Impuls 2-Du bist ein Königskind!

Liebe Kirchencafé-ler,

seid herzlich gegrüßt zu diesem  „2. Impuls – Du bist ein Königskind!“

Die Impulse kommen, nach der Regelmäßigkeit der Türen unseres Adventskalenders, nun immer wieder zu unterschiedlichen Zeiten.

So, wie wir auch mit Gott immer und überall in unserem Alltag rechnen können, vielleicht sogar rechnen müssen.

Beginnen wir heute mit dem folgenden Text:

„Der kleine König in der Kirche“ von Katharina Barth-Duran / gesprochen von Anja Neißner

Manchmal
setzt sich der kleine König
ganz hinten in die letzte Bank
und schaut sich seine Kirche an
viele leere Bänke
gähnende Leere
überflüssig die Abstandsregeln
der Krisenzeit

Für den Dienst am Altar
den priesterlichen Dienst
in der Gemeinde
melden sich kaum noch welche
schon gar nicht die Jüngeren
und Frauen ist der Zutritt
verboten


Lange sitzt der kleine König
in der Stille
noch immer fällt das Licht
durch die bunten Fenster
ins Innere
noch immer brennt
ein ewiges Licht
mit seinem roten Schein
beim Tabernakel

Gott ist da
mit dieser Gewissheit
wird der kleine König hinausgehen
und weiß schon wohin

Nicht zu den Satten
sondern zu den Hungrigen
dahin wo der Schmerz wohnt
in die Einsamkeit der Altenheime
Kliniken und Psychiatrien
zu den Trauernden am Grab
die ihre Liebsten verloren haben
zu den Kindern
um die sich keiner sorgt

Zu uns allen
in unsere eigene Armut
und unsere Kinderseelen
um die sich niemand kümmert
will der kleine König kommen
und einziehen
in unsere Herzen
und uns krönen
mit Jubel

Katharina Barth-Duran

Ok, Gott ist da – ist sich der kleine König sicher – aber wo ist er denn?

Angelika Nowicki

schrieb mir nach „Impuls 1“, dass ihr dabei gleich eines ihrer Lieblings-Videos einfiel.

Sie möchte es sehr gerne mit uns teilen. Schaut doch mal!

Eine andere Kirchencafé-lerin schrieb mir:

„Könige von Ralf Knoblauch haben uns auch schon in unserer Schule besucht und viele, auch mich, sehr berührt. Ein Schüler im Rollstuhl, der nur sehr undeutlich sprechen kann und eine Schülerin mit vielen sozialen Problemen, die in einem Heim lebt, fragten mich unabhängig voneinander, ob sie auch König/in wären. Wir haben dann Kronen gebastelt.“

Anne Gemein

fand gleich nach unserem „Impuls 1“ in einem Kalender einen Text mit dem Titel

„König der Welt“.

Dieser Text nimmt unter anderem Bezug auf ein Lied von 1978.

Die ostdeutsche Popgruppe „Karat“ sang damals ein Lied mit dem Titel „König der Welt“.

In dem Liedtext heißt es: 

„Rollt aus den Teppich, dass das Herz auf Samt geht, Stille und Kerzen stellt an den Weg, König der Welt ist das Herz, das liebt. 

Und jeder Herzschlag ist ein Ritterschlag (…)“

Ja, jeder Herzschlag ist ein Ritterschlag. Egal, wie lange das Herz schlägt …

Heute möchte ich Euch deshalb alle herzlich dazu einladen, dass wir einmal den roten Teppich ausrollen – bis in den Himmel – und innerlich leuchten

für alle Kinder,

die vor ihren Eltern gestorben sind, geboren oder ungeboren, warum auch immer, ganz gleich welchen Alters,

mit der Zusage

an die Eltern, Großeltern, Geschwister und alle, die sie geliebt haben und immer noch lieben:

Sie sind nicht vergessen. Ihr seid nicht vergessen.

JEDES Einzelne ist ein Königskind!

In dem Zusammenhang

möchte ich als Abschlusslied dieses heutigen Impulses gerne noch einmal das Lied spielen, das Jana und Annette Fuhrmann für unseren Adventskalender eingesungen hatten, begleitet von Norbert Zimmermann an der Gitarre.

Das Lied „Run“ von der Band Snow Patrol.

Der Refrain des Liedes lautet:

Leuchte, leuchte auf
Als ob du eine Wahl hättest
Auch wenn du meine Stimme nicht hören kannst
Liebling, ich werde eng an deiner Seite sein.

1. Stimme Jana Fuhrmann / 2. Stimme Annette Fuhrmann / Gitarre Norbert Zimmermann

Bis zum nächsten überraschenden Impuls, Ihr lieben Königskinder!

Wie immer sind alle herzlich eingeladen, sich einzubringen 🙂

Ein herzliches Dankeschön für alle lieben Rückmeldungen nach dem 1. Impuls, per Mail, per whatsApp und sogar per Post,

aber auch an alle, die einfach „nur“ dabei waren!!!

Immer wieder entstehen neue Verbindungen und ich habe das Gefühl, wir sind auf einem guten und sehr bereichernden, gemeinsamen Glaubensweg.

Eure Anja Neißner

(Team Kirchencafé)

Impuls 1-Du bist ein Königskind!

Liebe Kirchencafé-ler,

nach einer kurzen Pause seid herzlich gegrüßt mit diesem kleinen Impuls!

„Du bist ein Königskind“

Das Bild oben hat meine Tochter Amrei als Kind einmal von mir gemalt, anlässlich meines 37. Geburtstages. Sie malte mich als Geburtstags-Königin. Was für eine Würdigung!

Ich fühlte mich sehr geliebt.

Einige Jahre später hat mein Mann Stefan es noch einmal abgemalt, nachdem er die Kinderzeichnung in einem seiner vielen Kunstbücher wiederfand, wo er sie einmal hineingelegt hatte. Dieses Mal fühlten wir uns beide geliebt, Amrei, weil ihre Zeichnung diese Würdigung erfuhr und ich, weil ich wieder als Königin dargestellt wurde.

Das Gemälde, das schon so viel Würdigung und Liebe verbreitet hat, hat einen Platz an einer Wand in unserer Wohnung gefunden.

Schließlich wurde diese neue Fassung des Bildes das Titelbild meiner Einladung zu meinem 50. Geburtstag.

Warum erzähle ich Euch das?

Durch einen kleinen Text von Katharina Barth-Duran,

der eine Botschaft des Künstlers und Diakons Ralf Knoblauch so wunderbar auf den Punkt bringt, bin ich auf dessen König*Innen aufmerksam geworden.

Nachdem ich mich näher mit seiner Botschaft beschäftigt habe und zwischenzeitlich auch in Kontakt mit diesem Künstler stehe, bin ich tief berührt von seiner Botschaft und möchte Euch die König*-innen gerne vorstellen, denn vielleicht berührt Euch das alles ja auch.

Mehrere kurze Impulse sollen nach und nach folgen.

„Königliche Würde“ von Katharina Barth-Duran / gesprochen von Anja Neißner

Er nimmt Balken
vom Fachwerk
jahrhundertealt
das schon viel getragen
ertragen hat

Es strengt ihn an
wenn er dieses Holz
bearbeitet
herausmeißelt
in groben Zügen
was darinnen verborgen ist

Es sind kleine Königinnen
und Könige
ganz einfach
sehr friedlich
oft lächelnd
von einer Schönheit
die nicht von dieser Welt ist

Manchmal
stellt er sich
mit so einem König
so einer Königin
dem grob behauenen Klotz
der in seine Hand passt
in eine Fußgängerzone
und wartet auf Reaktionen
der Vorübergehenden

Der Künstler
ist Theologe und Diakon
und sieht seinen Dienst darin
den Ärmsten
den Kleinsten
denen die vom Leben gebeutelt
und benachteiligt sind
erfahrbar zu machen
welch königliche Würde
in ihnen wohnt

Eine königliche Würde
die ihnen nichts und niemand
nehmen kann

von Katharina Barth-Duran

Meditation zu den König*Innen von Ralf Knoblauch / von Gudrun Maxel

Liebe Kirchencafé-ler,

ich bin selbst gespannt, was aus diesen Impulsen entsteht…. ob aus diesen Impulsen überhaupt etwas entsteht… wo es langgeht… Ob Ihr mir/uns vielleicht irgendwann sogar etwas dazu schreibt….

Ich weiß es nicht…

Wie gesagt, es sprang mich einfach an und ich hatte ein großes Bedürfnis, Euch auch von dieser Zusage und Botschaft zu erzählen….

Egal, was Du vorzuweisen hast, auch, wenn Du Fehler gemacht hast in Deinem Leben, wenn Dir das Leben viel zumutet …

DU

bist ein Königskind

Die Impulse werden wohl spontan kommen, so wie es sich ergibt …

Die Träume hüten / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld

Herzliche Grüße, vielleicht sogar schon wunderbare erste Träume, vor allem aber die Gewissheit, Du bist ein Königskind!

Eure Anja Neißner

(Team Kirchencafé)

Kalender – Schlusswort

Liebe Tür(chen) – Öffner*Innen,

wir haben nun 37 Tage miteinander verbracht. Das schweißt zusammen. Menschen haben sich verletzlich gemacht und sich vertrauensvoll für uns geöffnet. Wehmut liegt in der Luft.

Was als spontane Idee um die Ecke kam, ist gestern zu Ende gegangen:

Der Advents- / Weihnachts- / Brückentage- / Unterwegs- Kalender

gefüllt mit Beiträgen von wunderbaren Menschen.

Immer ist zu hören:

„Ich habe inzwischen das Gefühl, ich kenne die Menschen aus den Tür(chen), obwohl ich sie noch nie gesehen habe.“

250 bis 600 mal wurden die Türen täglich geöffnet.

Auch im Namen des Teams des virtuellen Kalenders möchte ich mich von Herzen

für Euer Dabeibleiben, für Eure Offenheit, für Eure unglaubliche Kreativität,

Euer Vertrauen (!),

Euer Mitmachen, die Vielfalt, die lieben Weihnachtskarten (Foto oben), die immer wieder lieben Rückmeldungen, die ständiger Antrieb waren, bedanken. Es hat unsere Gemeinschaft wieder einmal unglaublich LEBENDIG und BUNT gemacht!

Mein Schrank war so stolz, dass er täglich aufs Neue, bei den Ankündigungen der Beiträge, knarren und quietschen, und einmal sogar „zuknallen“ durfte,

stellvertretend für alle Eure eingesandten Türen!

Es war eine ganz besondere Zeit für mich.

Ein Kraft-Akt –

wobei ich diese Kraft viel mehr als geschenkt empfunden habe, als dass ich das Gefühl gehabt hätte, dass sie mir genommen worden wäre. Ich bin sehr dankbar für diese Zeit, habe Weihnachten selten inhaltlich so intensiv erlebt und es war mir eine große Freude – dank EUCH!

Was hätte ich/was hätten wir eigentlich gemacht, wenn niemand etwas geschickt hätte?

Wir wissen es nicht…. müssen es auch nicht wissen, denn stattdessen war es sogar möglich, in jedem Tür(chen) einen Text- UND einen Musikbeitrag vorzufinden, wobei sich Text und Musik gegenseitig geehrt haben.

Ich hoffe, ich konnte alle eingesandten Beiträge, bei denen es keine Sorge wegen der Nutzungsrechte gab, berücksichtigen. Sollte dem nicht so sein, wäre es ein Versehen meinerseits gewesen und ganz bestimmt nicht, weil es der Beitrag nicht wert gewesen wäre! In dem Fall gebt mir bitte einen kleinen Hinweis; ich verwende den Beitrag dann sehr gerne bei anderer Gelegenheit.

Der Engel, der mir in unserer Kalender-Zeit in meinem Heimat-Wald im Heckenbacher Ortsteil Beilstein „erschienen“ ist, soll Euch, zusammen mit dem passenden Text von Katharina Barth-Duran, für die kommende Zeit Begleiter und Inspiration sein.; zum einen selbst einmal Engel für jemanden zu sein, zum anderen in der Natur Ausschau zu halten, wo sich Gott zeigt.

Text von Katharina Barth-Duran / gesprochen von Anja Neißner

Während der Kalender mit allen 37 Tür(chen) auf der Seite des Kirchencafés unter dem Link  „Adventskalender“

Bitte hier klicken um noch einmal zum Adventskalender zu gelangen

weiterhin einseh- und aufrufbar bleibt, verabschiede ich mich und Euch im Namen des Teams des virtuellen Kirchencafés von Herzen mit einem, sicher einigen von Euch bekannten Lied von Willy Astor, den ich einmal persönlich kennenlernen konnte, mit seinem wunderbaren Lied

„Einfach sein“

Dieses Lied mag uns Vieles in unserem Leben noch einmal überdenken lassen.

Eure Anja Neißner

Wie geht es hier weiter?

Wir legen jetzt erst einmal nach den 37 Tagen Dauereinsatz eine kleine Pause ein,

ab Februar feiern wir die Morgenlobe wie zu der Zeit, als sie noch vor Ort in Heckenbach stattgefunden hatten, nämlich jeweils am 3. Sonntag im Monat

hier auf dieser Plattform.

Somit ist das nächste Morgenlob am 

21. Februar 2021

Es werden aber zwischendurch immer mal kleine Impulse eingestellt werden, auf die ich auch über den üblichen Verteiler hinweisen werde und bei denen Ihr immer mal wieder herzlich eingeladen werdet, Euch einzubringen. Lasst Euch überraschen!

Bis bald!!!

 

 

Unterwegs-Tür(chen) 6.Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 6 des neuen Jahres:

Geschenke für den neugeborenen König

Fotos: Kristina Rosenbaum / Gestaltung: Annemie Ulrich

Text gesprochen von Anja Neißner

Hier kommt Ihr zur Informations-Seite der Sternsingeraktion, die in diesem Jahr Kinder in der Ukraine unterstützt

Das war das letzte Tür(chen) an unserem Advents- / Brückentage- / Unterwegs-Kalender

Morgen gibt es hier noch ein Schluss-Wort!

Unterwegs-Tür(chen) 5.Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 5 des neuen Jahres:

Heiligabend 2020
Auszug aus einer Predigt von Katharina Barth-Duran
Pastoralreferentin, katholische Kirche Eppingen

Ach Oma, sagen meine Enkelkinder oft. Ach Oma, du mit deinem Gott! Warum soll ich denn sonntags in den Gottesdienst gehen, der Papa geht doch auch nicht?
Ach Oma, du sagst Gott kommt zu uns, ganz nah.
Aber wo ist er denn in unserer Welt heute noch ganz nah?
Wo ist er wenn so viele Kinder in Afrika verhungern?
Wo ist Gott, wenn in Syrien jahrelang ein schlimmer Krieg herrscht, so viele Tote und alles in Schutt und Asche?
Wo ist Gott, wenn dieser Corona-Virus die ganze Welt in Angst und Schrecken versetzt, krank macht, sterben lässt, die Läden schließen müssen, viele nicht mehr genug zum
Leben verdienen und die Kinder nicht mehr in die Schulen,
Kitas und Kindergärten können. Wo ist da unser Gott?


(…) auch ich habe keine schnelle Antwort auf diese großen, ernsten Fragen, die wir zu Recht stellen können, vielleicht gerade an diesem Heiligen Abend.
Ich weiß nur, auch von mir selber, dass wir Menschen
ziemlich gut darin sind, die Schuld auf andere zu schieben.
Gott bietet sich da ja sozusagen an.

Aber macht Gott die Kriege?
Lässt Gott den Streit oder die Trennung in unseren Familien
entstehen? Und dieser seltsame kleine Virus?

Hat Gott den losgeschickt?
Nun, es wurde festgestellt, dass er auf einem Viehmarkt im
chinesischen Wuhan zuerst aufgetaucht ist, wo auch
lebende, wilde Tiere, jämmerlich gehalten und zum Schlachten verkauft werden.
Ja, meinen wir Menschen denn,
wenn wir Tiere quälen, die Natur ausbeuten, die Luft
verseuchen und unser Plastikmüll im Trinkwasser auftaucht, dass wir in so einer Welt gesund bleiben können?

Alle und alles hängt doch zusammen!

Das sind ernste Worte. Aber es ist auch keine zuckersüße Weihnacht in diesem Jahr. Ja, Gott hat uns diese Erde anvertraut. Und mit Jesus wollte er uns einen Heiland und
Retter schicken. Aber das Kind in der Krippe ist auf unsere
Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Es sagt uns: Ihr seid meine Hände, um meine Arbeit in dieser Welt zu tun. Ihr seid meine Füße, um zu den Menschen zu gehen. Euer Leben ist oft die einzige Bibel, die
Menschen heute noch kennen und lesen.
Wir selbst sind es, die den anderen einen nahen Gott zeigen
können. Das können auch schon Kinder und Jugendliche.
(…)
Den eigenen Glauben weiterzusagen, ihn hinaus auf die
Straßen und Plätze unseres Dorfes zu tragen. Gerade jetzt, wo sich so viele Menschen voller Angst, allein und einsam in ihren Häusern einschließen.

Das sehe ich fast als ein Gebot der Stunde.

Denn so etwas hat mit der Fantasie der Liebe zu tun. Und wo die Liebe ist, da gibt es Vorsicht und Rücksicht, aber keine Panik oder übergroße Furcht. Und deshalb ist es auch
wichtig, dass wir alle, auch Ihr Kinder mit euren Familien, gerade in Corona-Zeiten ganz fantasievolle neue Wege
sucht, unseren Glauben sichtbar und offen zu leben. Denn
wo soll sonst unsere Hoffnung und Zuversicht auf eine gute
Zukunft herkommen?
Bleiben wir auf dieser Spur der Fantasie der Liebe. Denn wo
die Liebe ist, da ist unser Gott ganz, ganz nah. Und genau
dann wird für uns und alle wirklich Weih-Nacht!

Krippenimpressionen

Gestaltung: Annemie Ulrich / Fotos: Kristina Rosenbaum

Die Weisen folgen immer noch dem Stern… 

Gisela Schopp und Annemie Ulrich sind im folgenden Liedbeitrag heute die Stimme der Kinder:

„Wir klopfen an eure Tür“

Morgen hören wir dann die Kinder selbst sprechen und singen.

Wir klopfen an eure Tür / Gitarre/ Ukulele/ Gesang: Gisela Schopp und Annemie Ulrich

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

und enden am 7. Januar mit einem Schlusswort.

Unterwegs-Tür(chen) 4.Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 4 des neuen Jahres:

Im Sommer dieses Jahres besuchten wir diese kleine, alte Fischerkirche in Deutschlands kleinster und ältester Stadt Arnis, einer winzigen Insel in der Schlei. In diesem Kirchlein entdeckten wir eine ausdrucksstarke Plastik, aus Schwemmholz gestaltet. Daneben der berührende tiefsinnige Text, der so wunderbar in diese weihnachtliche Zeit passt.

Angelika Nowicki

Die Heiligen drei Könige sind unterwegs zur Krippe.

„Sage, wo ist Bethlehem“ fragt Rudolph Otto Wiemer in einem Gedicht und antwortet gleich darauf: Bethlehem ist überall. Jederzeit. Hier und dort.

Ist es überhaupt ein Ort? Oder ist es eine Zeit, ein Gefühl, ein Mensch?

Ist es vielleicht überall dort, wo Menschen menschlich miteinander umgehen?

Wo ist dein Bethlehem?

Den musikalischen Beitrag haben wir uns heute ausgeliehen von einem Auftritt des Chores Kaleidoskop in Kühlbach. Er passt einfach zu gut …

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Unterwegs-Tür(chen) 3. Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 3 des neuen Jahres:

von Karl Josef Freischem

Die Tür aus dem „Malerstübchen!“

Bereits im frühen 19. Jahrhundert gründete sich die Malerkolonie in Willingshausen und ist damit die älteste in Europa. Maler aus ganz Deutschland zog es in die Schwalm. Das bäuerliche Leben in allen Facetten war Gegenstand ihrer künstlerischen Arbeit.

„Im Gasthaus Haase trafen sich die Maler nach getaner Arbeit in fröhlicher Runde zu lockeren Gesprächen. So kam man auch irgendwann – vielleicht in einer Bierlaune – auf die Idee, die Tür des Gastzimmers mit Schwälmer Motiven und Idyllen zu bemalen. Die Tür ist heute im Malerstübchen ausgestellt. Dörfliches Geschehen, wie Gänsehüten, spielende Kinder im Bollerwagen, Trachtenkinder beim Beobachten der Maler, ja selbst das Gasthaus ´Haase´ wird durch einen eine Pfeife rauchenden Hasen dargestellt. Diese Tür wurde so zu einem Vermächtnis der Künstlerkolonie an die einfachen Menschen im Bauerndorf.“

(zitiert nach einem Beitrag von Peter Gnau vom 12.8.2012)

Die Tür ist so etwas wie ein bildhaftes Gästebuch und Poesiealbum der Künstler.

Wie jede Tür öffnet auch sie einen „Raum“, der zum einen ganz real in Bereiche der in Willingshausen entstandenen Gemälde und Zeichnungen führt, zum anderen aber auch einen Einblick in die Lebens- und Gedankenwelt der damaligen Zeit gewährt.

Karl Josef Freischem

Die musikalische Untermalung kommt heute noch einmal vom Bläserorchester der Familie Marienfeld, denn wir wollen es schließlich ausnutzen, in dieser Zeit auch immer mal wieder Weihnachtslieder zu hören!

O, du fröhliche / Familie Marienfeld
Flügelhorn= Laura
Klarinetten= Celine Adriany und Neele Linden
Tuba= Jörg
Bariton= Lars
Schlagzeug = Lennart

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Auf folgendes Hinweisblatt möchte ich Euch aufmerksam machen,

gleichzeitig aber auch sagen, dass das nicht für Heckenbach gilt! Hier werden die entsprechenden Utensilien von den Sternsingern zurzeit in die Briefkästen aller Haushalte verteilt (Segensspruch, Infos zum Beispielland Ukraine, Spendentüte, Überweisungsträger)

Unterwegs-Tür(chen) 2. Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 2 des neuen Jahres:

von Wilfried Freischem

Jeder weiß doch,

der Winter ist ein fauler Geselle und nichts ist ihm lieber, als wenn Frau Holle ihm ein weiches und flauschiges Bett aus Schnee aufs ganze Land schüttet, wo er dann, nachts von Sternen gekrönt und über den Tag von der Wintersonne gewärmt, die Zeit verbringt.

Das war wohl einmal. Heute schleift der Nikolaus seinen Schlitten, hochbepackt mit Geschenken, oft nur noch mühsam über grünes Gras. Und Weidenzweige, die sonst vom Frost bereift, wie Engelshaar glitzerten, hängen  nur noch  traurig von ihren Ästen herab.

An einem solchen Wintertag, wie es sie heute kaum noch gibt, an denen der Winter noch sein Bettchen fand und der Nikolaus mit seinem Rentiergespann und „Ho Ho Ho“ über ein weißes Land gleiten konnte, ging ich über unsere kleine Hauptstraße, an der sich ein weihnachtlich glitzerndes Schaufenster an das nächste reihte. Leise, schneeknirschend, schoben sich die Autos durch das hohe Weiß, so, als wollten sie Winters Schlummer nicht stören. In den Läden, aber auch auf der Straße war geschäftiges Treiben.

Überall spürte man, Weihnachten ist nah.

Dann sah ich einen Mann, bekleidet mit einem langen grauen Mantel; in einer Hand eine rindslederne Aktentasche, wie man sie heute nur noch selten sieht. Den Hut hatte er tief ins Gesicht gezogen, seine ganze Gestalt , altersgebeugt, offensichtlich tief in seinen Gedanken versunken. Nichts wahrnehmend, was um ihn herum vor sich ging, kam er auf mich zu.

Doch dann stockte mir der Atem, Bremsen kreischten, lautes Gehupe, irgendwo hinter mir kreischte eine Frau. Der Mann hatte plötzlich den Gehweg verlassen, um offensichtlich die Straße zu überqueren und lief direkt vor einen Sattelschlepper, dessen Fahrer durch Bremsen und panisches Gegenlenken versuchte, seinen Truck irgendwie zum Stehen zu bringen.

Erst als diese gewaltige Kraft aus Stahl, aus Gummi, aus Diesel und Wut unmittelbar vor dem Mann zum Stehen kam, schreckte dieser, wie aus einer fernen Welt kommend, aus seinen Gedanken.

Mit vor Schreck geweiteten Augen sah er jetzt hoch zum Fahrer des Lasters, der tobte und die schlimmsten Verwünschungen von sich gab, deren Heftigkeit nur durch die Windschutzscheibe gedämpft wurde.

Dann sank dieser alte Mann auf die Knie, kniete im Schnee und segnete sich … im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.

Nur mühsam kam er wieder auf die Beine; einen Mann, der ihm dabei helfen wollte, wies er freundlich, aber bestimmt, zurück. Dann ging er zur Fahrertür des Lkws. Mir war, als ob er die Gittertür eines Löwengeheges öffnete, so brüllte und krakelte der Fahrer, immer noch das Lenkrad wie im Krampf festhaltend.

Der alte Mann löste eine Hand des Fahrers vorsichtig von Steuer, umschloss sie mit seinen beiden Händen und bedankte sich Hände schüttelnd bei seinem Lebensretter. Die beiden redeten dann noch länger miteinander, den hupenden Stau hinter sich, hörten sie nicht.

Erst nach einer geraumen Zeit verabschiedeten sich die beiden voneinander, ich glaube, als Freunde. Beim Abschied war es der Fahrer, der die alte Hand in seine beiden Hände nahm und kräftig schüttelte.

Langsam rollte der Sattelschlepper wieder an, mit einem lächelnden und kopfschüttelnden Trucker.

Dann muss er irgendeinen Knopf auf seinem Armaturenbrett gedrückt haben, hinter der Windschutzscheibe flackerte ein kleiner bunter Weihnachtsbaum auf…

Die musikalische Untermalung kommt heute vom Abend des Lichts in Müllenbach und wurde eingesandt von 

Marion Marienfeld

„Gott lass meine Gedanken sich sammeln zu Dir“ / Sängerinnen und Sänger der Chorgemeinschaft Bongard 1908 e.V. und des Singkreises Kaltenborn / Leitung und E-Klavier: Silvia Groß

Gott, lass meine Gedanken sich sammeln zu dir.
Bei dir ist das Licht, du vergisst mich nicht.
Bei dir ist die Hilfe, bei dir ist die Geduld.
Ich verstehe deine Wege nicht,
aber du weißt den Weg für mich.

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Ich möchte sehr freundlich daran erinnern, dass wir heute wieder haltbare Lebensmittel sammeln, um sie Pfarrer Opiéla für seine Schützlinge (Sinti und Roma) mitzugeben. Die Lebensmittel werden dringend benötigt.

Sammelstelle an der Kirche in Niederheckenbach an der Sakristei

Samstag, 02.01.2021 in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr

DANKE

Unterwegs-Tür(chen) 1. Jan.

Meditative Einstimmung

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 1 des neuen Jahres:

von Pfarrer Jan Opiéla

Als ich die Worte von Pfarrer Opiéla las, nämlich die Stelle,

„Wie kommt es um die Ecke das Licht, bin ich es der/die kommen muss? Lass ich mich überraschen und verharre gebannt im Dunkeln oder überrasche ich das Licht ganz einfach mit meinem offenen Entgegengehen?,

und weiter unten, wo er Antoine de Saint-Exupéry zitiert mit den Worten:

„Die wahre Freude ist die Freude am anderen.“,

da dachte ich, wie gut doch an dieser Stelle die selbstgeschriebene Kindergeschichte von Beate Ley aus Hönningen passt.

Beate (die übrigens ein Teammitglied im Kindergarten Wibbelstätz in Hönningen ist) hat von 2007-2009 auch eine Ausbildung zur „Märchenerzählerin“ absolviert und die entsprechende Abschlussprüfung mit einer Geschichte bestanden, die sie ihrer in dieser Ausbildungszeit geborenen Tochter Frieda gewidmet hat.

Da ich weiß, dass einige „Türchenöffner*Innen“ die Türen auch zusammen mit ihren Kindern und/oder Enkeln öffnen, können die Kinder den heutigen Inhalt und das obige Bild mit dieser Geschichte bestimmt viel besser verstehen.

Da wir schon recht viel Text heute hier haben, lese ich den Kindern und Euch die Geschichte

„Der kleine Stern und der kleine Hase“

von Beate Ley

nachfolgend vor:

„Der kleine Stern und der kleine Hase“ von Beate Ley / gelesen von Anja Neißner

Noch einmal soll heute ein Lied vom letzten Singen der Chöre des Dekanats Maifeld-Untermosel in Kühr vor dem Lockdown im März unsere musikalische Untermalung sein. 

Christel Haupt

hat uns den Video-Mitschnitt geschickt.

Shalom – Friede

Dieser Friede soll unser Licht sein!

Licht und Frieden, inneren und äußeren,

möchten wir dem neuen Jahr 2021 und damit uns allen von Herzen wünschen:

„Shalom“ / Chöre des Dekanats Maifeld-Untermosel

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Ich möchte auch heute noch einmal sehr freundlich daran erinnern, dass wir morgen wieder haltbare Lebensmittel sammeln, um sie Pfarrer Opiéla für seine Schützlinge (Sinti und Roma) mitzugeben. Die Lebensmittel werden dringend benötigt.

Sammelstelle an der Kirche in Niederheckenbach an der Sakristei

Samstag, 02.01.2021 in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr

DANKE

Brückentage-Tür(chen) 31.12.

gesprochen von Anja Neißner

BEITRAG

in Tür(chen) 31:

„Ich liebe Neujahr“,

und wer mich kennt, weiß wie ich es meine….

Ich liebe es am Neujahrsmorgen früh aufzustehen,
ohne Verkaterung 🙂

früh zum ersten Spaziergang des Jahres aufzubrechen,
dann, wenn noch die meisten Menschen in der Nachbarschaft schlafen,
weil ich es genießen möchte, dieses Gefühl des Beginns des neuen Jahres.

Neujahr heißt für mich, dass das vergangene – durch Corona  geprägte merkwürdige  – Jahr hinter uns liegt und wir beginnen ein neues Jahr, es liegt wieder alles, was uns wichtig ist und wichtig geworden ist, vor uns!

Die gemütlichen Winterabende, dann der Übergang in die spannende Aufbruchszeit im Frühjahr, der pulsierende Sommer mit seinen langen Tagen und warmen Abenden,
der so farbenrohe Herbst mit Ernte und Genuss.

Ich liebe den Neujahrstag auch, weil es mir ein Bedürfnis ist (und es ist schon eine liebgewordene Tradition) an diesem Tag hoffnungsfroh wiederkehrende Termine und neue Pläne in den Kalender einzutragen, mein Blick geht dann weit nach vorne.

Und in diesem neuen Jahr gibt es noch ein zusätzliches bereicherndes Bewusstsein:
Dass ich zur Gemeinschaft des Kirchencafes Heckenbach gehören darf und wir uns dort in seinem Namen wiedersehen und hören werden.

Das bringt noch mehr Lichtblicke ins neue Jahr ….

Ich liebe Neujahr, und ich freue mich auf das neue Jahr!“

Pia Sonntag

Marion Marienfeld

hatte uns vom Abend des Lichts in Müllenbach nicht nur das Friedenslicht aus Betlehem mitgebracht,

sondern auch Mitschnitte des Gesangs von diesem Abend, der coronabedingt nur mit wenigen Sänger*Innen stattfinden durfte/konnte.

Das Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ aus Taizé war eines dieser Lieder und beinhaltet alles, was wir für das neue Jahr brauchen:

Hoffnung, Freude, Stärke, Licht, Christus, Zuversicht, Vertrauen, Mut

Sängerinnen und Sänger der Chorgemeinschaft Bongard 1908 e.V. und des Singkreises Kaltenborn / Leitung und E-Klavier: Silvia Groß

Wir wünschen Euch allen von Herzen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Und wie ich gestern gelernt habe, heißt das:

Rosch haschana = Kopf des Jahres = Beginn = Neujahr

Für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Mehr ist nicht erlaubt 🙂

Unterwegs

Bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) öffnen wir hier weiterhin jeden Tag ein Tür(chen)

Ich möchte noch einmal sehr freundlich daran erinnern, dass wir übermorgen wieder haltbare Lebensmittel sammeln, um sie Pfarrer Opiéla für seine Schützlinge (Sinti und Roma) mitzugeben. Die Lebensmittel werden dringend benötigt.

Sammelstelle an der Kirche in Niederheckenbach an der Sakristei

Samstag, 02.01.2021 in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr

DANKE