MORGENLOB mit LICHT und LÄUTEN für Gerd Karst

Läuten der Glocken der Kapelle Zumried in Mosbruch / Familie Karst

GL 828 Wäre Gesanges voll unser Mund / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld

Zweiundvierzigstes

gemeinsames Morgen- (Abend-/Allzeit-) Lob 

in Zeiten von Corona

Gott, wir sind da. Wir loben Dich. Gott, Du bist da.

Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können.

Wir haben uns zum Gebet versammelt.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Liebe Kirchencafé-ler,

ich kann nur hoffen, dass Gott Internet hat. Es ist wieder eine solche Freude, was Ihr für dieses Morgenlob von überall her wieder geschickt habt, einfach so … zum Lob Gottes. DANKE!

Nun möchten wir aber zuerst wieder tröstend Menschen in unsere Mitte nehmen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Ihr habt es gesehen und gehört; heute haben die Glocken aus Mosbruch bei Kelberg geläutet,

denn am Freitag ist Gerd Karst verstorben.

GERD KARST

* 18.09.1939  †18.06.2021

Liebe Helga, Sie haben Ihren geliebten Mann,

Christa, Gerald, Anja und Dirk, Ihr habt Euren guten Vater,

Marina, Manuela, Björn, Tanja, Katrin, Michaela und Kaspar, Ihr habt Euren lieben Opa und Lena, Philipp und Emma, Ihr habt Euren Uropa verloren.

Wir möchten Euch mit diesem Morgenlob mitfühlend beistehen und begleiten und bis zur

Verabschiedung

am Donnerstag, den 24.06.2021 um 14.30 Uhr auf dem Friedhof in Uess

und darüber hinaus sollt Ihr wissen, dass Ihr nicht alleine seid.

Wohin gehe ich …. / gesprochen von Anja Neißner

Liebe Kirchencafé-ler, die Verbindung zu unserem Kirchencafé kommt daher, dass Gerds Sohn Dirk, seine Frau Uli und sein Sohn Kaspar im Heckenbacher Ortsteil Cassel leben und unserer Kirchengemeinde sehr verbunden sind.

Enkel Kaspar hat im Namen der ganzen Familie

eine Kerze für Opa Gerd angezündet. Es ist die Schutzengel-Kerze, die zuhause in Cassel schon seit zwei Wochen, seit sich Gerd auf seinen Weg gemacht hatte, immer wenn es möglich war, angezündet wurde und zuversichtliche Begleitung war.

Gerd war zu Lebzeiten – wie ich im Gespräch erfuhr – immer sehr klar in seinen Entscheidungen, von denen er sich dann auch nicht mehr abbringen ließ und so traf er auch vor dreieinhalb Jahren, als er die Diagnose Lungenkrebs erhalten hatte, die Entscheidung, keine Behandlung zu wollen. Das war für seine Familie im ersten Moment nicht einfach zu akzeptieren. Rückblickend finden sie seine Entscheidung richtig. 

Gerd ist am Freitag so gestorben, wie er es sich immer gewünscht hat. Er ist ruhig und zuhause eingeschlafen.

Bis dahin hat Helga sich aufopferungs- und liebevoll um Gerd gekümmert. Sie sind auch diesen Weg, solange es ging, gemeinsam gegangen. Sie konnten noch gemeinsam ihre 80. Geburtstage feiern, Gerd sogar noch seinen 81.

Gerds Schwiegertochter Uli hat mir erzählt, dass er ein guter Schwiegervater war, dass er sie und alle Menschen, die ihm begegnet sind, so genommen und akzeptiert hat, wie sie sind. Dass er ein friedvoller Mann war, der sich nicht von seinem Weg abbringen ließ. Gerds Beruf war auch seine Berufung. Er war Landschaftsgärtner, liebte die Natur und identifizierte sich sehr mit seinem Einsatzort im Ferienpark am Heilbachsee.

Zuhause hatte er Kaninchen und Hühner, zu denen er immer wieder mit den Enkeln und Urenkeln ging, während er ihnen gleichzeitig etwas zu den Pflanzen erzählte.

Gerd hatte auch eine schöne Stimme und hat leidenschaftlich gerne gesungen, am liebsten alte Lieder und Schlager.

Liebe Helga, Sie haben für Gerd heute dieses Lied ausgesucht:

Liebe Familie von Gerd, wenn wir jetzt gleich im Evangelium hören, dass ein Wirbelsturm und Wellen ein Boot gepackt haben, in dem die Jünger mit Jesus gesessen haben, dann denken wir eventuell erst einmal an das heftige Gewitter der vergangen Nacht, dann erkennt Ihr Euch darin aber vielleicht auch ein bisschen wieder.

Auch Ihr wart und seid, besonders in den letzten beiden Wochen, aufgewühlt und fühltet Euch emotional hin- und hergeworfen.

Wie Gerd diese Zeit wirklich empfunden hat, können wir nur ahnen. Vielleicht hat Jesus aber auch ihn gefragt: Warum hast Du solche Angst und hat Gerd an seinen Glauben erinnert und er konnte deshalb ruhig einschlafen.

Hören wir nun das Evangelium des Tages

Markus 4, 35-41

Liedruf „Hallelujah“ / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld
Kommunionkind Ida liest das Evangelium
Liedruf „Hallelujah“ / Orgel Monika Bojanowski / Gesang Sabine Marienfeld

Nachfolgend die Gedanken zum Evangelium von Pfarrer Jan Opiéla

Schauen wir nun, wie Annemie Ulrich das Evangelium mit den Egli-Figuren dargestellt und Kristina Rosenbaum die Szenen fotografisch in Szene gesetzt hat. 

Beten wir gemeinsam das Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Heilsame Ruhe / gesprochen von Anja Neißner

Liebe Familie von Gerd und alle, die ihn sonst noch vermissen,

wir entlassen Euch nun behutsam wieder aus unserer Mitte, bedanken uns für Euer Vertrauen und bitten Gott um seinen Segen für Euch, für Gerd und auch für uns.

Der Klang der Glocken, der ihm so vertraut war, möge Gerd auf seinem Weg bis zur Verabschiedung am Donnerstag begleiten. 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

„Meine Zeit steht in deinen Händen“ /Text und Melodie Peter Strauch / Gesang und Gitarre Ingrid Keppeler

Liebe Kirchencafé-ler,

am 03. Juli 2021 geht Ida übrigens zur Erstkommunion.

War sie nicht ein wunderbares Kommunionkind?

Wer ihr gerne eine Karte schreiben möchte, kann mir gerne schreiben oder mich anrufen. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich die Adresse eines kleinen Mädchens nicht einfach hier ins Internet setzen möchte …

Kontaktdaten für Idas Adresse

Ich gebe Euch dann gerne die Adresse. Ida freut sich sicher riesig über ganz viel Post aus dem Kirchencafé, in dem sie schon unzählige Jesus-Kerzen entzündet und Texte vorgelesen und einfach unser Herz erfreut hat.

Hier geht es nun weiter, wie gewohnt, mit dem virtuellen Morgenlob am 3. Sonntag des Monats, somit am 18.07.2021, sowie spontanen Impulsen.

Zu unserer großen Freude können wir Euch mitteilen, dass das 

erste Morgenlob im Kirchencafé in Heckenbach vor Ort

für Sonntag, den 15.08.2021 um 9.30 Uhr

geplant ist!! Wir freuen uns riesig und hoffen, dass das klappen wird!!

Haltet Euch diesen Termin bitte frei. 

Wir möchten Euch unbedingt (wieder-) sehen und vor Ort begrüßen!!!

Herzliche Grüße, auch an unseren Organisten Jos van Son und seine Frau Alice,

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner