Kleine Mai(baum)Geschichte(n) Teil 4

Liebe Kirchencafé-ler!

Heute folgt Teil 4 der wunderbaren kleinen Mai(baum)Geschichten, die von Euch eingesandt wurden. Vielen, vielen Dank dafür!

Hier könnt Ihr Euch, wenn Ihr mögt, eine kleine Hintergrundmusik zum Lesen der Beiträge starten. Es ist meine Lieblingsfassung des Liedes „Atme in uns, Heiliger Geist“. Das lange Intro finde ich einfach wunderbar. Es ist Atem, Windhauch, Feuer pur – PFINGSTEN!

Und nun schaut, was die Kirchencafé-ler wieder auf unseren Aufruf hin, für uns alle geschickt haben, um uns daran teilhaben zu lassen:

Das vorstehende Foto und das Nachfolgende hat uns jeweils Monika Schlich geschickt.

Sie hat diese Obstbaum-Wiese in Oberdürenbach entdeckt, wo alle Obstbäumchen als Mai-Bäume geschmückt waren. Ist das nicht nett?!

Sie berichtete auch noch, dass sogar die Obstbäumchenallee rechts und links am Ortseingang von Oberdürenbach so geschmückt war, leider hatte sie davon kein Foto gemacht.

Pia Sonntag hat uns Folgendes geschrieben:

Am Morgen des 01. Mai 2020 gab es für mich eine ganz besondere Überraschung:

Mein erster Mai-Baum seit 57 Jahren 🙂

Was eine Freude!

Martin hatte es heimlich geschafft, dieses Bäumchen zu platzieren.

Diesem Bäumchen folgte kurze Zeit später ein Heiratsantrag und ein „Ja“!

Spätes Glück!!

(Wir freuen uns sehr mit Euch!!!)

Ende Mai 2020 suchten und fanden wir ein schönes Plätzchen, das dem Baum ein Weiterleben sichern sollte!

Ein heißer Sommer, viele Kannen Wasser hingeschleppt, ein doch recht kalter Winter und: er hat es geschafft!!

Er zeigte sich am 01. Mai diesen Jahres in neuer grüner Pracht.

Auch Julia hat Maibäume für uns entdeckt und sie auf Fotos festgehalten. Ihre Gedanken, die sie sich dazu gemacht hat, möchte sie nachfolgend mit uns teilen:

„Eine Tradition der Wertschätzung:

Was sonst in der Dunkelheit im Geheimen geschieht, ist dieses Jahr durch die Ausgangssperre schon am Vorabend in Bonn sichtbares Zeichen von Zuneigung gewesen. Mehr als ein Liebesbrief – oder elektronisch übermittelte Kurznachricht – ist ein Maibaum für alle sichtbar.

Kein Monopol, die Idee scheint nicht mehr nur Verliebten zu gelten, da auch für Nachbarn, Väter und Freunde beschriftete Bäumchen zu finden sind – allen gemeinsam – das Ziel: Freude zu verbreiten.

Tiefe Freude will uns auch Gott schenken und durch uns wirkend, diese verbreiten und Kreise ziehen lassen.

Wie die bunten Bänder am Maibaum sich durch den Wind tragen lassen, so sind auch wir getragen und geborgen. Gerade bei großen Maibäumen, die weit oben viel Wind abbekommen, ist am Ende des Monats oft ein großes Wirrwarr in den Bändern entstanden. Der Wind hat sie umeinander gewickelt und miteinander verbunden – wie Gott auch unsere Lebenswege verbindet. Gerade jetzt, da im Alltag noch immer, notwendigerweise mehr Abstand als Nähe spürbar ist, erfreut es die Seele zu wissen, dass über den allumfassenden Schöpfer dennoch Verbindung immer möglich ist.“

Weiter schreibt Julia:

Es war mehr als Wind: Tief „Eugen“ hatte mit heftigen Sturmböen Anfang Mai teils gefährliche Schäden in Deutschland verursacht.

Wolkenformationen beeindruckten den Blick und herumwehende Kleinteile flogen in die Augen – als der Maibaum aus der Ferne sichtbar wurde.

Gestützt an der Laterne und doch scheinbar aus dem Boden erwachsen – als Verbindung hinauf – die hellgrünen Blätter leutende Hoffnungszeichen – geschmückt mit viefältigen Farbbändern.

Das eine Band, das symbolisch gen Himmel zeigte, war rot – ganz oben am Maibaum – ein kurzer Hinweis im Alltag auf das, was uns umgibt. Die Nähe Gottes zu spüren ist ein Geschenk, das vielfältige Formen haben kann – möge auch der kommende Monat viele Möglichkeiten zur Offenheit dafür bereit halten.      (Julia Gerono)

„Alle Menschen haben Zugang zu Gott, aber jeder einen anderen.“ – Martin Buber

Auch Annemie und Reinhard Klafke haben etwas im schönen Mai entdeckt und es für uns fotografiert. Für mich sieht es aus, wie wahre Kunst aus der Natur.

Eurer Fantasie, was Ihr darin seht, sind keine Grenzen gesetzt.

Sie schrieben uns dazu:

„Beim Pflücken der diesjährigen Maikräuter ist uns dieser Douglasienstumpf aufgefallen. Schon toll, wie sich die Äste um den Stamm verteilt haben.“

Allen lieben Einsendern ein riesiges Dankeschön!!!

Pfingsten – Segensbitte / gesprochen von Anja Neißner

Wir wünschen Euch allen von Herzen ein gesegnetes Pfingstfest!

Hier geht es weiter in der kommenden Woche mit dem 5. und letzten Teil Eurer Mai(baum)Geschichte(n).

Herzliche Grüße

für das Team des Kirchencafés

Eure Anja Neißner

Atme in uns, Heiliger Geist / Orgel: Monika Bojanowski / Gesang: Sabine Marienfeld