolgend mit uns teilen:

„Eine Tradition der Wertschätzung:

Was sonst in der Dunkelheit im Geheimen geschieht, ist dieses Jahr durch die Ausgangssperre schon am Vorabend in Bonn sichtbares Zeichen von Zuneigung gewesen. Mehr als ein Liebesbrief – oder elektronisch übermittelte Kurznachricht – ist ein Maibaum für alle sichtbar.

Kein Monopol, die Idee scheint nicht mehr nur Verliebten zu gelten, da auch für Nachbarn, Väter und Freunde beschriftete Bäumchen zu finden sind – allen gemeinsam – das Ziel: Freude zu verbreiten.

Tiefe Freude will uns auch Gott schenken und durch uns wirkend, diese verbreiten und Kreise ziehen lassen.

Wie die bunten Bänder am Maibaum sich durch den Wind tragen lassen, so sind auch wir getragen und geborgen. Gerade bei großen Maibäumen, die weit oben viel Wind abbekommen, ist am Ende des Monats oft ein großes Wirrwarr in den Bändern entstanden. Der Wind hat sie umeinander gewickelt und miteinander verbunden – wie Gott auch unsere Lebenswege verbindet. Gerade jetzt, da im Alltag noch immer, notwendigerweise mehr Abstand als Nähe spürbar ist, erfreut es die Seele zu wissen, dass über den allumfassenden Schöpfer dennoch Verbindung immer möglich ist.“

Weiter schreibt Julia:

Es war mehr als Wind: Tief „Eugen“ hatte mit heftigen Sturmböen Anfang Mai teils gefährliche Schäden in Deutschland verursacht.

Wolkenformationen beeindruckten den Blick und herumwehende Kleinteile flogen in die Augen – als der Maibaum aus der Ferne sichtbar wurde.

Gestützt an der Laterne und doch scheinbar aus dem Boden erwachsen – als Verbindung hinauf – die hellgrünen Blätter leutende Hoffnungszeichen – geschmückt mit viefältigen Farbbändern.

Das eine Band, das symbolisch gen Himmel zeigte, war rot – ganz oben am Maibaum – ein kurzer Hinweis im Alltag auf das, was uns umgibt. Die Nähe Gottes zu spüren ist ein Geschenk, das vielfältige Formen haben kann – möge auch der kommende Monat viele Möglichkeiten zur Offenheit dafür bereit halten.      (Julia Gerono)

„Alle Menschen haben Zugang zu Gott, aber jeder einen anderen.“ – Martin Buber

Auch Annemie und Reinhard Klafke haben etwas im schönen Mai entdeckt und es für uns fotografiert. Für mich sieht es aus, wie wahre Kunst aus der Natur.

Eurer Fantasie, was Ihr darin seht, sind keine Grenzen gesetzt.

Sie schrieben uns dazu:

„Beim Pflücken der diesjährigen Maikräuter ist uns dieser Douglasienstumpf aufgefallen. Schon toll, wie sich die Äste um den Stamm verteilt haben.“

Allen lieben Einsendern ein riesiges Dankeschön!!!

Pfingsten – Segensbitte / gesprochen von Anja Neißner

Wir wünschen Euch allen von Herzen ein gesegnetes Pfingstfest!

Hier geht es weiter in der kommenden Woche mit dem 5. und letzten Teil Eurer Mai(baum)Geschichte(n).

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Atme in uns, Heiliger Geist / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

MORGENLOB – 16.05.2021

Habt Ihr etwas Zeit mitgebracht?

Dann möchten wir Euch gegebenenfalls heute einladen, ganz bewusst inne zu halten, dieses Morgenlob schweigend, schauend und hörend zu beginnen, Euch auf diese Weise zu sammeln und auf dieses Morgenlob, das wir Gott entgegenbringen möchten, mit der folgenden und besonderen, instrumentalen Musik einzustimmen, bevor wir dann die Glocken läuten lassen.

Den kleinen meditativen Text könnt Ihr während des Musikvideos oder danach hören.

(Wem das alles zu lang ist, setzt einfach an der Stelle im Morgenlob an, die für ihn/sie die richtige Stelle ist …)

Kleine Einstiegsmeditation / gesprochen von Anja Neißner

Video: Paul Schier / Läuten der Glocken St. Pankratius in Niederheckenbach

Einundvierzigstes

gemeinsames Morgen- (Abend-/Allzeit-) Lob 

in Zeiten von Corona

Gott, wir sind da. Wir loben Dich. Gott, Du bist da.

Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können.

Wir haben uns zum Gebet versammelt.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Liebe Kirchencafé-ler,

wir freuen uns sehr, wieder ein Morgenlob mit Euch feiern zu dürfen! Viele haben wieder mit ihren Talenten dazu beigetragen, dass es entstanden ist und immer, wenn es fertig ist, wird mir aufs Neue bewusst, wie wichtig unser Gebet in der Gemeinschaft ist.

Unvorstellbar, ausschließlich alleine zu beten. Es braucht diese Zeiten, zu denen wir uns treffen können, selbst, wenn es zurzeit weiterhin noch nur virtuell ist.

Trotzdem ist es eine Verabredung,

heute oder vielleicht morgen hier einmal vorbeizuschauen, sich gegenseitig wahrzunehmen, sich einzufinden und dadurch wertzuschätzen,

sich vorzunehmen, unsere Energie in die gemeinsame Aufgabe zu stecken.

Lasst uns Gott nun loben mit dem Lied „Wie lieblich ist der Maien“, wo es unter anderem heißt: „Herr, Dir sei Lob und Ehre“.

Monika Bojanowski hat eine schöne Version für uns gefunden:

Hier findet Ihr bei Interesse den Text zum Lied „Wie lieblich ist der Maien“

 

Heute werden wir uns einmal nicht mit dem Evangeliumstext des Tages, sondern mit dem Text der 1. Lesung, die für diesen Tag vorgesehen ist, beschäftigen.

Diese Lesung ist ein Text aus der Apostelgeschichte (Apg 1,15-26)

Kommunionkind Ida liest uns diesen Text vor, den wir in einfacher Sprache gefunden haben. Vorher hat Ida aber noch zur Ehre Gottes feierlich ihre Kerze, die sie in Vorbereitung auf ihre erste heilige Kommunion am 3. Juli gestaltet hat, für uns alle entzündet.

Wer mag, kann sich zuhause auch eine Kerze anzünden.

LESUNG AUS DER APOSTELGESCHICHTE

Liedruf „Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu“ / Gesang: Sabine Marienfeld
Kommunionkind Ida liest aus der Apostelgeschichte

Hier findet Ihr beim ersten Lied den Liedtext zu vorstehendem Lied „Zu der Apostel Zahl“

Hierzu hat sich Pfarrer Jan Opiéla die folgenden Gedanken gemacht:

Annemie Ulrich hat die Lesung aus der Apostelgeschichte auch sehr angesprochen. Sie ist selbst langjährige Matthiaspilgerin. Das Grab unseres Bistumspatrons Matthias befindet sich in Trier in der Benediktinerabtei St. Matthias.

Die Figurenszenen zeigen den möglichen Hergang nach Annemies Vorstellung;

Kristina Rosenbaum hat sie wieder für uns fotografiert:

Jesus ist im Kreis der Jünger nicht mehr leibhaftig anwesend. Doch nicht nur er fehlt. Auch in der Gemeinschaft der Apostel klafft eine Lücke; die vollkommene Zahl 12 muss wieder hergestellt werden. (Bild 1)

Aus der 120-köpfigen Gemeinschaft (10 x 12) kommen zwei Geeignete für die Nachfolge des Judas in Frage: Josef, genannt Barssabbas und Matthias (Bild 2)

Es wird weder gewählt noch bestimmt. Das Los soll entscheiden! Überlässt man das Ganze dem Willen Gottes oder will man nicht offen Stellung für einen der Kandidaten beziehen? Ich stelle mir jedenfalls vor, schreibt Annemie, sie haben vielleicht eine Münze geworfen. Das klappt bei zwei Kandidaten. Kopf oder Zahl? (Bild 3, 4 und 5)

Wie auch immer, Matthias wird per Losentscheid in die Gemeinschaft der Apostel aufgenommen, die Vollkommenheit ist (geschickt) wieder hergestellt. Das hat alle sicherlich gestärkt und sie konnten daraus Mut fassen. (Wir wissen ja, wie es Pfingsten weitergeht) (Bild 6)

Annemie schreibt weiter:

„Vom 9. Mai bis Pfingstmontag, 24. Mai, ist Pilgerzeit. Ich grüße alle MatthiaspilgerInnen nah und fern in der festen Zuversicht, dass wir im nächsten Jahr unseren Pilgerweg wieder unter die Füße nehmen können „Ihr meine Freunde“.“

Gebet „Geheiligt werde Dein Name“ / gesprochen von Anja Neißner
Lied „Vater unser“ / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Friede sei mit uns.

Denken wir heute auch an alle Menschen, die Opfer von Gewalt sind, aktuell auch besonders die Menschen in Nahost.

Gott, segne uns alle.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Liebe Kirchencafé-ler,

zum Abschluss möchten wir natürlich wieder einen Kaffee mit Euch trinken. Es war schön, gemeinsam Gottesdienst zu feiern. 

Wir schicken die besten Grüße an unseren Organisten Jos van Son und seine Frau Alice nach Ahrbrück,

das nächste Morgenlob feiern wir hier wieder am 3. Sonntag im Monat, das ist der

20. Juni 2021

zwischendurch gibt es – wie gewohnt – immer mal wieder spontane Impulse, so können wir uns z.B. noch auf weitere kleine Mai(baum)Geschichten freuen,

vor Ort in Niederheckenbach ist jetzt tatsächlich unsere Toilette eingetroffen. Schaut nur! Da, wo sie jetzt steht, bleibt sie natürlich nicht stehen. Hoffentlich kann sie nun auch bald angeschlossen werden, damit wir sie, wenn es wieder los geht „nach Corona“, auch nutzen können.

Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut, dass sie da ist, wie das manchmal so ist, bei „einfachen Dingen“ 🙂

herzlich,

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Zum gemütlichen Kaffeetrinken bietet sich übrigens auch das Eingangslied noch einmal an!

Kleine Mai(baum)Geschichte(n) Teil 3

„Smile for me“ / Komposition/Musik: Christian Methfessel

Liebe Kirchencafé-ler,

herzlich willkommen zu Teil 3 unserer Mai(baum)Geschichten!

Diese erzählen uns heute Annemie Ulich und Wilfried Freischem

Annemie in Text und Bild und Wilfried als Maiimpressionen in wunderbaren Fotos.

Lasst uns einen Augenblick innehalten und diesen Geschichten in Wort und Bild lauschen, vielleicht habt Ihr ja schon die meditative Musik von Christian Methfessel zu Beginn des Beitrags gestartet. Sie ist eine schöne Untermalung dazu ….

„Auch in Hönningen ist eine König*in eingezogen.

Kaum war sie da, zog es sie auch schon wieder nach draußen. Am 9. Mai wäre Sophie Scholl hundert Jahre alt geworden. Sie ist meine Maikönigin. Seit meiner Jugend bewundere ich ihren Mut, ihre Zivilcourage.

Sie hat ihre Würde bis zum Letzten und darüber hinaus nicht verloren. Aufrecht und ungebrochen ist sie dem unwürdigen Naziregime entgegengetreten.

Die goldene Krone, das weiße Gewand gebührt ihr.

Sophie Scholl, die weiße ungebrochene Rose.“

(Annemie Ulrich)

Die folgenden hochwertigen und wunderschönen Aufnahmen von Wilfried Freischem hat er alle, teils mit großer Geduld, im Mai in Gottes Schöpfung aufgenommen.

Was für eine Freude, dass Du Dein Talent mit uns teilst, lieber Wilfried!

MAIIMPRESSIONEN

von Wilfried Freischem

Hier geht es weiter am kommenden Sonntag, den 16. Mai

mit einem Morgenlob von, mit und für beigeisterte Menschen

WIR FREUEN UNS AUF EUCH!

Wir wünschen Euch einen schönen Feiertag „Christi Himmelfahrt“

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

„Gerne hätten sie Dich dabehalten“ / gesprochen von Anja Neißner

 

Kleine Mai(baum)Geschichte(n) Teil 2

Liebe Kirchencafé-ler,

wir heißen Euch ganz herzlich willkommen zu weiteren

Kleinen Mai(baum)Geschichten!

Den Beginn macht Katharina, die uns die folgende kleine Mai-Geschichte erzählt:

Mir kamen Erinnerungen an meine Kinderzeit im Kindergartenalter, wo ich mit meinen jüngeren Geschwistern zu Beginn des Maimonats, der als Marienmonat gefeiert wurde, ein Maialtärchen bauen durfte…

jedes Kind für sich, auf einem kleinen Schemel oder Holzstuhl. Da legten wir ein Deckchen drauf und stellten ein Marienbild hin,

oder malten eines, und dann kamen noch rechts und links davon zwei Gläser mit Wiesenblumen, die wir draußen gepflückt hatten:

Gänseblümchen, Löwenzahn, Dotterblumen oder Wiesenschaumkraut. Mit Begeisterung waren wir dabei!

Lang, lang ist´s her… wollte ich Euch nur erzählen, weil´s wunderschön war.

Mir fiel dazu vor meinem inneren Auge gleich das Tischchen ein, das Melanie für uns vor dem Kirchentor in Niederheckenbach für den Monat Mai gestaltet hat:

Und dann haben uns Gisela und Walter diese liebenswerte „wahre Geschichte“ zu unserem Thema „Kleine Mai(baum)Geschichten geschickt:

(…) das ist unser diesjähriger Maibaum.

Die Frage ist, wer hat wem den Baum aufgestellt? Im Zeitalter der Gleichberechtigung und nach fast 40 Ehejahren weiß man es nicht!

 Herzliche Grüße aus Hönningen von Gisela und Walter!

Beenden möchten wir die die heutigen kleinen Mai(baum)Geschichten mit einem neuen wunderbaren Text von Katharina:

Meine Maienkönigin


Nicht mehr das blutjunge Mädchen
in der Blüte ihrer Jahre
keine Alabasterhaut
mit engelgleichen Zügen
die Leichtigkeit des Seins
scheint dahin


Weder unerfahren
noch sorglos
und faltenfrei
angesichts der Zumutungen
die das Lebens bereithält
zeitweise unerträglich


Und dennoch
mit geschlossenen Augen
einen Durchblick zum Himmel
mit weisem Lächeln
trotz allem
immer noch offen
für Gottes Geschenke
und die Umarmungen des Frühlings
jedes Jahr anders
neu und wundervoll

(von Katharina Barth-Duran)

„Atme (Mit Phil)“ aus Off-Beat von Christian Methfessel.

Wenn Ihr auch eine kleine Mai(baum)Geschichte für uns habt, freuen wir uns noch den ganzen Mai darüber!!

Wir wünschen Euch einen schönen „Muttertag“ – und auch hier verbindet uns etwas, denn wir haben alle eine Mutter!

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Kleine Mai(baum)Geschichte(n)

Erich Kästner

 
 Der Mai 
 

Im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüßend, über Land.

Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.

Er nickt uns zu und ruft: „Ich komm ja wieder!“
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt.

Liebe Kirchencafé-ler,

wir hatten Euch am 1. Mai bei unserem virtuellen Mai-Fest mit Maria nach kleinen Mai(baum)-Geschichten gefragt.

Heute erzählt uns Thomas seine kleine Mai(baum)-Geschichte:

„Ein Maibäumchen!!!

Der Liebesbeweis eines romantischen Teenagers???

Mitnichten! „Alte Liebe rostet nicht“!

Ganz im Sinne dieser alten Lebensweisheit schmücke ich nun seit 10 Jahren (seitdem wir uns kennengelernt haben) zum 1.Mai die Haustüre meiner Angelika mit solch einem Beweis meiner Zuneigung.

Und sie bedankt sich auch jedes Mal voller Freude mit dem 1.Spargel der Saison, gekrönt mit einem feinen Weißwein!

Unser Start in den Wonnemonat Mai!“

(Thomas Kutsch)

 

Liebe Angelika, lieber Thomas,

wir danken Euch von Herzen, dass Ihr diese liebenswerte Geschichte mit uns geteilt habt! Es ist auch eine richtig regionale Geschichte, denn die kleine Birke ist im Heckenbacher OT Beilstein gewachsen!

Als Abschluss hören wir ein Lied, untermalt mit einem Video, beides von Ingo (eingesandt von Rosi Gemein). Vielen Dank auch dafür!

Wir hoffen, liebe Kirchencafé-ler, die erste kleine Mai-Geschichte hat Euch gefallen, wer noch eine Geschichte beitragen möchte, kann das sehr gerne noch den ganzen Mai über tun.

Mai oder Maibaum reichen als Thema aus 🙂

Wir freuen uns jedenfalls darauf,

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Mai-Fest mit Maria

HANDELN NACH SEINEM WORT

(angelehnt an einen Vorschlag der kfd, von Angelika Brunner)

Wir begrüßen alle ganz herzlich zu diesem kleinen Mai-Fest, das von einem historischen Ensemble in einer wunderschönen Version mit einem Adventslied angestimmt wurde.

Aber keine Sorge:

„Maria durch ein Dornwald ging“ ist ursprünglich ein Wallfahrtslied

aus dem 19. Jahrhundert, das in besonderer Weise die untrennbare Einheit von Mutter und Kind, von Jesus und Maria, besingt. Das göttliche Kind wirkt hier mit und durch seine Mutter: Studien haben gezeigt, dass gerade

die Bindung zwischen Mutter und Sohn besonders eng ist.

Auch Jesus ist nicht ohne Mutter zu verstehen.

Foto - Mutter-Sohn AU2
Familie Ulrich

Heute wollen wir dieser besonderen Mutter-Sohn-Beziehung wieder gedenken.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Bild - Maria mit Kind von der Künstlerin Nina Koch
„Maria mit Kind“ Künstlerin: Nina Koch

Meistens wird Maria zusammen mit dem Jesuskind dargestellt, dabei häufig in einer zärtlichen Mutter-Kind-Beziehung. Ein Beispiel dafür ist die Skulptur „Maria mit Kind“ der Künstlerin Nina Koch (oben).

Die Figur steht im Eingangsbereich des Marien-Hospitals in Düsseldorf.

Maria trägt ein schlichtes Gewand, um ihre Schultern liegt eine Stola. Eine spitz zulaufende Perlenkette schmückt ihren Kopf. Sie steht auf einer angedeuteten Kugel, die die Welt symbolisieren soll. Auf der Kugel lassen sich Rosenblätter und Rosenblüten erkennen. In ihren Armen hält Maria das Jesuskind, Mutter und Kind schauen sich an.

Durch die umfangende Haltung wirken die beiden innig aufeinander bezogen. Von der Darstellung geht Ruhe, Konzentration und etwas sehr Liebevolles aus. Mutter und Kind wenden sich einander zu, und zugleich ist es die Zuneigung Gottes zu den Menschen (nach: Markus Groß-Morgen)

„Maria ist derjenige Mensch, der wie kein anderer ihren Sohn kennt. Sie ist berufen, Mutter der Menschen zu sein.“

(Thérèse von Lisieux)

Foto - Anni schläft 2
Foto: Familie „Kutsch“

Das folgende Lied ist eigentlich ein „Freundinnen-Lied“ – aber könnte es nicht auch ein „Kind-Mutter-Lied“ sein?

EVANGELIUM

(zum Lesen bitte den folgenden Link anklicken)

Die Hochzeit in Kana als Zeichen

Dialog zwischen Rebekka und Sara, zwei Hochzeitsgästen

(bitte die folgende Audio-Datei starten)

„Was er euch sagt, das tut“

„Was er euch sagt, das tut“ – diese Aufforderung gehört zu den wenigen Worten aus dem Mund der Gottesmutter.

Sich ausrichten nach Jesu Wort

und glauben, dass etwas von ihm her geschehen und wachsen kann

– das ist ihre klare Weisung zu einem Leben in Fülle…

… dann kann in unserem Leben und um uns herum etwas

Lebendiges, Neues entstehen und wachsen…

Foto - Strauß 1 AU
Foto: Annemie Ulrich

… dann kann frisches Grün, ein neues Hoffnungszeichen in unserem Leben aufbrechen.

Foto - Strauß 2 AU
Foto: Annemie Ulrich

… dann können die Dornen Rosen tragen …

Foto - Strauß 5 AU

…dann kann es passieren, dass wir achtsamer und dankbarer für die vielen kleinen, oft unscheinbaren Kostbarkeiten um uns herum werden …

Foto - Strauß 4 AU
Foto: Annemie Ulrich

Wenn wir unser Herz öffnen, wird unser Leben heller …

Foto - Strauß 8 AU
Foto: Annemie Ulrich

… und die Liebe Gottes wird auch, wenn die Krüge in unserem Leben einmal leer sind,

Foto - Strauß 7 AU
Fotos: Annemie Ulrich

… umso heller aus uns herausstrahlen ..

Fotos Wilfried Freischem / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld /
Video-Präsentation Nils Naumann

Man kann zu Maria stehen wie man will,

aber vertrauen, ohne zu verstehen,

vertrauen, ohne zu wissen, was das Leben gerade von mir will,

vertrauend das eigene Leben auf den Kopf stellen lassen,

ihm entgegenlaufen, mit dem Vertrauen eines Kindes,

das seiner Mutter, das seinem Vater entgegenläuft,

in der Ahnung, dass Vieles nicht einfacher werden wird,

ist das nicht ein unglaubliches Glaubens-Vorbild?

(Anja Neißner)

Gemälde KindLebensfreude
Gemälde: Stefan Neißner, Öl auf LW, 160 x 90 cm

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Vielleicht kam Euch dieses kleine Mai-Fest bekannt vor… wir haben es im vergangenen Jahr bereits einmal gefeiert. Aber fühlte es sich nicht trotzdem wieder ganz anders an?

Wie schön jedenfalls, dass Ihr dieses kleine Mai-Fest wieder mitgefeiert habt!!

Hier geht es weiter am

Sonntag, den 16.05.2021, ab 09.30 Uhr 

mit dem Morgenlob von, mit und für begeisterte Menschen

Wir freuen uns auf Euch!

Für das Team des Kirchencafés Heckenbach

Eure Anja Neißner

Wenn Ihr einen Mai-Baum seht oder vielleicht sogar selbst einen aufgestellt oder aufgestellt bekommen habt, dann schickt uns doch ein Foto!